sind komischerweise immer sofort zur stelle, wenn es darum
geht, einem „ms-word-opfer“ den open-source-gnadenstoß zu
geben - wo sind sie nur jetzt, da sie mal konkret helfen
könnten?
Hoppla,
da habe ich doch glatt mal eine LaTeX Frage nicht beantwortet. Tztztztz. Ist ja ein Ding, dass ich es wage, auch mal anderen Dingen den Vorrang zu geben.
Meine Zeit war etwas knapp in den letzten Tagen, sorry. Aber extra für Dich kommt hier doch noch der Versuch einer Antwort.
In der Tat tut bei mir das „type1cm“ Paket genau das, was es soll. Zumindest treten bei mir mit dem Minimalbeispiel
\documentclass[a4paper,12pt]{scrreprt}
\usepackage[latin1]{inputenc}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage{times}
\usepackage{type1cm}
\begin{document}
\fontsize{1cm}{1.5cm}\selectfont
Dies ist ein Test!
\fontsize{5cm}{5.5cm}\selectfont
Größer!
\fontsize{13.5pt}{12pt}\selectfont
Das ist eine obskure Schriftgröße.
\end{document}
keine Probleme auf.
Wenn der Originalfragesteller mal seinerseits ein nachvollziehbares Minimalbeispiel liefern könnte, dann wäre eine weitere Fehleranalyse und Hilfe möglich.
Zum Problem selbst:
TeX und LaTeX waren ursprünglich (und sind es immer noch) auf Bitmap-Fonts ausgelegt. Der Autor war damals nicht nur pfiffig genaug, ein phantastisches Satzsystem zu entwickeln, sondern obendrein auch noch ein hervorragendes Fontwerkzeug namens „Metafont“.
LaTeX selbst nutzt konkrete Glyphen überhaupt nicht, sondern kennt lediglich die Platzangaben aus den „Font Definition“ Dateien (Endung .fd). Erst bei der Erzeugung des endgültigen Bitmap-Dokuments werden die Platzhalter mit konkreten Zeichen belegt.
Das hat den nicht unerheblichen Vorteil, dass z.B. die Auflösung (was wie 72 DPI für die Bildschirmausgabe, aber 600 DPI für den Drucker zu Hause und 1200 DPI für den Photosatz beim Verlag) stets optimal angepasst wird. Daher heißen die Ausgabedateien auch „.dvi“ für „Device Independent“.
Es hat den klaren Nachteil, dass man aus Platzgründen nicht für alle möglichen obskuren Schriftgrößen und Auflösungen die Definitionen und Bitmaps vorrätig halten kann. Daher hat man sich auf die gängigen Schriftgrößen beschränkt. Man kann das mit Fummelei natürlich überwinden, aber es ist zugegeben nicht schön.
Mittlerweile gibt es allerdings mit Type1 oder TrueType Vektorschriftarten, die prinzipiell frei Skalierbar sind. Sie müssen zwar klarerweise vor dem endgültigen Druck auch in Bitmaps umgewandelt werden, aber das können die Drucker mittlerweile selbst erledigen (z.B. über PostScript). Auch für den Bildschirm gibt es entsprechende Fontengines, z.B. für TrueType unter Windows oder TrueType und Type1 unter Linux/XFree)
Wählt man unter LaTeX nun solche skalierbaren Fonts z.B. über das „times“ Paket, dann ist die Verwendung von type1cm kein Problem. Siehe mein Beispiel.
Gruß
Fritze