Prozessor justieren ?

Hallo liebe Wissende ?

Macht es einen Unterschied , für einen „Normaluser“ ob ich INtel oder AMD verbaut habe ?

Zweite frage: in der neuesten Ausgabe einer PC-Postille (Chip?)
wird das übertakten für einen AMD Prozessor propagiert.
machen sie aus einem 140.00 € Prozessor einen der sonst 800,00 € kosten würde.
(das sind die Eckwerte wie ich sie eben am Kiosk lesen konnte)

ist das seriös ?
macht das der Prozessor lange mit ?

Danke für Eure Meinungen.
t.

Moin

Macht es einen Unterschied , für einen „Normaluser“ ob ich
INtel oder AMD verbaut habe ?

Normaluser = Büroarbeiten ? Nicht wirklich. Intel ist evtl. ein paar Euro teuerer, AMD ist evtl. ein bisschen leiser. Aber das sind Promille-Unterschiede.

ist das seriös ?

Es geht nicht immer. Es ist vorallem für Ottonormal nicht so einfach umzusetzten wie es da dargestellt wird.

Ausserdem: wenn man 6-8 Monate wartet ist die heutige 800 Euro-CPU auch schon erschwinglich.

macht das der Prozessor lange mit ?

Kann Jahre gut gehen, muss aber nicht. Bei Ottonormal würd ich auf Wochen tippen.

cu

Hi Tamansari,

Macht es einen Unterschied , für einen „Normaluser“ ob ich
INtel oder AMD verbaut habe ?

Das kommt drauf was der Normaluser mit seinem PC macht, für Spiele sind die AMD-Prozessoren besser, bei Büroanwendungen oder Video-Bearbeitung haben meist die Intel-Prozessoren die Nase vorne (wegen Hypertreading).

Zweite frage: in der neuesten Ausgabe einer PC-Postille
(Chip?)
wird das übertakten für einen AMD Prozessor propagiert.
machen sie aus einem 140.00 € Prozessor einen der sonst 800,00
€ kosten würde.
(das sind die Eckwerte wie ich sie eben am Kiosk lesen konnte)

ist das seriös ?
macht das der Prozessor lange mit ?

Das stand in der CHIP 01/05, die haben einen AMD 64 3000+ mit Winchester-Kern auf das Niveau eines 4400+ übertaktet. Wenn der Prozzi gescheit gekühlt wird macht er das auch lange mit. Ob das seriös ist, schwer zu beurteilen, aber ich denke das Garantieansprüche darunter leiden im Fall des Falles.

mfG

McStone

Hallo liebe Wissende ?

Macht es einen Unterschied , für einen „Normaluser“ ob ich
INtel oder AMD verbaut habe ?

Unterschiedliche Prozessoren haben schon deutliche Stärken und Schwächen. Hier reicht es allerdings nicht, zwischen Intel und AMD zu unterscheiden, sondern auch der Prozessortyp spielt eine entscheidende Rolle.
So ist der Intel Celeron - Prozessor ziemlich schwachbrüstig und hat zudem alle ergonomischen Nachteile des leistungsstärken Bruders Pentium 4 (kaum leise zu kühlen, hoher Stromverbrauch). Er ist deshalb eher nicht zu empfehlen.
Man sollte sich auch gut überlegen, ob man bei einem Neusystem heutzutage noch auf einen Sockel A - Prozessor von AMD setzt (Athlon XP, Sempron bis 3000+), da diese zwar leistungsstärker als der Intel Celeron sind, aber die Plattform technisch relativ veraltet ist und nicht mehr (oder zu absolut überhöhten Preisen) in den Genuss neuer Features, wie PCIe, GB-LAN und nativem S-ATA-Support kommen wird.

Steht die Wahl zwischen AMD Athlon 64 und aktuellem Intel Pentium 4, besteht leistungsmäßig nahezu Gleichstand. Besonders bei wissenschaftlichen Programmen, Multimedia- und Spieleanwendungen hat meist der Athlon 64 die Nase vorn, bei stark parallelisierbarem Programmcode (Codecs, Packer) der Pentium 4. Groß sind (wenn man den Preis von Board und Prozessor zusammenrechnet) weder der Preis- noch der Leistungsunterschied.
Der Athlon 64 ist jedoch vom Design her der modernere Prozessor. Er verbraucht bei gleicher Leistung nur gut halb soviel Strom, produziert wesentlich weniger Wärme, besitzt ein Energiemanagement wie Notebook-CPU’s, erkennt und verhindert die Ausführung von Viruscode und kann unter 64bit-Betriebssystemen arbeiten (dann oftmals bis zu 70% schneller). Diese Softskills sprechen dann schon stark für den Kauf eines Athlon 64. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass normale PC’s mit Pentium 4 - Prozessoren > 3 GHz fast nicht zu kühlen sind - bei einem Athlon 64 3000+ mit Winchesterkern läuft bei Officeanwendungen oft nicht mal der Lüfter an.

Zweite frage: in der neuesten Ausgabe einer PC-Postille
(Chip?)
wird das übertakten für einen AMD Prozessor propagiert.
machen sie aus einem 140.00 € Prozessor einen der sonst 800,00
€ kosten würde.
(das sind die Eckwerte wie ich sie eben am Kiosk lesen konnte)

ist das seriös ?

Definiere mal „seriös“. *g*

Fakt ist: der neue A64 mit Winchester-Kern (90 nm - Verfahren) lässt sich sehr gut übertakten. Die meisten Winchester-CPU’s, auch die kleinen Athlon 64 3000+ mit 1,8 GHz, lassen sich auf 2,4 - 2,6 GHz übertakten (~ Athlon 64 3800+/4000+ für 550/650 EUR). Jedoch schaffen das zwar die meisten, aber eben nicht alle Exemplare - jeder Prozessor ist ein Unikat und eine Garantie für das Übertakten gibt es nicht. Außerdem muss die restliche Hardware mitspielen, das führt uns zum nächsten Punkt:

Du musst beachten, dass zum Übertakten eines Prozessors i.d.R. auch sehr hochwertige Hardware benötigt wird. Du brauchst ein gutes Mainboard mit nForce3 250 oder VIA K8T800 Pro - Chipsatz und musst (mindestens) einen teuren Oberklasse - Luftkühler kaufen. Das wichtigste ist jedoch der Arbeitsspeicher - da der Athlon 64 eine Multiplikatorsperre hat, kann er nur über den Systemtakt übertaktet werden, an welchem auch der Speicher hängt. Da dieser quasi mit übertaktet wird, reicht herkömmlicher PC3200 DDR-RAM nicht aus, es muss schon extrem schneller und qualitativ hochwertiger (Dual Channel!) PC4000 oder PC5000 - Speicher her. Insgesamt entstehen dadurch für das Übertakten locker nochmal Mehrkosten von =/> 100 EUR.

Im Übrigen musst du auch bedenken, das der jeweils aktuell schnellste Prozessor einer Marke unverhältnismäßig teuer ist, was sich im Leistungsunterschied überhaupt nicht widerspiegelt. Der derzeit noch ca. 650 EUR teure Athlon 64 4000+ kostet immerhin 5mal soviel, wie ein 130 EUR teurer Athlon 64 3000+. Das klingt beeindruckend - er ist aber höchstens 30% schneller, das beeindruckt angesichts der horrenden Preisdifferenz weniger. Von der erzielbaren Mehrleistung her ist es deshalb schon überdenkenswert, ob sich der Kauf des jeweils schnellsten Spitzenmodells bzw. extremes Übertakten überhaupt lohnt. Meist ist der ideelle Gewinn (Stolz, Bastlerfreude) größer, als der technisch Meßbare. Aktuelle Spitzenprozessoren haben ohnehin weit mehr Leistung, als ein normaler Computernutzer auf absehbare Zeit braucht.

macht das der Prozessor lange mit ?

Wenn er ausreichend gekühlt wird (ist mit einem guten Luftkühler beim Athlon 64 aber selbst bei 2,4 GHz noch kein Problem), dann schätzungsweise ja.

LG, Jesse

Hallo liebe Wissende ?

Hallo Jesse,

Danke für Deine ausführlich und fundierte Antwort.
Jetzt ist mir die Sache klar geworden.
Du hast mir sehr geholfen.
t.

Macht es einen Unterschied , für einen „Normaluser“ ob ich
INtel oder AMD verbaut habe ?

Unterschiedliche Prozessoren haben schon deutliche Stärken und
Schwächen. Hier reicht es allerdings nicht, zwischen Intel und
AMD zu unterscheiden, sondern auch der Prozessortyp spielt
eine entscheidende Rolle.
So ist der Intel Celeron - Prozessor ziemlich schwachbrüstig
und hat zudem alle ergonomischen Nachteile des
leistungsstärken Bruders Pentium 4 (kaum leise zu kühlen,
hoher Stromverbrauch). Er ist deshalb eher nicht zu empfehlen.
Man sollte sich auch gut überlegen, ob man bei einem Neusystem
heutzutage noch auf einen Sockel A - Prozessor von AMD setzt
(Athlon XP, Sempron bis 3000+), da diese zwar leistungsstärker
als der Intel Celeron sind, aber die Plattform technisch
relativ veraltet ist und nicht mehr (oder zu absolut
überhöhten Preisen) in den Genuss neuer Features, wie PCIe,
GB-LAN und nativem S-ATA-Support kommen wird.

Steht die Wahl zwischen AMD Athlon 64 und aktuellem Intel
Pentium 4, besteht leistungsmäßig nahezu Gleichstand.
Besonders bei wissenschaftlichen Programmen, Multimedia- und
Spieleanwendungen hat meist der Athlon 64 die Nase vorn, bei
stark parallelisierbarem Programmcode (Codecs, Packer) der
Pentium 4. Groß sind (wenn man den Preis von Board und
Prozessor zusammenrechnet) weder der Preis- noch der
Leistungsunterschied.
Der Athlon 64 ist jedoch vom Design her der modernere
Prozessor. Er verbraucht bei gleicher Leistung nur gut halb
soviel Strom, produziert wesentlich weniger Wärme, besitzt ein
Energiemanagement wie Notebook-CPU’s, erkennt und verhindert
die Ausführung von Viruscode und kann unter
64bit-Betriebssystemen arbeiten (dann oftmals bis zu 70%
schneller). Diese Softskills sprechen dann schon stark für den
Kauf eines Athlon 64. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass
normale PC’s mit Pentium 4 - Prozessoren > 3 GHz fast nicht
zu kühlen sind - bei einem Athlon 64 3000+ mit Winchesterkern
läuft bei Officeanwendungen oft nicht mal der Lüfter an.

Zweite frage: in der neuesten Ausgabe einer PC-Postille
(Chip?)
wird das übertakten für einen AMD Prozessor propagiert.
machen sie aus einem 140.00 € Prozessor einen der sonst 800,00
€ kosten würde.
(das sind die Eckwerte wie ich sie eben am Kiosk lesen konnte)

ist das seriös ?

Definiere mal „seriös“. *g*

Fakt ist: der neue A64 mit Winchester-Kern (90 nm - Verfahren)
lässt sich sehr gut übertakten. Die meisten Winchester-CPU’s,
auch die kleinen Athlon 64 3000+ mit 1,8 GHz, lassen sich auf
2,4 - 2,6 GHz übertakten (~ Athlon 64 3800+/4000+ für 550/650
EUR). Jedoch schaffen das zwar die meisten, aber eben nicht
alle Exemplare - jeder Prozessor ist ein Unikat und eine
Garantie für das Übertakten gibt es nicht. Außerdem muss die
restliche Hardware mitspielen, das führt uns zum nächsten
Punkt:

Du musst beachten, dass zum Übertakten eines Prozessors i.d.R.
auch sehr hochwertige Hardware benötigt wird. Du brauchst ein
gutes Mainboard mit nForce3 250 oder VIA K8T800 Pro - Chipsatz
und musst (mindestens) einen teuren Oberklasse - Luftkühler
kaufen. Das wichtigste ist jedoch der Arbeitsspeicher - da der
Athlon 64 eine Multiplikatorsperre hat, kann er nur über den
Systemtakt übertaktet werden, an welchem auch der Speicher
hängt. Da dieser quasi mit übertaktet wird, reicht
herkömmlicher PC3200 DDR-RAM nicht aus, es muss schon extrem
schneller und qualitativ hochwertiger (Dual Channel!) PC4000
oder PC5000 - Speicher her. Insgesamt entstehen dadurch für
das Übertakten locker nochmal Mehrkosten von =/> 100 EUR.

Im Übrigen musst du auch bedenken, das der jeweils aktuell
schnellste Prozessor einer Marke unverhältnismäßig teuer ist,
was sich im Leistungsunterschied überhaupt nicht
widerspiegelt. Der derzeit noch ca. 650 EUR teure Athlon 64
4000+ kostet immerhin 5mal soviel, wie ein 130 EUR teurer
Athlon 64 3000+. Das klingt beeindruckend - er ist aber
höchstens 30% schneller, das beeindruckt angesichts der
horrenden Preisdifferenz weniger. Von der erzielbaren
Mehrleistung her ist es deshalb schon überdenkenswert, ob sich
der Kauf des jeweils schnellsten Spitzenmodells bzw. extremes
Übertakten überhaupt lohnt. Meist ist der ideelle Gewinn
(Stolz, Bastlerfreude) größer, als der technisch Meßbare.
Aktuelle Spitzenprozessoren haben ohnehin weit mehr Leistung,
als ein normaler Computernutzer auf absehbare Zeit braucht.

macht das der Prozessor lange mit ?

Wenn er ausreichend gekühlt wird (ist mit einem guten
Luftkühler beim Athlon 64 aber selbst bei 2,4 GHz noch kein
Problem), dann schätzungsweise ja.

LG, Jesse