Nee, so ein Populismus 
Hey Jesse (und natürlich auch alle anderen ^^),
Hi Maurice 
vor ner woche hatten wir ja die Diskusiion über Dothans etc…
jetzt lies dir das durch:
http://www.testticker.de/personal/article.asp?Articl…
Oh man, das Dothan - Ding ist auf 2,8 GHz übertaktet (normaler Takt ist 2,0 GHz - voll hardcore, flüssiger Stickstoff oder wie *g*). Der Athlon 64 4000+ hat regulär „nur“ 2,4 GHz - da isses doch kein Wunder, wenn der Dothan gewinnt. Bei gleichem Takt ist der Dothan langsamer als der Athlon 64 und weit über 2,2 GHz sind mit dem aktuellen Pentium M - Design nicht drin (jedenfalls nicht bei dem aktuellen, geringem Stromverbrauch).
Der Vergleich is also bissel hirnrissig, wenn man den Athlon 64 4000+ auch um 40% übertaktet (mit 3,0 GHz hab ich ihn immerhin schon gesehen), will ich gern mal sehen, wer schneller ist.
Intel will doch Dual Core CPU’s rausbringen, wieso machen ses
ned mitm Dothan? Dann hätten sie auch keine Hitzeprobleme.
Du siehst das leider alles ein bischen sehr einfach. Das isses aber nicht.
Intel forscht sehr intensiv an Desktop-Prozessoren auf Pentium M-Basis (auch Dual-Core). Dass diese den Pentium 4 in absehbarer Zeit ablösen werden, steht praktisch schon länger fest.
Der Dothan ist aber hinsichtlich einiger Kriterien für das Desktopsegment eher ungünstig. Das Design lässt keine hohen Taktraten zu und falls man den Dothan überhaupt je über ~2,5 GHz bekommen sollte (was bei einer vernünftigen Ausbeute recht schwierig sein dürfte), ist es mit dem geringen Strombedarf schlagartig aus.
Da der Athlon 64 explizit für höhere Taktraten designed ist, bei derselben Taktrate mindestens dieselbe Leistung bringt und mittlerweile schon bei ähnlich geringen Stromverbräuchen in 90 nm gefertigt wird, hätte der Pentium M im derzeitigen Design keine reale Chance im Desktopbereich.
Der einzige Ausweg wäre, ihn sofort als DualCore-Prozessor zu verwursten - was aber erstens etwas problematischer ist, als beim Athlon 64 (der von Anfang an für Dual Core designed war) und zweitens gegenüber Singlecore-CPU’s eine deutliche Taktreduzierung erfordert, um die Verlustleistung zu begrenzen. Dabei entsteht das Problem, das 2 x 2 GHz leistungsmäßig aber nicht gleich 4 GHz ergibt. Das funktioniert selbst annähernd nur mit Software, die Simultaneous Multiprocessing unterstützt. Auf die Performance von Computerspielen hätte der zweite Kern z.B. gar keinen Einfluss, die würden auf einem Dualcoreprozessor mit 2 x 2 GHz nicht schneller laufen, als auf einem Singlecoreprozessor mit 2 GHz. Da aber Computerspiele noch immer Grund Nr. 1 sind, sich einen schnellen Prozessor zu kaufen, ist Dual Core im Desktopsegment derzeit eher kontraproduktiv.
Es gibt da also noch eine Reihe von Problemen, die Intel lösen muss. Das Dothan-Design wird vor dem Einstieg der Pentium M - Technik im Desktop-Segment sicher noch mal sehr stark umgekrempelt. Schätze, vor Ende 2006 bis Mitte 2007 wird das nix werden. Bis dahin wird schätzungsweise noch das Pentium 4 - Design, möglicherweise in Dual Core - Technik, hinhalten müssen.
Naja sagt mal was ihr davon haltet 
Intel hat sich zu lange auf seinen Lorbeeren ausgeruht, AMD hat derzeit im Prozessorbereich einen großen technischen Vorsprung, der nicht so einfach aufholbar sein dürfte. Das wird sich in den nächsten Monaten auch verstärkt im Notebook-Segment zeigen. Die neuen Mobile Sempron - Prozessoren für S754 in 90 nm werden dem Pentium M das Leben extrem schwer machen, da sie bei vergleichbarer Leistung ähnlich stromsparend sind, dabei aber höhere Taktraten erlauben (wie schon gesagt, der Dothan ist taktmäßig ziemlich am Limit angelangt, vielleicht gehen noch 2,2 GHz bei unter 30 Watt, mehr dürfte mit dem aktuellen Design nicht drin sein).
LG, Jesse