Hä? Das hatten wir doch schon weiter unten geklärt, oder?
Ja, genau! :o)
Abgesehen davon, dass die Qualität wirklich frei erhältlicher
TrueType Fonts nicht unbedingt die beste ist, kann man (wie
ich ebenfalls weiter unten schon ausgeführt habe), wenn man
unbedingt will, True Type Schriften recht wohl auch in LaTeX
benutzen.
Halt, halt, Fritze, da hast Du mich jetzt einfach falsch verstanden. In diesem Fall ging es mir eindeutig nicht um die Benutzung von LaTeX, irgendwelche Kritiken o.ä. Es ging mir um folgendes:
Immer wieder findet man im Netz fragen, ob es die CM auch für Word frei erhältlich gäbe. Immer wieder findet man Verweise auf ttf-Schnitte, welche sich problemlos unter Windoof einbinden und in Word nutzen lassen. Es mag sein, daß ich bisher immer an die falschen Seiten geraten bin (habe nie selber gesucht), aber: alle ttf-Schnitte, die mir in die Finger gekommen sind, ließen sich im Grunde in Word (!) nicht anständig nutzen. Wenn es irgendwo andere gibt und Du weißt wo, lasse ich mich gerne belehren. Aber z.B. die Palette der Sonderzeichen ist nicht über die die gewohnten Tastenkombinationen ansteuerbar. Das mag man ändern können, aber die Kenntnis hierzu haben doch insbesondere viel Word-Anwender garnicht. Verstehst Du, was ich meine? Und in den Schnitten, die ich ausprobiert habe, waren z.B. die Umlaute nicht über die regulären Tasten der Tastatur ansteuerbar. Und das liegt m.E. schlicht daran, daß unter TeX & Co Fonts generell anders gehandhabt werden als unter Windoof, Mac etc. Deshalb muß man ja gerade ttf- oder PS-Fonts extra für TeX konvertieren, um sie nutzen zu können (das dies geht, steht außer Frage). Klarer, was ich meine?
Und noch in einem Nebensatz: ich stimme Dir zu, daß rund 99,9 % der frei im Netz erhältlichen Schriften keine Qualitätsprodukte sind. Aber es gibt selbst bei freien Produkten Ausnahmen, welche m.E. mindestens ebenbürtig zur CM sind. Die Gentium ist nur ein Beispiel, bei der alle Welt sehnsüchtig auf die noch notwendigen Erweiterungen wartet. Ob einem der Charakter gefällt, ist noch mal wieder etwas anderes.
Wenn man aber eh Geld für eine Schrift auszugeben gewillt ist,
dann sollte man auf deutlich bessere Varianten als die CM
zurückgreifen, die man dann annähernd für den gleichen Preis
erwerben kann. Aber das ist nur meine persönliche
typografische Meinung.
CM ist eine sehr gut designte Schrift. Für ihren Zweck (Setzen
der „The Art of Computer Programming“ Bücher) ideal. Wer auf
Kapitälchen steht, sollte sich z.B. bei Linotype bedienen.
Dort zahlt man dann aber >20,- EUR pro Schriftsatz und
Schnitt(!).
Oder mehr. Keine Frage. Aber die Qualität der meisten wirklich professionellen Schriften ist dafür eben auch deutlich höher als die der frei erhältlichen, unter welchen die CM durchaus für ihren Zweck einen vergleichsweise hohen Rang einnimmt. Aber ich lasse es mir gerne etwas kosten, daß ich wirklich gute Kerning-Informationen, einen umfangreichen Satz an Ligaturen (bei weitem umfangreicher als bei der CM, wenn man Glück hat), einen wirklich abgestimmten Satz an Sonderzeichen etc. mit dabei habe. Und das die CM keine echten Kapitälchen hat, auch wenn Du offenbar nicht »darauf stehst«, ist nach wie vor eine typografische Todsünde. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Ganz davon abgesehen, daß die Leute ja Kapitälchen benutzen, auch in LaTeX, nur eben falsche.
Word liefert aber ebenfalls keine Zeichensätze mit korrekten
Kapitälchen, für solche Dinge muss man eben Geld bezahlen oder
selbst aktiv werden.
Völlig d’acor; das hatten wir oben schon.
Grüße,
Christian