Spätaussiedler hä
Von: , Frage gestellt am Do, 2. Nov 2000
Neuerdings hat sich für Leute, die als deutschstämmige aus den GUS-Staaten zuwandern der Begriff "Spätaussiedler" eingebürgert.
Jahrzehntelang wurde dieser Begriff für Menschen gebraucht, die nach dem Kriege nicht aus den kommunistischen Staaten rausgelassen wurden, weil sie wegen ihrer Spezialkenntnisse, z.B. Bergarbeiter in Schlesien, gebraucht wurden.
Ich möchte nicht darüber werten, warum diese Leute automatisch als deutsche Staatsbürger anerkannt werden, obwohl ihre Vorfahren bereits vor 250 - 300 Jahren in das damalige Russland ausgewandert sind.
Ich weiß um die Leiden der meisten älteren Leute, die wegen ihrer religiösen Überzeugung häufig im Gulag gelandet sind. Deutschland will an deren Nachfahren das Leid, das ihnen durch die Russen zugefügt wurde, wiedergutmachen.
OK. Aber warum der Ausdruck "Spätaussiedler"?
Es kommt ja auch niemand auf die Idee, den ehemaligen amerikanischen Außenminister Henry Kissinger, der im Schwarzwald geboren und zur Schule gegengen ist, als Deutschen zu bezeichen. Und wenn er sich entschließen sollte, seinen Wohnsitz in Deutschland zu nehem, würde ihn doch auch niemand als "Spätaussiedler" bezeichnen.
