PIV-Rechner aufrüsten

Hallo,

ich habe derzeit einen PIV 1,8GHz auf einem MSI Motherboard (MSI 645 Ultra/MS-6547) und mit 512 MB DDR-RAM.

Ich würde den Prozessor gerne gegen eine 3GHz-Version austauschen.

Ich bin da leider ziemlich unbeleckt. Habe bisher nur PCI-Karten eingebaut, Netzteile und Prozessorlüfter getauscht.

Was gibt es beim Prozessorupgrade zu beachten? Ist das so einfach, wie ich es mir vorstelle? Lüfter abmontieren, alten Prozessor raus, neuen rein, Lüfter drauf und alles geht wieder - nur schneller?

Gruß, Jost

Wird wohl so einfach nicht gehen…

Was gibt es beim Prozessorupgrade zu beachten? Ist das so
einfach, wie ich es mir vorstelle? Lüfter abmontieren, alten
Prozessor raus, neuen rein, Lüfter drauf und alles geht wieder

  • nur schneller?

Ich glaube, das kannst du ganz vergessen. Ich kenne mich zwar mit Intel-Systemen nur sehr wenig aus, aber so wie ich das sehe, wird das nix. Das MSI 645 Ultra hat den alten SiS645 - Chipsatz drauf, der nur alte Prozessoren mit FSB400 unterstützt. Alle neuen PIV haben aber 800 MHz oder wenigstens 533 MHz FSB-Takt.

So wie ich die Sache sehe, wirst du also das Mainboard mit austauschen müssen, wenn du einen aktuellen P4 einbauen willst und möglicherweise auch das Netzteil (falls es zu schwach ist - aktuelle P4-CPU’s verbrauchen fast doppelt so viel Strom, wie dein alter) und den Speicher (falls du noch PC266 oder so drin hast und einen „großen“ P4 mit HT und FSB800 einsetzen willst - ich glaube nicht, dass man auf P4-Systemen den Speicher niedriger als den FSB takten kann…).

Aber wie gesagt, ich kenn’ mich nicht gut aus mit Intel-Systemen, ich bis ein AMD-Fachmann. Ich würde dir also raten, noch ein paar Meinungen aus der Intel-Fraktion einzuholen. *g*

Falls ich Recht habe und du sowieso Mainboard und Speicher mit ersetzen musst, würde ich dir allerdings vom Kauf eines neuen P4 (zumindest auf Sockel478 - Basis) abraten, denn diese CPU’s sind teuer, technisch veraltet, sehr stromhungrig und können mit aktuellen Konkurrenzprodukten von AMD nicht mehr wirklich mithalten.
Bei einem größeren Upgrade wurde ich daher momentan auf den Sockel939 und einen AMD Athlon 64 setzen.

Hallo,

hier nun mal etwas von der Intel Front. Vom Prinzip hat Jesse Bee schon alles richtig erklärt.

Die Hardware muss zwingend untereinander harmonieren. Das ist bei allen Systemen so.
Vom Chipsatz hier ist das Board nicht das gescheiteste, da ‚etwas‘ überholt. Das Board verkraftet max P4 1.6GHZ und 400MHZ FSB
http://www.msi-technology.de/produkte/main_idx_view…

Wenn ich aufrüsten wollte, dann richtig. Okay, es muss keine P4 3.4 sein … ist einfach eine Frage des Geldes. Aufrüsten zieht auch immer mehr mitsich als man denkt, so wie Jesse Bee das auch schon beschrieb.

Es gibt so günstige, qualitativ hochwertige Komplettrechner für „kleines Geld“ --> http://www.dell.de/tv
Überschlag einfach mal:
aktueller CPU: ~200€
passendes MoBo ~100€
neues Netzteil ~70€
RAM ~ 80€ (512MB solltens schon sein)
Dann noch als unerfahrener den Einkauf kombinieren (Zusammenspiel der Hw) und einbauen ?!

Grüße, olli
PS: Vergiss beim evtl. Hw-Update die Wärmeleitpaste nicht!!!

Denke, geht auch billiger:

Es gibt so günstige, qualitativ hochwertige Komplettrechner
für „kleines Geld“ --> http://www.dell.de/tv
Überschlag einfach mal:
aktueller CPU: ~200€
passendes MoBo ~100€
neues Netzteil ~70€
RAM ~ 80€ (512MB solltens schon sein)
Dann noch als unerfahrener den Einkauf kombinieren
(Zusammenspiel der Hw) und einbauen ?!

Hmmm, ich denke, ein bischen günstiger gänge das mit dem Aufrüsten schon. :smile:

Wenn DDR266 (PC2100) - Speicher drin ist und ein ausreichend starkes Netzteil (Markennetzteil ab 350 Watt oder Billignetzteil ab 400 Watt), könnte man auf Intel-Basis z.B. mit einem Pentium 4 518 (Prescott 2,8 GHz, FSB533) für ca. 165 EUR und einem passenden, aktuellen Sockel 478 - Mainboard (z.B. das MSI 7008 PT880 Neo-LSR mit VIA PT880 - Chipsatz für ca. 65 EUR) aufrüsten.
-> insg. ca. 230 EUR

Besser wäre es natürlich, einen leistungsfähigeren Pentium 4 - Prozessor mit FSB800 und HT zu kaufen, z.B. P4 530 (3,0 GHz, HT, FSB800) für ca. 175 EUR und den Speicher gegen DDR400 (PC3200) auszutauschen. Dann kommen nochmal ca. 80 EUR für den Speicher (z.B. 512 MB MDT PC3200 oder Corsair Value RAM PC3200 CL2,5) dazu.
-> insg. ca. 320 EUR

Die bessere Alternative wäre bei Komplettupgrade dann aber ein Athlon 64 - System zum selben Preis. Z.B. Athlon 64 3000+ (Newcastle, 2 GHz) mit Boxed-Kühler für 165 EUR, Mainboard MSI K8T Neo-FSR für 85 EUR, Speicher s.o. für ~80 EUR)
-> insg. ca. 330 EUR

Netzteil würde ich nur neu kaufen, wenn das alte sich als zu schwach herausstellt. Hier kann ich nur wärmstens das Tagan TG380-U01 empfehlen, das ist unhörbar leise, bärenstark und kostet nur 50 EUR.

Bei Dell zahlt man für einen Rechner mit o.g. Ausstattung, Einsteigergrafikkarte, 120er Festplatte und DVD-Brenner mal eben 700 EUR. Okay, dafür braucht man selbst nicht basteln und hat Komplettgerantie. Kann man ja selbst entscheiden, was man braucht und wie man besser kommt.

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Hallo Olli,

Vom Chipsatz hier ist das Board nicht das gescheiteste, da
‚etwas‘ überholt. Das Board verkraftet max P4 1.6GHZ und
400MHZ FSB

Ist ja witzig. Trotzdem haben die Fujitsu-Leute ab Werk einen P4 1.8GHz eingebaut?

Es gibt so günstige, qualitativ hochwertige Komplettrechner
für „kleines Geld“ --> http://www.dell.de/tv
Überschlag einfach mal:
aktueller CPU: ~200€
passendes MoBo ~100€
neues Netzteil ~70€

Netzteil brauche ich wohl nicht. Habe eins, dass angeblich 550 Watt bietet. Selbst wenn das nicht 100 pro stimmt, sollte es reichen.

RAM ~ 80€ (512MB solltens schon sein)

512MB müssen es sein. Mit weniger läuft XP noch nicht mal vernünftig.

Mein Problem beim Kauf eines neuen Rechners ist nur: Ich müsste den ganzen Dreck neu installieren. Für die individuelle Anpassung des Systems ging so viel Zeit drauf. (Viele kleine Tools und Veränderungen in der Registry.) Ich habe einfach keine Lust, das alles neu zu machen und dachte, mit einem Prozessorupgrade und später vielleicht einer neuen Grafikkarte ziehe ich mich am elegantesten aus der Affäre.

Gruß, Jost

Die bessere Alternative wäre bei Komplettupgrade dann aber ein
Athlon 64 - System zum selben Preis. Z.B. Athlon 64 3000+
(Newcastle, 2 GHz) mit Boxed-Kühler für 165 EUR, Mainboard MSI
K8T Neo-FSR für 85 EUR, Speicher s.o. für ~80 EUR)
-> insg. ca. 330 EUR

Hallo Jesse,

wie schon beim der Antwort auf Ollis Post erwähnt, ziehe ich ein Upgrade dem Neukauf vor. Deshalb danke für Deine ausführlichen Vorschläge.

Von den Kosten wären 330 Euro okay. Warum ein Athlon? Wie leise ist der mitgelieferte Kühler denn? Ein Pentium hätte für mich den Vorteil, dass ich den Artic-Cooler der jetzt drin ist, weiter verwenden könnte. Der soll bis 3 GHz gehen.

Netzteil würde ich nur neu kaufen, wenn das alte sich als zu
schwach herausstellt. Hier kann ich nur wärmstens das Tagan
TG380-U01 empfehlen, das ist unhörbar leise, bärenstark und
kostet nur 50 EUR.

Danke für den Tipp. Habe ein LC-Power Gold Netzteil drin, was angeblich 550 Watt leistet.

Gruß, Jost

Von den Kosten wären 330 Euro okay. Warum ein Athlon? Wie
leise ist der mitgelieferte Kühler denn? Ein Pentium hätte für
mich den Vorteil, dass ich den Artic-Cooler der jetzt drin
ist, weiter verwenden könnte. Der soll bis 3 GHz gehen.

In meinen Augen ist der Arctic Silencer kein Vorteil, sondern ein Fluch. :smile:
Nee im Ernst, von der Lautstärke her ist er okay, wenn man nichts besseres gewohnt ist, aber von der Kühlleistung ist er höchstens unters Mittelfeld.
Arctic Cooling ist einer dieser Billighersteller, die den Mund mit blumigen Werbeaussagen immer randvoll nehmen, deren CPU-Kühler die Versprechungen aber bei weitem nicht halten können. So einen Kühler auf einen 3 GHz - Prozessor zu pflanzen ist schon fast Mord.

Zum Athlon 64:
Dieser Prozessor ist zur Zeit der modernste, käufliche PC-Prozessor und hat Intels Pentium 4 in vielen Belangen weit hinter sich gelassen. Er ist im Multimedia- und Spielebereich leistungsmäßig deutlich überlegen und in Officeanwendungen zumindest gleichwertig.
Ein großer Vorteil (auch hinsichtlich der Kühlung) ist der geringe Stromvorbrauch und damit die geringe Wärmeentwicklung. Der Athlon 64 verbraucht maximal 60% der Energie, die ein gleichstarker P4 benötigt. Darüberhinaus hat er ein Energiemanagement, was ähnlich wie in Notebooks funktioniert und die Leistungsaufnahme und Wärmeentwicklung (und damit auch die Lüfterdrehzahl) immer an die gerade benötigte Prozessorleistung anpasst. So ist der Athlon 64 selbst mit dem Boxed-Kühler im Normalbetrieb sehr leise, nur wenn man mal ein aufwendiges Game zockt, wird er deutlicher hörbar.

Mal zum Vergleich: Ein Pentium 4 3 GHz dürfte sowohl im Officebetrieb, als auch bei voller Prozessorleistung so zwischen 70 - 100 Watt konsumieren. Ein Athlon XP 3000+ genehmigt sich bei voller Last selten mehr als 50 Watt, beim Briefe tippen sind es nurmehr ca. 20 Watt.

Weitere Gründe für den Athlon 64: er kann schon heute mit 64bit-Software umgehen und verhindert in Hardware das Ausführen von Virencode per Bufferoverflow (muss durch das OS unterstützt werden - Windows XP SP2 kann es). Und wenn du für den Athlon 64 ein Motherboard mit nForce3 250 - Chipsatz kaufst, bekommst du sogar noch eine integrierte Hardwarefirewall gratis dazu. :smile:

Danke für den Tipp. Habe ein LC-Power Gold Netzteil drin, was
angeblich 550 Watt leistet.

Das LC-Power ist zwar auch so ein Billigprodukt mit vollmundigen Werbeaussagen und schafft in der Realität lange keine 550 Watt, aber es reicht trotzdem spielend für einen 3 GHz - Prozessor, eine High End-Grafikkarte und mindestens so viel Speicher, so viele Laufwerke und Lüfter, wie du in deinen PC maximal einbauen kannst. :wink:

Mein Problem beim Kauf eines neuen Rechners ist nur: Ich
müsste den ganzen Dreck neu installieren. Für die individuelle
Anpassung des Systems ging so viel Zeit drauf. (Viele kleine
Tools und Veränderungen in der Registry.) Ich habe einfach
keine Lust, das alles neu zu machen und dachte, mit einem
Prozessorupgrade und später vielleicht einer neuen Grafikkarte
ziehe ich mich am elegantesten aus der Affäre.

Sorry, dass ich mich hier mal einmische, aber da ja nun geklärt sein dürfte, dass es bei einem reinen CPU-Upgrade nicht bleibt, ist dieser Vorteil wohl hinfällig. :stuck_out_tongue:
Ein neues Board zieht zwar nicht ganz zwangsläufig eine Neuinstallation nach sich, doch ist diese zumindest SEHR ratsam. Wie ich schon an anderer Stelle geschrieben habe - spätestens wenn man durch Probleme beim Verpflanzen des alten Systems anfängt, mit der Reparaturkonsole die Registry zu tweaken und irgendwann gar nichts mehr geht, fragt man sich dann meist doch, ob eine Neuinstallation nicht sinnvoller gewesen wäre (Erfahrungswerte)… :smile:

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Ein neues Board zieht zwar nicht ganz zwangsläufig eine
Neuinstallation nach sich, doch ist diese zumindest SEHR
ratsam.

Oh :frowning: Wegen der Boardtreiber? Dann lasse ich das wohl besser ganz mit dem Upgrade und warte, bis der Rechner gar nicht mehr reicht.

Gruß, Jost

Ein neues Board zieht zwar nicht ganz zwangsläufig eine
Neuinstallation nach sich, doch ist diese zumindest SEHR
ratsam.

Oh :frowning: Wegen der Boardtreiber? Dann lasse ich das wohl besser
ganz mit dem Upgrade und warte, bis der Rechner gar nicht mehr
reicht.

Ach, ist doch alles halb so schlimm. Unter Windows XP sollte es schon funktionieren, wenn du die Platte in den neuen PC baust, mit der Installations-CD startest und Install -R ausführst. Bei der Reparaturinstallation werden die Systemdateien neu angelegt und somit automatisch an deinen neuen PC angepasst.
Wenn es nicht klappt, kannst du dann immer noch neu installieren.
So schlimm ist das doch auch nicht, ich habe heute bereits eine Neuinstallation hinter mir. Ca. 5 Stunden Arbeit für Win 98 -> Windows XP, Mainboardtreiber, Grafiktreiber und ca. 15 Programme installieren und die Daten wieder dahin schieben, wo sie im alten System auch waren - das ist doch erträglich. Und die Freude über so eine geleckte, neue Installation ist schließlich auch was wert. *g*

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Ach, ist doch alles halb so schlimm. Unter Windows XP sollte
es schon funktionieren, wenn du die Platte in den neuen PC
baust, mit der Installations-CD startest und Install -R
ausführst.

Da bin ich mir nicht sicher. Schließlich ist das nur eine OEM-Version von XP Home. Ich befürchte, die installierte sich nicht auf einem anderen PC.

So schlimm ist das doch auch nicht, ich habe heute bereits
eine Neuinstallation hinter mir. Ca. 5 Stunden Arbeit für Win

Okay, dann dauert es bei mir 10 Stunden. Ich bin Perfektionist - zumindest, was die Programmeinstellungen angeht. Für einen Hardware-Perfektionisten habe ich bisher noch nicht genug Wissen.

Trotzdem würde es mich mal reizen, einen richtig leisen und trotzdem leistungsstarken Rechner aufzubauen. Am besten mit Wasserkühlung und so, dass alle Komponenten leicht austauschbar/aufrüstbar sind. - aber das ist jetzt etwas OT.

Gruß, Jost