Doof wie Bohnenstroh

Von: , Frage gestellt am Mi, 6. Jun 2007

Hallo,
gibt es eine Idee, woher sich der Spruch ergeben hat?

Gruß
rakete

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 3 hilfreich
    Re: Doof wie Bohnenstroh

    Moin Rakete,

    Bohnenstroh ist das, was nach dem Ernten der Bohnen übrigbleibt, vor allem, wenn es dann getrocknet ist.
    Bleibt das Wort "doof" - das kommt von "taub", und "taub" meint ursprünglich gefühllos, abgestorben, empfindungslos, stumpfsinnig.

    Das wird zuerst auf das Gehör angewendet, dann übertragen auf Gegenstände, die wertlos sind: taube Nuß, taubes Gestein.

    Aus taub wird dann mundartlich "doof" (vgl. engl. deaf), also blöde, geistesschwach, unintelligent.
    Nun ist Bohnenstroh absolut wertlos; es hat nicht mal einen nennenswerten Brennwert.
    Es gibt ähnliche Vergleiche, die an Bildhaftigkeit nichts zu wünschen übriglassen:
    Der ist zu doof, aus dem Bus zu gucken.
    Der ist zu blöd, einen Eimer Wasser umzustoßen. Der trinkt ihn lieber aus.
    Und besonders schön (aus dem Schwäbischen): Wenn du dem mit dem Knüppel auf den Kopf haust, fragt der: "Wo bockelts da?"

    Gruß - Rolf

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!