Syntaxanalyse

Von: , Frage gestellt am Mi, 17. Jun 2009

Hallo
Wir schreiben eine Arbeit zum Thema syntaxanalyse und da habe ich mir einen Text rausgesucht. Dabei hatte ich folgende Fragen, wäre nett wenn mit jemand helfen würde :) :
1. "Titan ist das vierthäufigste Metall der Erdrinde." "Titan" ist Ergänzung im Nominativ, "ist" ist finites Verb, ist "das vierthäufigste Metall" jetzt noch eine Ergänzung im Nominativ oder ein prädikatsnomen? Und: Ist "der Erdrinde" ein Attributive Angabe oder eine Ergänzung im Nominativ? grammatikalisch kann man es weglassen, aber inhaltlich würde es keinen Sinn ergeben, also weiß ich jetzt nicht ob das eine Angabe oder eine Ergänzung ist. Danke.
2. "Er nannte das Element Titan, nach den ersten Kindern der Götter von Erde und Luft, den Titanen." "Er" ist Ergänzung im Nominativ, "nannte" das gebeugte Verb, "das Element" Ergänzung im Akkusativ und "Titan" noch mal eine Ergänzung im Akkusativ? "nach den ersten Kindern" ist ein Präposizionalobjekt im Dativ, "der Götter von Erde und Luft" wäre dann ein Attribut oder eine Ergänzung im Genitiv? ",den Titanen" wäre dann noch eine Ergänzung im Dativ, aber hier mit Präposition oder ohne?
3. Bei Präpositionalangaben mit Sinnrichtung, wie benennt man diese? Bsp: "seit drei Jahrzehnten". Ist das ein Präpositionalobjekt im Dativ oder eine Temporale Angabe?
4. "Daher": "Man spricht im Fachjargon daher auch von Biokompatibilität": "daher" ist eine Angabe, nur welche Sinnrichtung? Temporal, Modal, Kausal, Konzessiv, Adversativ, Kausal...?
Vielen Dank schon jetzt für eure Antworten.
MfG
hahihu

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Syntaxanalyse

    Hi, hahihu!
    4:1. "Titan ist das vierthäufigste Metall der Erdrinde." "Titan"ist Ergänzung im Nominativ,
    "Titan" ist Subjekt.
    "ist" ist finites Verb,
    also hier: Prädikat eines Hauptsatzes ist "das
    vierthäufigste Metall"
    ein prädikatsnomen. 2. "Er nannte das Element Titan, nach den ersten Kindern der
    Götter von Erde und Luft, den Titanen." "Er" ist
    wieder das Subjekt. "nannte" das gebeugte Verb,
    also das Prädikat "das Element"
    Ergänzung im Akk. -
    von Erde und Luft"
    ist (auf die "Frage "was für ...?") ein Attribut ",den Titanen" wäre dann
    Apposition 3. Bei Präpositionalangaben mit Sinnrichtung, wie benennt man
    diese? Bsp: "seit drei Jahrzehnten". Ist das eine
    eine Temporale Angabe, denn man frägt "seit wann?" 4. "Daher": "Man spricht im Fachjargon daher auch von
    Biokompatibilität"
    "daher" ist eine Angabe, nur welche
    Sinnrichtung?
    Kausal,
    denn es gibt einen Grund an. Konzessiv, Adversativ,
    Nein, damit sind ja Gegensätze gemeint.
    Mach's gut!
    Hannes

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: Syntaxanalyse

      Hallo
      Erstmal vielen Dank für die Antworten.

      "Er nannte das Element Titan, nach den ersten Kindern der Götter von Himmel und Erde, den Titanen."
      Aber hier doch "den Titanen" ebenfalls ein Objekt zu nennen, oder? Man kann ja das gaze dazwischen auslassen und sagen "...Titan, nach den Titanen". Dann wäre "den ersten Kindern der Götter von Luft und Erde" doch eher ein Attribut zu "den Titanen", oder?
      Danke schon jetzt.
      MfG
      hahihu

      • Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Syntaxanalyse

        "Er nannte das Element Titan,
        nach den ersten Kindern
        Ich halte das für einen modalen Präpositionsausdruck (zur Erläuterung, WIE er das Element benannt hat). Götter von Himmel und Erde, den Titanen."
        Aber hier doch "den Titanen" ebenfalls ein Objekt
        Siehe oben! zu nennen, oder?
        "den Titanen" ist Apposition zu "den ersten Kindern" Man kann ja das gaze dazwischen auslassen und sagen
        "...Titan, nach den Titanen". Dann wäre "den ersten Kindern
        der Götter von Luft und Erde" doch eher ein Attribut zu "den
        Titanen", oder?
        Wenn du es so auf den Kopf stellst, schon. Aber so lautet der Satz doch nicht. "Titanen" ist zur Erklärung beigefügt, deshalb Beifügung/Apposition. Danke schon jetzt.
        Gern geschehen.
        Hannes

        • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Syntaxanalyse

          "Er nannte das Element Titan,
          nach den ersten Kindern
          Ich halte das für einen modalen Präpositionsausdruck (zur
          Erläuterung, WIE er das Element benannt hat).
          Ich denke, wir meinen in etwa das gleiche, ich würde's einfach als den nominalen Teil einer Präpositionalphrase bezeichnen, Kopf der PP ist hier ebenfalls "nach", was zuvor ja schon Kopf der PP mit "den ersten Kindern (usw.)" war.

          Gruß,
          - André

    • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Syntaxanalyse

      Hi, hahihu!
      4:1. "Titan ist das vierthäufigste Metall der Erdrinde." "Titan"ist Ergänzung im Nominativ,
      "Titan" ist Subjekt.
      "ist" ist finites Verb,
      also hier: Prädikat eines Hauptsatzes ist "das
      vierthäufigste Metall"
      ein prädikatsnomen.
      Nicht ganz, das Prädikat ist hier nicht "ist", sondern "ist das vierthäufigste Metall der Erdrinde", wovon der Teil nach dem "ist" wie du schon sagtest, das Prädikatsnomen ist. 2. "Er nannte das Element Titan, nach den ersten Kindern der
      Götter von Erde und Luft, den Titanen." "Er" ist
      wieder das Subjekt. "nannte" das gebeugte Verb,
      also das Prädikat
      Das finite Verb ist nicht gleich dem Prädikat. Das direkte Objekt gehört ebenfalls zum Prädikat. Ich denke, das müsste "das Element" hier sein. Ob "Titan" dazu gehört, weiß ich nicht. "das Element"
      Ergänzung im Akk. -
      Man spricht hier eher vom direkten Objekt. "Ergänzung" habe ich in einer syntaktischen Analyse noch nie gehört.

      Aber was genau ist in dem Satz "Titan"? von Erde und Luft"
      ist (auf die "Frage "was für ...?") ein Attribut ",den Titanen" wäre dann
      Apposition
      3. Bei Präpositionalangaben mit Sinnrichtung, wie benennt man
      diese? Bsp: "seit drei Jahrzehnten". Ist das eine
      eine Temporale Angabe, denn man frägt "seit wann?"
      Genauer gesagt, ein Adjunkt (wenn's um Syntax geht). 4. "Daher": "Man spricht im Fachjargon daher auch von
      Biokompatibilität"
      "daher" ist eine Angabe, nur welche
      Sinnrichtung?
      Kausal,
      denn es gibt einen Grund an. Konzessiv, Adversativ,
      Nein, damit sind ja Gegensätze gemeint.
      Mach's gut!
      Hannes
      Sonst geh ich mit.
      Gruß,
      - André

      • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: Syntaxanalyse

        Man spricht hier eher vom direkten Objekt. "Ergänzung" habe
        ich in einer syntaktischen Analyse noch nie gehört.
        Huch, ich sehe, der Originalposter hat das Wort selbst verwendet...
        Ich wüsste auf Anhieb nicht, was eine Ergänzung ist. Ein Adjunkt? Ein Objekt? Oder allgemein ein Argument?

        Grüße,
        - André

        • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Syntaxanalyse

          Hallo André,

          eine Ergänzung ist in der Tat irgendein Argument, mitunter auch ein Objekt:
          Das Problem ist nämlich in der Fragestellung zu suchen: Hahihu verrät uns ja nicht, ob und was er studiert oder ob er noch in die Schule geht, und wenn dies der Fall ist, in welche Klasse, und nach welchem Lehrbuch dort unterrichtet wird.
          Die Syntaxanalyse wird nämlich leider nicht so einheitlich durchgeführt wie sie vielleicht sollte: So bezeichnet in der deutschen Grammatik der Begriff "Prädikat" klassischerweise nur die Verbform (im Gegensatz zur vergleichenden Sprachwissenschaft, wo eben auch die Objekte dazugehören), allerdings nicht nur die gebeugte: "Ich habe nicht schuld sein wollen" - hier ist "habe nicht sein wollen" das Prädikat. Zugegebenermaßen leicht verwirrend, aber so wird das meist in der Schule unterrichtet.
          Dort haben wir auch zu Objekten "Objekt" gesagt, zum Prädikativum allerdings manchmal "Ergänzung" (es hieß, "Prädikatsnomen" und "Nominativergänzung" bezeichnen dasselbe).
          Den Begriff "Ergänzung im Nominativ" für "Subjekt" habe ich noch nie gehört, aber in Anbetracht der bunten Vielfalt von Syntaxschulen halte ich es nicht für unmöglich.

          Im Grunde genommen kann man dem UP also nur helfen, wenn man weiß, auf welcher Grundlage er unterrichtet wird, ansonsten ist alles bisher geäßerte auch irgendwie richtig; und aus diesem Grunde halte ich mich auch mit der mir aus der 5. Klasse bekannten Syntaxanalyse zurück.

          Liebe Grüße
          Immo

          • Antwort von nach 18 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: Syntaxanalyse

            Vielen Dank, Immo.
            Da von "Syntaxanalyse" die Rede war und wir das in der Schule nie so genannt haben (bei uns hieß das glaub einfach "Satzglieder bestimmen" o.Ä.), ging ich automatisch davon aus, dass der UP das für die Uni braucht.

            Mal sehen, vielleicht meldet er/sie sich nochmal...

            Gruß,
            - André

            • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: Syntaxanalyse

              Hallo
              'tschuldigung, hab das hier vollkommen übersehen udn war auch noch mit anderen Arbetien (Mathe, Physik, griechisch...) beschäftigt.
              Danke erst einmal für all eure antworten.
              Bei uns ist das 8. Klasse Gymnasium Berlin, allerding meint unser Deutschlehrer, dass wir relativ leistungsstark sind und macht mit uns schon ein bisschen 1. Semster Germanistik-Studium (was ich eigentlich recht gut finde).
              Wir haben das immer so gemacht:
              Unterschied zwischen Angabe und Ergänzug. Angabe ist nicht zwingend erforderlich, während eine ergänzung unbedingt hin muss, sonst würde ein Satz keinen Sinn ergeben.
              Als Angabe haben wir bis jetzt immer nur mit Sinnrichtungen gemacht (->Modale Angabe, Temporale Angabe, etc.). Ergänzung kennen wir so:
              Ergänzung im z.B. Nominativ, Genitiv, usw.
              Ab und zu auch mal modale ergänzung, aber eher selten.
              Alle Verbformen unterscheiden wir frundsätzlich mit "Verb finit" und "Verb infinit". Als finite zählen bei uns die gebeugten und alles andere (also Infinitive, Partizipien, Präfixe...) als infitnite.
              So hab ich's mir gedacht.
              (Wir haben aber noch Prepositionalobjekt, Prädikatsnomen, etc. gemacht, aber das war nur als Schema).
              Danke trotzdem,
              MfG
              hahihu

              Ps.: ich bin ein Er ;-)



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