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Re: 'Demut'
Guten Morgen Pia,
Demut ist entstanden aus "diomuoti (althochdeutsch), diemuot, diemüete (mittelhochdeutsch).
Dienen ist klar, "muot" hatte früher eine umfangreichere Bedeutung als unser heutiger "Mut". Es meinte auch noch "Sinn, Denkart", so wie etwa noch in "Gemüt".
Demut ist also der "Sinn, ein Diener sein zu wollen", die Bereitschaft zu dienen, ein Gefolgsmann eines Herren zu sein, ein Krieger für einen Herrscher. Das war zuerst wohl ein menschlicher, wurde dann später auf das Verhältnis zu Gott übertragen.
Unsere Vorfahren sahen sich also weniger als Schafe einer Herde, wie das kirchliche Quellen nahelegen, sondern als "Gotteskrieger", was auch nicht unbedingt nur lobenswert sein kann.
Allerdings hat die Kirche, aber auch andere Faktoren, dafür gesorgt, dass Demut heute etwas "Kriecherisches" angenommen hat.
Beste Grüße
Fritz Ruppricht