Ebenso / Gleichfalls
Von: , Frage gestellt am Di, 25. Mär 2008
Tach!
Beispielsituation: Ich bin in einem Laden und die Verkäuferin wünscht mir ein schönes Wochenende. Was muss ich dann antworten - "ebenso" oder "gleichfalls"?
LG
Tach!
Beispielsituation: Ich bin in einem Laden und die Verkäuferin wünscht mir ein schönes Wochenende. Was muss ich dann antworten - "ebenso" oder "gleichfalls"?
LG
Tach Kartal,
warum antwortest Du nicht "Danke, das wünsche ich Ihnen auch!"?
Erstens ist das ein ganzer Satz (Und ich bin ein erklärter Freund ganzer Sätze), zweitens ist es eine persönliche Anrede (Und die macht viel mehr her als ein kurz hingeworfenes Wort) und drittens nicmmt es auch nicht viel mehr Zeit in Anspruch.
Ich weiß, dass dies nicht die Antwort ist, die Du erwartet hast. Aber so bin ich eben: süß und erbarmungslos.
Gruß - Rolf
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Danke für Deinen Artikel! Rolf ich stimme Dir in allen Punkten
zu. Mich stört es auch, wenn ich Briefe oder emails erhalte mit der
Endung MfG oder LG. So viel Zeit sollte doch schon vorhanden sein,
um das auszuschreiben. Und das "gleichfalls" finde ich auch nicht nett. Ist auch hier nicht so viel Zeit vorhanden, um vernünftig und nett zu antworten? Gruss G.
Freunde ihr habt ich falsch verstanden. Ich möchte nur wissen, ob es einen Unterschied zwischen diesen beiden Wörtern gibt. Ich weiß dass es schöner klingt, wenn man einen netten Satz formuliert.
Und ich bin verdammt tippfaul xD .. das dazu
Beste Grüße meinerseits. Kartal
Nun, beste Kartal,
wenn du so karg schreibst, musst du dich nicht wundern, wenn es karge Antworten gibt.
Aber schauen wir doch mal, was das Wörterbuch sagt:
e}ben|falls <Adv.> [für älteres: ebenen Falls]: gleichfalls, auch: er war e. anwesend; danke, e.! (ich wünsche Ihnen das Gleiche).
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001
und
gleich|falls <Adv.>: in gleicher Weise; auch, ebenfalls: er hatte g. kein Glück; danke, g.!
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001
Siehst du nun einen großen Unterschied zwischen den beiden Wörtern?
Gruß Fritz
Hallo,
e}ben|falls <Adv.> [für
älteres: ebenen Falls]: gleichfalls, auch: er war e. anwesend;
danke, e.! (ich wünsche Ihnen das Gleiche).
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001
gleich|falls <Adv.>: in
gleicher Weise; auch, ebenfalls: er hatte g. kein Glück;
danke, g.!
© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001
...und der Vollständigkeit halber noch ebenso ;-) :
eben|so <Adv.>: in ebenderselben Weise, in der gleichen Weise, geradeso [sehr], genauso [sehr]
http://duden.xipolis.net/suche/trefferliste.php?such...
Gruß
Kreszenz
Was muss ich dann
antworten - "ebenso" oder "gleichfalls"?
LG
Hallo, Kartal,
ein auf einen freundlichen Wunsch hingeworfenes "Auch so!" oder "Gleichfalls!" halte ich für ebenso ungehörig, unfreundlich und unhöflich wie ein "LG" am Ende eines Postings. Ich bin mir darüber im Klaren, dass diese Abkürzung für die Floskel "Liebe Grüße" stehen soll, jedoch kann ich darin weder einen lieben noch einen freundlichen Gruß erblicken, sondern eben nur eine minimal der Form genügenden Versuch unwillig Verbindlichkeit vorzuspiegeln.
Gruß
Eckard
ein auf einen freundlichen Wunsch hingeworfenes "Auch so!"
oder "Gleichfalls!" halte ich für ebenso ungehörig,
unfreundlich und unhöflich wie ein "LG" am Ende eines Postings.
Das sind Höflichkeitsvorstellungen von vorgestern.
Wenn mir ein Freund einen schönen Tag wünscht, ist es nur natürlich, dies von Herzen in einem ganzen Satz zu beantworten; ich gehe davon aus, dass Kartal das ebenso handhabt. Die Floskel hingegen, die einen durch den Einzelhandel verfolgt, ist kein »freundliche[r] Wunsch«, wie du es siehst, vielleicht gerne hättest; sie ist der in Worte geronnene Wille des Chefs, mehr zu verdienen. Auch wenn sie’s unter nachvollziehbarem ökonomischem Druck macht: Durch die Verkäuferin wird diese Form der Höflichkeit entwertet, weil sie jedem noch so pampigen Laufkunden ›Schönen Tag!‹ hinterherzurufen geheißen ist – und nicht durch denjenigen, der auf das vorgeschriebene Lächeln der Verkäuferin und das pflichtgemäße Sprüchlein karg reagiert.
Wenngleich es freilich ein Mensch ist, der da lächelt und spricht: Ich kann nachvollziehen, dass sich so mancher auf das Minimum beschränkt, also auf ›Auch so!‹, ›Gleichfalls!‹, ›Ebenso!‹ usw., die ich – Bezug zur Frage – für weitgehend bedeutungsäquivalent halte; auch verstehe ich jeden, der sich dieser Farce durch Totalverweigerung entzieht, statt eine ihm unsympathische Verkäuferin anzulächeln und zu grüßen, die ihn – den ihr unsympathischen Kunden – nur anlächelt und grüßt, weil sie muss.
Dasselbe gilt für die Abschiedsformeln in Postings. Ich lege hier keinen Wert darauf, gegrüßt zu werden, schon gar nicht lieb. Ich möchte meine Frage beantwortet bekommen, so wie ich hier Fragen beantworte, unabhängig davon, ob sich ein anderer mit irgendwelchen Formeln abkaspert. Wer von einem Wildfremden mehr verlangt als überhaupt ein Signal, dass die Botschaft zu Ende ist, leistet der Heuchelei – wenn auch mit besten Absichten – gehörigen Vorschub. ›Gruß‹, ›Schöne Grüße‹ oder meinethalben auch ›LG‹ sind in diesem Kontext für mich gleichwertig mit dem, was ich jetzt unter dieses Posting setze: meinen Namen.
Christopher
Das sind Höflichkeitsvorstellungen von vorgestern.
Begin
{
schöne neue Welt. Kippen wir also sämtliche Höflichkeit in den Ausguss, denn wir sind ja modern und ergebnisorientiert. Freundlichkeit ist in diesen modernen Zeiten Heuchelei.
Man platze also in Zukunft mit den Fakten ins Haus, der ganze soziale Tand kommt in den Keller.
Dass da aber ein Mensch am anderen Ende des Tresens ist, das fällt Dir noch auf, oder?
}End.