schriftgröße in LaTeX

hallo!

inzwischen ist mir wiederholt gesagt worden, daß die schriftgröße in meiner diplomarbeit (scrrept, CMR mit 12pt, also standard) suboptimal ist, für meinen persönlichen geschmack ist sie auch an der untergrenze.

ich weiß ja, daß man nicht alles in frage stellen soll, was durch LaTeX vorgegeben wird, aber ich würde zumindest gern sehen, wie die arbeit mit 13pt oder evtl. 12.5pt aussieht. nur leider krieg ich das nicht hin…

die empfehlung aus dem dante faq (http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/txt/de-tex-faq.txt unter punkt 10.1.2 -> ftp://ftp.ctan.org/tex-archive/macros/latex/contrib/…) kenne ich, und ich habe auch versucht, das paket einzusetzen, aber irgendwie will es nicht…

\usepackage{type1cm} hat immerhin dazu geführt, daß TeXnicCenter beim kompilieren eine ganze weile geladen, also meiner annahme nach wohl das paket installiert hat, allerdings bewirkt der befehl \fontsize{13pt}{12pt}\selectfont überhaupt nix… (ich habe natürlich auch andere werte ausprobiert).

kann mir vielleicht jemand sagen, was ich falsch mache?

Ja, ja, LaTeX, einfach und komfortabel! :o)

Unter

http://www.kronto.org/thesis/tips/index.html

findest Du einige ganz nützliche Tips. Tip Nr. 9 befaßt sich mit der Skalierung von Fonts. Vielleicht nützt Dir das? Ich habe das allerdings nicht selber ausprobiert, weil ich vorher mal wieder die Waffen gestreckt habe …

Grüße und viel Spaß bei der Bastelei,

Christian

Ja, ja, LaTeX, einfach und komfortabel! :o)

ja, inzwischen hasse ich das zeug auch einigermaßen :wink:

http://www.kronto.org/thesis/tips/index.html

danke für den link… interessant, wenn man dort dem link zum paket folgt, steht da, daß es eh schon das paket fix-cm standardmäßig in LaTeX gibt… nur wie ich es benutze, steht nirgends…

Sorry, hatte es, wie gesagt, nicht mehr selber ausprobiert. Aber die Gurus wissen doch bestimmt, wie das geht? Kann ja nicht so schwer sein! :o)

ja, inzwischen hasse ich das zeug auch einigermaßen :wink:

Tja, viel Spaß noch damit. Wie schön wäre es, wenn es eine funktionierende Textverarbeitung gäbe, die auch Layout und Typografie kann und die nicht so teuer ist wie InDesign …

Grüße,

Christian

OT

Tja, viel Spaß noch damit.

danke. bin eh so gut wie fertig - das mit der schriftgröße würd ich zwar noch gern ausprobieren, sonst paßt aber inzwischen eh alles…

Wie schön wäre es, wenn es eine
funktionierende Textverarbeitung gäbe, die auch Layout und
Typografie kann und die nicht so teuer ist wie InDesign …

… und die dann auch noch wirklich schön noten einbinden kann :wink: tja, man kann wohl leider nicht alles haben…

fritze and friends
sind komischerweise immer sofort zur stelle, wenn es darum geht, einem „ms-word-opfer“ den open-source-gnadenstoß zu geben - wo sind sie nur jetzt, da sie mal konkret helfen könnten?

gruß
i.

sind komischerweise immer sofort zur stelle, wenn es darum
geht, einem „ms-word-opfer“ den open-source-gnadenstoß zu
geben - wo sind sie nur jetzt, da sie mal konkret helfen
könnten?

Hihi,

heute mal wieder auf dem Läster-Trip! :wink:
Vielleicht ist das Problem zu komplex oder gar zu kompliziert?

Gruß Gudrun *mitläster*

sind komischerweise immer sofort zur stelle, wenn es darum
geht, einem „ms-word-opfer“ den open-source-gnadenstoß zu
geben - wo sind sie nur jetzt, da sie mal konkret helfen
könnten?

Hoppla,

da habe ich doch glatt mal eine LaTeX Frage nicht beantwortet. Tztztztz. Ist ja ein Ding, dass ich es wage, auch mal anderen Dingen den Vorrang zu geben.

Meine Zeit war etwas knapp in den letzten Tagen, sorry. Aber extra für Dich kommt hier doch noch der Versuch einer Antwort.

In der Tat tut bei mir das „type1cm“ Paket genau das, was es soll. Zumindest treten bei mir mit dem Minimalbeispiel

\documentclass[a4paper,12pt]{scrreprt}
\usepackage[latin1]{inputenc}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage{times}
\usepackage{type1cm}

\begin{document}
\fontsize{1cm}{1.5cm}\selectfont
Dies ist ein Test!

\fontsize{5cm}{5.5cm}\selectfont
Größer!

\fontsize{13.5pt}{12pt}\selectfont
Das ist eine obskure Schriftgröße.
\end{document}

keine Probleme auf.

Wenn der Originalfragesteller mal seinerseits ein nachvollziehbares Minimalbeispiel liefern könnte, dann wäre eine weitere Fehleranalyse und Hilfe möglich.

Zum Problem selbst:
TeX und LaTeX waren ursprünglich (und sind es immer noch) auf Bitmap-Fonts ausgelegt. Der Autor war damals nicht nur pfiffig genaug, ein phantastisches Satzsystem zu entwickeln, sondern obendrein auch noch ein hervorragendes Fontwerkzeug namens „Metafont“.

LaTeX selbst nutzt konkrete Glyphen überhaupt nicht, sondern kennt lediglich die Platzangaben aus den „Font Definition“ Dateien (Endung .fd). Erst bei der Erzeugung des endgültigen Bitmap-Dokuments werden die Platzhalter mit konkreten Zeichen belegt.

Das hat den nicht unerheblichen Vorteil, dass z.B. die Auflösung (was wie 72 DPI für die Bildschirmausgabe, aber 600 DPI für den Drucker zu Hause und 1200 DPI für den Photosatz beim Verlag) stets optimal angepasst wird. Daher heißen die Ausgabedateien auch „.dvi“ für „Device Independent“.

Es hat den klaren Nachteil, dass man aus Platzgründen nicht für alle möglichen obskuren Schriftgrößen und Auflösungen die Definitionen und Bitmaps vorrätig halten kann. Daher hat man sich auf die gängigen Schriftgrößen beschränkt. Man kann das mit Fummelei natürlich überwinden, aber es ist zugegeben nicht schön.

Mittlerweile gibt es allerdings mit Type1 oder TrueType Vektorschriftarten, die prinzipiell frei Skalierbar sind. Sie müssen zwar klarerweise vor dem endgültigen Druck auch in Bitmaps umgewandelt werden, aber das können die Drucker mittlerweile selbst erledigen (z.B. über PostScript). Auch für den Bildschirm gibt es entsprechende Fontengines, z.B. für TrueType unter Windows oder TrueType und Type1 unter Linux/XFree)

Wählt man unter LaTeX nun solche skalierbaren Fonts z.B. über das „times“ Paket, dann ist die Verwendung von type1cm kein Problem. Siehe mein Beispiel.

Gruß

Fritze

mein fehler!!!
sorry, ich hab einfach verabsäumt, klarzustellen, daß das problem inzwischen gelöst ist.

\usepackage{type1cm}

\begin{document}
\fontsize{1cm}{1.5cm}\selectfont

nun, inzwischen weiß ich auch, daß es so geht. die letzte zeile steht ja auch in diversen anleitungen als beispiel (mit anderen größenangaben), nur leider hab ich nirgends gefunden, was und wie… erstens hab ich nicht gewußt, daß die zweite größe den baseline skip angibt (gut, das hätte ich mit etwas geduld auch selbst herausgefunden), und zweitens habe ich fäschlicherweise gedacht, daß ich das als globale einstellung (ich will ja die schriftgröße im ganzen dokument durchgehend gleich haben) in der präambel klarstellen muß. da hat sich aber klarerweise nichts getan.

also - danke sehr, problem gelöst und sorry wegen der unannehmlichkeiten! fritze hat mir bisher immer sehr schnell und nett geholfen, daher muß ich ihn hier unbedingt in schutz nehmen!