Alte deutsche Ausdrücke im Sprachgebrauch

Von: (abgemeldet) , Frage gestellt am Sa, 18. Nov 2000
Hallo !

Manchmal frage ich mich, warum die Leute mich immer so erstaunt ansehem, wenn ich ältere, nicht mehr so geläufige Ausdrücke oder Worte benutze. Dabei meine ich Worte wie "gelinde", "Zu diesem Behufe" oder "müßig". Diese drei Ausdrück sind nun nicht unbedingt repräsentativ oder besonders altertümlich, aber ich benutze solche Worte eben, wenn es der Situation angemessen ist. Dann fallen sie mir auch ganz selbstverständlich ein. Auch seltsam ist der Gebrauch von Fremdworten in der deutschen Sprache. Ich muß mir immer vorwerfen lassen, daß ich manchmal zu viele Fremdworte benutze. Dabei fallen mir spontan "guttural", "prätentiös" oder "kolportieren" ein. Alles Worte, die nicht gerade sehr schwer verständlich sind, oder ? Für mich sind sie jedenfalls normal.

Was haltet ihr davon ??

Daniel

17 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von (abgemeldet) nach 13 Stunden hilfreich
    Re: Alte deutsche Ausdrücke im Sprachgebrauch
    Hallo,
    auch ich habe für dero Worte eine Schwäche... und, wie ich feststellen musste, im Sprachgebrauch kommt es nicht immer gut an, da viele Gesprächspartner einfach der Meinung sind, dass man, durch Verwendung von wohlklingenden Fremdwörtern, einerseits die Sache nur unnötig kompliziert; ausserdem schwingt immer der Unterton der Angeberei und der hilflose Schrei nach Anerkennung bei einem vielleicht etwas zu überspitzten Fremdwort mit, und die Grenze zwischen "angebracht" und "daneben" ist sehr schmal...
    Das ist jedenfalls meine Meinung.... und ich bin inzwischen etwas zurückhaltender mit Worten, verwende häufiger `mal Wörter..:~)
    MfG
    Michael Zettler [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
    • Antwort von (abgemeldet) nach einem Tag hilfreich
      Alte deutsche Wörter und Fremdwörter
      Hallo, Deutschsprecher :-)))
      Hallo,
      auch ich habe für dero Worte eine Schwäche... und, wie ich
      feststellen musste, im Sprachgebrauch kommt es nicht immer gut
      an, da viele Gesprächspartner einfach der Meinung sind, dass
      man, durch Verwendung von wohlklingenden Fremdwörtern,
      einerseits die Sache nur unnötig kompliziert; ausserdem
      schwingt immer der Unterton der Angeberei und der hilflose
      Schrei nach Anerkennung bei einem vielleicht etwas zu
      überspitzten Fremdwort mit, und die Grenze zwischen
      "angebracht" und "daneben" ist sehr schmal...
      Das ist jedenfalls meine Meinung.... und ich bin inzwischen
      etwas zurückhaltender mit Worten, verwende häufiger `mal
      Wörter..:~)
      MfG
      Michael Zettler
      Doch noch einer, der den Unterschied zwischen Worten und Wörtern kennt *freu*

      Ansonsten gebe ich Dir auch recht, wiewohl ich beobachtem daß so manche Leute nicht den Mut haben nachzufragen, wenn sie ein Fremdwort nicht verstehen oder auch ein deutsches ...

      Zu Daniels Beispielen:
      "Guttural" wird ja nicht sehr häufig vorkommen, wenn man sich nicht gerade über Phonetik und Orthoepie unterhält.
      "Prätentiös" hätte ich auch nicht verstanden. Ist mir in meinem Leben auch nur ein einziges Mal untergekommen, nämlich beim Kronprätendenten Charles Edward Stewart in der schottischen Geschichte.
      "Kolportieren" ist ja fast schon deutsch ...
      Wie man "gelinde" nicht verstehen kann, verstehe ich - gelinde gesagt - nicht ganz.
      "Zu diesem Behufe" kommt heute nicht einmal mehr in den verstaubtesten Amtsstuben vor.
      • Antwort von (abgemeldet) nach einem Tag hilfreich
        Re: Alte deutsche Wörter und Fremdwörter
        Doch noch einer, der den Unterschied zwischen Worten und
        Wörtern kennt *freu*
        Was ist denn der Unterschied zwischen Worten und Wörtern?*grübel* "Guttural" wird ja nicht sehr häufig vorkommen, wenn man sich
        nicht gerade über Phonetik und Orthoepie unterhält.
        "Guttural" versteh ich ja noch, aber was heißt Othoepie;-) "Kolportieren" ist ja fast schon deutsch ...
        Und das einzige hier erwähnte Wort, das mir rein garnichts sagt. Wie man "gelinde" nicht verstehen kann, verstehe ich - gelinde
        gesagt - nicht ganz.
        "Zu diesem Behufe" kommt heute nicht einmal mehr in den
        verstaubtesten Amtsstuben vor.
        Aber Rollenspieler benutzen es oft!(Zumindest Fantesy und Mittelalter-Spieler

        Was ich mit diesem Posting artikulieren will ist:
        (Fast) Jeder kennt eine Menge Fremdworte, sogar der "typische" Bildleser, aber niemand kann alle kennen, das gilt auch für Experten der deutschen Sprache.
        Z.B.: Sagt jemandem das Wort "komplizit" etwas? (Nein, das ist kein Orthographischer Fehler).

        • Antwort von (abgemeldet) nach einem Tag hilfreich
          Re^2: Alte deutsche Wörter und Fremdwörter
          Doch noch einer, der den Unterschied zwischen Worten und
          Wörtern kennt *freu*
          Was ist denn der Unterschied zwischen Worten und
          Wörtern?*grübel*
          Huhu!

          wor|ten <sw. V.; hat> (Sprachw. selten); in Sprache umsetzen u. dadurch dem Bewusstsein erschließen, sich anverwandeln;<subst.> das Worten der Welt

          Wörter - Plural von Wort

          Quelle:
          Mr. Check...

          Pia
          • Antwort von nach einem Tag hilfreich
            Re^3: Alte deutsche Wörter und Fremdwörter
            Wer ist eigentlich dieser Mr. Check? ;-)

            Stehe mal auf dem Schlauch... ;-)

            Ansonsten hat komplizit was mit Komplize zu tun?
            dann wäre es irgendwie mitschuldig meine ich....

            und Otheopie findet selbst die sonst so schlaue Encarta nicht... ;-)

            Aber wird irgendwas lateinisches sein.. ;-)
            und das hatte ich nie ;-)

            Oder griechisch... aber das hatte ich noch weniger *schmunzel*

            Marco
            • Antwort von (abgemeldet) nach einem Tag hilfreich
              Orthoepie
              Hallo Marco, Aber wird irgendwas lateinisches sein.. ;-)
              und das hatte ich nie ;-)

              Oder griechisch... aber das hatte ich noch weniger *schmunzel*

              Griechisch paßt besser :-)))
              In der Schule hatte ich es gar nicht. Aber später habe ich einen Abendkurs besucht, allerdings "Neugriechisch". Naja, viel ist davon auch nicht mehr übrig.

              Die Lösung: Orthoepie ist die Lehre von der korrekten Aussprache.
              "Phonetik und Orthoepie" ist ein Fach für ausländische Studenten an der Wiener Uni, damit sie besser deutsch lernen. Marco
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re: Orthoepie
              kein Wunder, dass ich´s nichtmal annähernd was finden konnte ;-)

              Habe immer unter otheo geguckt ;-)

              Aber Ortho heißt natürlich exakt, genau, korrekt ;-)

              Und Epie.... ist ja dann doch irgendwie episch ;-)
              und somit hätte ich es auf erzählen gestuft,....

              So..... ;-)

              Und dann hätte ich gar net so unrecht gehabt ;-)

              Marco
            • Antwort von (abgemeldet) nach einem Tag hilfreich
              Re^4: Alte deutsche Wörter und Fremdwörter
              Wer ist eigentlich dieser Mr. Check? ;-)
              Guck mal links neben diesen Artikel.
              Da ist so ein grooooßer Button. ;o)

              Gruß
              Pia
            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re^5: Alte deutsche Wörter und Fremdwörter
              Cool.... danke... ist mir noch gar net aufgefallen ;-)

              Marco [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]


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