Welcher Prozessor ?

Hallo,
ich lese gerade weiter unten das der P IV ein Heizkraftwerk sei.
Habe vor einen Siemens Scenic P300 zu kaufen - habe bereits einen
Scenich 1,6 GHZ sehr leise - Privat einen AMD XP 1800 - sehr laut.
Ich war bisher immer im Glauben das AMD eher thermische Probleme hat?

Klärt mich auf bevor ich evtl. einen Fehler mache.

Danke !

Gruß
J.F.

ich lese gerade weiter unten das der P IV ein Heizkraftwerk
sei.

Ja, heizen kann Intel seit dem P4 wie sonst kaum jemand im Consumer-Bereich.

Habe vor einen Siemens Scenic P300 zu kaufen - habe bereits
einen
Scenich 1,6 GHZ sehr leise - Privat einen AMD XP 1800 - sehr
laut.
Ich war bisher immer im Glauben das AMD eher thermische
Probleme hat?

„früher“ war das auch so. Der Athlon 1400 war IIRC mit das schlimmste, was AMD in Sachen Effizienz produziert hat, danach kam mit neuen Kernen auch wieder eine Verbesserung. Bei den neuen Prozessoren hat AMD allerdings die Nase weit vorn, weil Intel es schlicht und einfach verpennt hat, sinnvolle und funktionierende Sparmaßnahmen zu implementieren und in erster Linie den P4 mit immer höherem Takt fährt.

Die Lautstärke hängt allerdings in erster Linie vom verwendeten Lüfter ab. Zumindest vor ca. einem Jahr war es noch so, dass die mitgelieferten Ventilatoren bei Intel und AMD ziemlich nervtötende Geräusche von sich gegeben haben. Mit einem separaten auf geringe Lautstärke getrimmten Gerät kann man fast alles ruhigstellen.

Hallo,
ich lese gerade weiter unten das der P IV ein Heizkraftwerk sei.
Habe vor einen Siemens Scenic P300 zu kaufen - habe bereits einen
Scenich 1,6 GHZ sehr leise - Privat einen AMD XP 1800 - sehr laut.

Du hast dann einen Pentium 4 der ersten Generation gehabt, den leistungsschwachen „Willamette“. Der hat bei 1,6 GHz gerade einmal so viel Leistung gehabt, wie der Athlon 1,0 GHz. Und er hat sicher nicht weniger Strom verbraucht. Beim Athlon XP 1800+ hängt die Verlustleistung vom Modell ab, der alte „Palomino“ hatten noch um die 66 Watt Verlustleistung, der neuere Athlon XP 1800+ „T-Bred B“ hat nur ca. 50 Watt Verlustleistung. Das ist weniger, als vergleichbare Pentium 4 - Modelle haben. Wenn dein PC mit diesem Prozessor sehr laut ist, ist er daher vermutlich sehr billig gebaut und hat eben einen schlechten und deshalb lauten Prozessorkühler. In habe selber auch einen Athlon XP 1800+ in meinem Wohnzimmer-PC, der ist sogar auf 2100 MHz (= ca. Athlon XP 2600+) übertaktet, der PC ist aber mit einem hochwertigen, leisen CPU-Kühler und Netzteil und passiv gekühlter Grafikkarte bestückt und der PC ist absolut unhörbar!
Es gibt ja keinen direkten Zusammenhang zwischen der Verlustleistung des Prozessors und der Lautstärke des PCs. Der Prozessor mach kein Geräusch, sondern der Kühler, den man darauf verbaut. Und die Festplatten und der Netzteillüfter und der Grafikkartenlüfter und die CD-Laufwerke und die Gehäuselüfter und billige Gehäuse selber, wenn sie Vibrationen der beweglichen Bauteile aufnehmen…
Ein PC mit sehr kühlem und stromsparenden Prozessor kann immer auch laut sein, wenn er aus Billigkomponenten mit schlechter Qualität und Ergonomie gebaut wurde. Andersrum ist es schon schwieriger - einen PC mit aktuellem Pentium 4 und 130 Watt Verlustleistung leise zu kühlen, dürfte schon sehr, sehr aufwändig und teuer sein.

Ich war bisher immer im Glauben das AMD eher thermische
Probleme hat?

Das war schwätzungsweise so im Jahre 1999. Mit dem letzten Athlon Thunderbird hatte AMD mit Verlustleistungen von bis zu 72 Watt zu kämpfen. Daraufhin wurde der stromsparendere Athlon XP entwickelt und mehrfach verbessert. Aktuelle Pentium 4 - Modelle von 2005 verbrauchen heute bis zu 130 Watt, das ist fast doppelt so viel, wie AMD zu seinen schlechtesten Zeiten!

Klärt mich auf bevor ich evtl. einen Fehler mache.

Du musst das alles ein bisschen differenzierter sehen. Es gibt Prozessoren aus mehreren CPU-Generationen, die „Pentium“ oder „Athlon“ heißen. Es gab bei AMD den Athlon „Classic“, dann kam der Athlon „Thunderbird“, der hatte zum Schluss einen (für damalige Zeiten) ziemlich hohen Stromverbrauch von bis zu 72 Watt. Das war 1999!
Dann kam der erste Athlon XP mit Codenamen „Palomino“, danach die stromsparenderen Athlon XP - Modelle mit den Namen „Thoroughbred A“, „Thoroughbred B“, „Barton“ und „Thorton“ und irgendwas zwischen 50 - 65 Watt. Dann kam eine völlig neue, sehr stromsparende CPU-Generation namens Athlon 64 mit den Modellen „Clawhammer“ und „Newcastle“. Durch den Umstieg auf ein neues Fertigungsverfahren bei den aktuellen Modellen „Winchester“ und „Venice“ wurde der Stromverbrauch noch mal extrem gesenkt.
Bei Intel lief es anders herum, die Pentium 3 Modelle waren recht kühl, mit der Netburst-Architektur (extrem hohe Taktraten bei wenig Leistung pro Takt) des Pentium 4 änderte sich das. Die ersten Pentium 4 - Modelle („Wilamette“) waren auch noch verhältnismäßig stromsparend, hatten aber fast keine Leistung. Mit steigendem CPU-Takt und neuen Modellgenerationen nahmen Stromverbrauch und Verlustleistung dann stark zu, der P4 „Northwood“ dürfte schon bis zu 90 Watt verbraucht haben. Richtig schlimm wurde es mit der neuen Pentium 4 - Generation „Prescott“ im neuen 90 nm - Fertigungsverfahren. Durch die extrem hohen Taktraten und die die schlechte Beherschung des Fertigungsprozesses haben aktuelle Pentium 4 - Modelle eine Verlustleistung von bis zu 130 Watt.
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Zum Vergleich - der aktuelle Athlon 64 3500+ „Winchester“ wurde mit einer maximalen Verlustleistung von 35 Watt gemessen. Außerdem verfügen aktuelle AMD-Prozessoren über ein intelligentes Energiemanagement ("Cool & Quiet), ähnlich wie Notebook-Prozessoren, sie passen Taktrate und Versorgungsspannung automatisch an die benötigte Leistung an. Dadurch braucht ein aktueller Athlon 64 im Office-Betrieb gerade einmal 5 - 10 Watt und bei einem ordentlichen Prozessorkühler läuft dann nicht einmal der Lüfter an (also 0 Geräusch!). Bei Intel gibt es das alles nicht.

Ich hoffe, das war genug Aufklärung.

LG, Jesse