Hallo Gernot,
ich komme nicht aus Bayern, habe lediglich eine gewisse Affinität zur Österreichischen / Süddeutschen Dialektgruppe (die dazu führte, dass ich heuer lange für Hochsprache hielt). Ob dies allerdings als Begründung dafür genügt, dass ich den Satz
(12.c) Er möchte arbeiten, obwohl er nicht arbeiten mag.
für äußerst unverständlich halte, während ich
(12.d) ?Er mag arbeiten, obwohl er nicht arbeiten möchte.
ohne weiteres als "er arbeitet ja, obwohl er gerade überhaupt keine Lust hat" interpretiere, vermag ich nicht zu beurteilen.
Aus dem Wienerischen kenne ich aber die Form "I mechat" als richtigen Konjunktiv II, als etwas unmögliches: "Ich würde gerne, aber es geht ja nicht"; und im Gegensatz dazu "I måg" als möglich: "Ich möchte das jetzt, setz das mal bitte um."
Liebe Grüße,
Immo