Hallo liebe Bis-hierhin-mitleser,
zu schön, LaTeX-Nutzer erheitern mich immer wieder ganz
ungemein. Ein Grund, warum ich mich gerne mit ihnen
herumschlage! ;o)
Freut mich, wenn ich zu Heiterkeit Anlass geben kann. Ich wüsste übrigens nicht, warum diese Diskussion hier „off topic“ sein sollte.
Eher wird Microsoft ein solides Programm herstellen als daß
ein LaTeX-Anhänger auch nur einen Meter Boden der Insel
preisgibt, die sowieso kaum einer haben will!
Offenbar wollte die ursprüngliche Fragestellerin recht wohl LaTeX. Sie hat es zumindest recht ernsthaft in Erwägung gezogen und wenn mich nicht alles täuscht es sogar auf ihrem Rechner installiert.
Die persönlichen Positionen sind schnell geklärt: Deine
Meinung ist, daß MS Word so ziemlich das Ende der
abendländischen Kultur ist, während TeX/LaTeX das Maß aller
Dinge ist.
Offenbar hast Du die üblichen Pisa-Probleme mit dem Textverständnis. Aber das kann schonmal passieren, im Eifer des Gefechtes.
Das ist Dein gutes Recht und ich werde Dich
bestimmt nicht versuchen, umzustimmen. Jeder hat seine eigenen
Erfahrungen und Vorlieben.
Es ist vollkommen klar, dass Du mich nicht umstimmen kanst. Aber dummes Zeug über Alternativen von Word zu verbreiten und mit dem üblichen „FUD“ ala Microsoft zu kommen, das ist unterste Schublade. Ich meine Aussagen wie diese hier:
Verbreitung. Word ist mit am weitesten verbreitet und in den richtigen Foren findet man auf viele Probleme innerhalb kürzester Zeit eine Antwort – einfach aufgrund der Masse. Dies kann bei den weniger verbreiteten Programmen zu einem Problem werden, wenn ein Problem drückt, gerade, wenn der Abgabetermin näher rückt und man in Streß ist. Den Faktor sollte man nicht außer Acht lassen.
Ich stehe bei weitem nicht alleine mit der Aussage, dass man genau wegen der sich bei nahendem Abgabetermin häufenden fatalen Fehler mit Word auf Alternativen ohne eben diese Fehler zurückgreifen sollte. Wenn Du mir nicht glaubst, dass Word für lange Dokumente die schlechteste Wahl ist, dann gibt es dafür zum Glück auch andere Stellen, die das sogar ausführlich und fundiert begründen. Erst demletzt ist mir wieder ein Vergleich – leider nur zwischen OpenOffice 2.0 und MicrosoftOffice 2003 – begegnet, der genau diese Aussage abermals bestätigt. c’t 22/2005, Seite 170. Schau bei Gelegenheit mal rein.
Meine Meinung ist hingegen, um das auch mal deutlich zu
formulieren, daß TeX/LaTeX das beste Textsatzprogramm der Welt
sein könnte, wenn es nicht absolut unbenutzbar wäre.
Tja. Weil Du damit nicht umgehen kannst, ist es nicht unbenutzbar. Schon gar nicht „absolut unbenutzbar“.
Das ist
meine Meinung und die vieler anderer Leute in meinem
Bekanntenkreis auch und Du wirst entweder schreiend untergehen
oder es ebenfalls einfach akzeptieren.
Als „Deine Meinung“ kann ich es selbstverständlich akzeptieren. Als richtige Aussage selbstverständlich nicht. Es ist Deine Meinung genauso wie es Blödsinn ist.
So, nachdem das hoffentlich geklärt ist, können wir uns wieder
der Diskussion zuwenden. Ich habe versucht, einen Überblick
über Stärken und Schwächen von Programmen zu geben, die i.A.
genannt werden, wenn die Frage aufkommt, womit man denn nun am
besten arbeiten soll. Wer auch nur mit etwas Hirn mein Posting
liest, wird feststellen, daß MS Word keineswegs sonderlich gut
abschneidet. Aber sei’s drum.
Ja, habe gelesen: Du empfiehlst Adobe Indesign für Leute mit dicker Brieftasche oder Ragtime für Leute mit eher bescheidenen finanziellen Mittlen. Mit der intuitiven Bedienung insbesondere von letzerem (Lustige Bezeichnungen wie „Container“ und „Vorratskammer“ sind genauso selbsterklärend wie die Menüstrucktur der Klickibunti-Oberfläche) wünsche ich der Autorin dann viel Spaß. Natürlich sollte sie nicht vergessen, vorher zumindest einen Kurs in Typografie und Layout zu belegen, denn da muss sich eine ernstzunehmende Autorin selbstverständlich selbst drum kümmern. Das ist Fortschritt! Ach ja, und den Professoren muss sie die Software auch installieren, denn eine gescheite PDF Ausgabe bekommt sie nur, wenn sie Adobe Acrobat (teuer!) installiert hat.
Ansonsten stimmen wir ja wenigstens in soweit überein, dass Word von allen denkbaren Alternativen die schlechteste ist 
Monopolstellung? Das ist Unsinn. Wir haben derzeit mit
Ragtime, OpenOffice und TeX/LaTeX drei Produkte, welche
zumindest für Privatanwender frei zugänglich sind und die
Bereiche von Layout bis satzorientiert abdecken.
Ja, wir haben auch mit Firefox, Opera und Safari mindestens drei Browser, welche für jedermann frei zugänglich sind. Dennoch nutzen mehr als 70% den grottigen IE. Warum? Weil Microsoft eben doch Monopolstrukturen auf dem Desktop hat.
Die meisten
Studenten, die ich kennengelernt habe und kenne sind sich
dessen bewußt und wählen halt eines aus.
Die Studenten die ich kenne, sind sich dessen nicht bewusst und reagieren sehr erstaunt, wenn man eine Alternative vorschlägt (Wie? Da gibts noch was anderes? Ich dachte alle nehmen Word.)
Und welche große
Überraschung: Diejenigen, die Layout machen wollen und können
greifen zu Ragtime, sofern sie sich nicht InDesign leisten
können und diejenigen, die viel mit Formeln zu tun haben
greifen zu TeX/LaTeX. Wie das jetzt mit einer Monopostellung
zusammenhängen soll, darfst Du mir gerne erklären.
Immerhin ist Microsoft mehrfach wegen genau dieser rechtskräftig verurteilt. Aber die haben sicher alle keine Ahnung. Hätten einfach mal Dich fragen sollen. Ich weiß ja nicht, ob Du Dich noch an WordPerfect erinnern kannst? Damals unter DOS hat Word keinen Stich bekommen gegen die Konkurrenz. Dann kam Windows. Und wundersamerweise kam keine Software mit dem neuen Microsoft-Betriebssystem nicht so richtig klar. Außer Microsoft Word. Ist aber sicher nur ein dummer Zufall. Die anderen Programmierer waren eben alle doof. Qualität hat sich durchgesetzt. Und an der Uni verwenden alle Ragtime oder LaTeX.
Umgekehrt
sperren sich alle Anwender, die ich kenne (ich erhebe nicht
den Anspruch, eine statistisch signifikante Zahl von Leuten zu
kennen!), die Layout machen wollen und können mit Händen und
Füßen gegen TeX/LaTeX.
Ich verstehe das nicht. Ich kenne *keinen* Autor, der auf meine Frage, ob er gerne das Layout macht, mit einem begeisterten „JAAA“ geantwortet hat. Ganz im Gegenteil. Stets wurde das eher als Belastung empfunden und die Möglichkeit, sich komplett auf den Inhalt, nicht das Aussehen ihres Textes konzentrieren zu können, war eine große Erleichterung.
Alle mit der gleichen Begründung: Dafür ist es [TeX/LaTeX] nicht gemacht.
Das zeigt, dass sie keine Ahnung haben. TeX ist explizit genau dafür gemacht. LaTeX hingegen sicher nicht. Die Leute, die solches von sich geben, wissen offenbar nicht, wovon sie reden und haben allenfalls mit LaTeX Erfahrungen gemacht.
Das gleiche Argument kommt insbesondere von Mathematikern und Physikern,
wenn es um Formelsatz geht.
Verstehe ich das richtig: Du kennst eine größere Anzahl Mathematiker und Physiker, die behaupten, mit LaTeX könne man nicht vernünftig Formeln setzen?
In allen mir bekannten Vergleichstests für das bearbeiten
längerer Dokumente (> 100 Seiten) schneidet es stets und
seit etlichen Versionen am schlechtesten ab!
Oh, wie schön, hast Du da Quellen? Die würde ich gerne
erfahren, damit ich nicht immer nur »von meinen Bekannten«
oder Forumseinträgen reden muß.
der oben erwähnte C’t Artikel (neueste Ausgabe), ferner „Schreiben ohne Frust
Sieben Textverarbeitungen im Praxistest“ in c’t 7/2004, Seite 170 oder „Experte für Textsatz“, c’t 7/2005, Seite 71 oder „Flotter Oldie (La)TeX - 25 Jahre und keine Ende“, c’t 9/2005, Seite 172. Wenn Dir die c’t als Quelle nicht seriös genug ist, empfehle ich Dir google. Es gibt dutzendweise Links zu Vergleichstests unterschiedlicher Qualität und Ausprägung.
Denn da sieht das Bild etwas
anders aus. Bis auf wenige Ausnahmen haben die LaTeX-Benutzer
die »Bekehrung« zähneknirschend vollzogen, weil die
entsprechenden Fakultäten eine Abgabe von Haus- und
Diplomarbeiten in einem anderen Format als LaTeX nicht
angekommen hätten. Aber wie gesagt, dies ist nicht statistisch
signifikant.
Ich habe es zwar noch nie erlebt, dass eine Fakultät LaTeX vorgeschrieben hätte, aber dass eine Arbeit auch noch als „Datei im Microsoft DOC Format“ abgegeben werden muss, kommt schonmal vor. Da hilft aber meist ein klärendes Gespräch mit dem Professor oder aber das Ausweichen auf .DOC von Word 2.0. Meist wird von den „Experten“ der entsprechenden Fakultät nämlich die Version nicht genannt und es gibt (wie könnte es bei dem Laden auch anders sein) nichts inkompatibleres als aufeinanderfolgende DOC-Formate.
Noch viel insignifikanter (kann man das steigern?): Ich habe
noch nie so viele und scheinbar unlösbare Probleme gehabt wie
mit MikTeX. Meine persönliche Erfahrung!
Während meine Aussage auf den Ergebnissen von Vergleichstests beruht, ist Deine in der Tat nichtssagend, da Du offenbar persönlich starke Probleme mit der „Benutzbarkeit“ von LaTeX hast. Wir hatten wegen Deiner Probleme mit MikTeX glaube ich an anderer Stelle schonmal das Vergnügen.
Du solltest Deine gespeicherten Word-Probleme mal auf
den neusten Stand bringen, wenn Du sie schon immer wieder
zitierst.
Gerade hatte ich wieder mal das „Nicht genügend Speicherplatz auf Datenträger , automatisches Speichern daher verzögert!“ Problem bei einer Word-Datei im Umfang von ca. 20 Seiten mit lediglich einer Tabelle und Null Abbildungen. Version Office 2003. Das Problem ist also nicht behoben. Es ist ein besonders spaßiges Problem, weil man dann auf keinem Datenträger mehr speichern kann (selbst frische ZIP Datenträger sind voll) und die Arbeit seit dem letzten Speichern unwiederruflich verloren ist. Da kommt Freude auf. Keine Ahnung, ob die roten Kreuze noch aktuell sind, oder nicht. Es gibt Bugs (Fußnotenprobleme z.B.) die sich seit Version 2.0 halten. Wieso ausgerechnet Abbildungen jetzt keine Probleme mehr machen sollten, entzieht sich (zum Glück) meiner Kenntnis.
viele der mathematischen Fakultäten schreiben den
Gebrauch von LaTeX vor).
Das würde mich stark wundern. Nenne mir bitte mal konkret eine mathematisch/naturwissenschafltiche Fakultät, die LaTeX explizit verlangt. Ich habe selbst an einer solchen studiert und dort war die Textverarbeitung in keiner Weise vorgeschrieben. Sogar handschriftlich hätte man die Arbeit einreichen können. Es gab allerdings das Gerücht, dass ohne LaTeX keine Eins drin wäre. Aber das war eben nur ein Gerücht, keine Vorschrift.
Wozu der Aufwand? Schon gar, wo Du selber geschrieben
hast, daß Word eh nur als bessere Schreibmaschine eingesetzt
wird.
Ja. Wird es auch von den meisten Anwendern von Word. Hast recht. Microsoft kann gar kein Interesse an einer Verbesserung des Produktes haben. Da stellt sich natürlich die Frage, mit welcher Berechtigung ständig neue Versionen rauskommen, die zu den Vorgängern inkompatible Dokumente erzeugen? Obwohl das seit der Einführung von dem, was Microsoft unter XML versteht, besser geworden sein soll.
Schön für Dich! Ich halte es schlicht für inakzeptabel. Aber
das ist wieder meine persönliche Meinung. »Man kann sie
problemlos umwandeln …« – ist ja bestens. Will ich aber
garnicht. Fertig.
Musst Du aber doch, wenn Du Word nutzt und z.B. ein EPS einbinden willst. Schonmal probiert?
Aber sei’s drum. Wie glaubst Du denn binden andere Programme mal eben alle überhaupt weltweit jemals vorgekommenen Bildformate ein? Richtig. Mit Eingabefiltern. D.h. sie werden umgewandelt. Ob Du es nun willst, oder nicht. Eine Software, die ein bestimmtes Format (wie z.B. EPS im Falle von MS Word) nicht kennt, kann es auch nicht einbinden. LaTeX ist mit dem graphicx Paket extrem flexibel. Es lassen sich *beliebige* Grafikfilter vom Anwender definieren. Dazu dient \declaregraphicsrule, wie ich schon in meinem früheren Posting versucht habe auszudrücken. Beispiel:
\DeclareGraphicsRule{.jpg}{eps}{.jpg.bb}{`convert #1 'eps2:-'}
und schwups kannst Du JPEG Grafiken genauso bequem einbinden, wie EPS. Es ist fürderhin wurscht, in welchem Format die Originaldatei vorliegt. Convert versteht die folgenden Formate:
Name Mode Description
o 8BIM \*rw- Photoshop resource format
o AFM \*r-- TrueType font
o APP1 \*rw- Photoshop resource format
o ART \*r-- PF1: 1st Publisher
o AVI \*r-- Audio/Visual Interleaved
o AVS \*rw+ AVS X image
o BIE \*rw- Joint Bi-level Image experts Group
interchange format
o BMP \*rw+ Microsoft Windows bitmap image
o CAPTION \*r+ Caption (requires separate size info)
o CMYK \*rw- Raw cyan, magenta, yellow, and black
samples (8 or 16 bits, depending on
the image depth)
o CMYKA \*rw- Raw cyan, magenta, yellow, black, and
matte samples (8 or 16 bits, depending
on the image depth)
o CUT \*r-- DR Halo
o DCM \*r-- Digital Imaging and Communications in
Medicine image
o DCX \*rw+ ZSoft IBM PC multi-page Paintbrush
o DIB \*rw+ Microsoft Windows bitmap image
o DPS \*r-- Display PostScript
o DPX \*r-- Digital Moving Picture Exchange
o EPDF \*rw- Encapsulated Portable Document Format
o EPI \*rw- Adobe Encapsulated PostScript
Interchange format
o EPS \*rw- Adobe Encapsulated PostScript
o EPS2 \*-w- Adobe Level II Encapsulated PostScript
o EPS3 \*-w- Adobe Level III Encapsulated PostScript
o EPSF \*rw- Adobe Encapsulated PostScript
o EPSI \*rw- Adobe Encapsulated PostScript
Interchange format
o EPT \*rw- Adobe Encapsulated PostScript with TIFF
preview
o FAX \*rw+ Group 3 FAX
o FILE \*r-- Uniform Resource Locator
o FITS \*rw- Flexible Image Transport System
o FPX \*rw- FlashPix Format
o FTP \*r-- Uniform Resource Locator
o G3 \*rw- Group 3 FAX
o GIF \*rw+ CompuServe graphics interchange format
o GIF87 \*rw- CompuServe graphics interchange format
(version 87a)
o GRADIENT \*r-- Gradual passing from one shade to
another
o GRANITE \*r-- Granite texture
o GRAY \*rw+ Raw gray samples (8 or 16 bits,
depending on the image depth)
o H \*rw- Internal format
o HDF -rw+ Hierarchical Data Format
o HISTOGRAM \*-w- Histogram of the image
o HTM \*-w- Hypertext Markup Language and a
client-side image map
o HTML \*-w- Hypertext Markup Language and a
client-side image map
o HTTP \*r-- Uniform Resource Locator
o ICB \*rw+ Truevision Targa image
o ICM \*rw- ICC Color Profile
o ICO \*r-- Microsoft icon
o ICON \*r-- Microsoft icon
o IPTC \*rw- IPTC Newsphoto
o JBG \*rw+ Joint Bi-level Image experts Group
interchange format
o JBIG \*rw+ Joint Bi-level Image experts Group
interchange format
o JP2 \*rw- JPEG-2000 JP2 File Format Syntax
o JPC \*rw- JPEG-2000 Code Stream Syntax
o JPEG \*rw- Joint Photographic Experts Group
JFIF format
o JPG \*rw- Joint Photographic Experts Group
JFIF format
o LABEL \*r-- Text image format
o LOGO \*rw- ImageMagick Logo
o M2V \*rw+ MPEG-2 Video Stream
o MAP \*rw- Colormap intensities (8 or 16 bits,
depending on the image depth) and
indices (8 or 16 bits, depending
on whether colors exceeds 256).
o MAT \*-w+ MATLAB image format
o MATTE \*-w+ MATTE format
o MIFF \*rw+ Magick image format
o MNG \*rw+ Multiple-image Network Graphics
o MONO \*rw- Bi-level bitmap in least-significant-
-byte-first order
o MPC -rw- Magick Persistent Cache image format
o MPEG \*rw+ MPEG-1 Video Stream
o MPG \*rw+ MPEG-1 Video Stream
o MPR \*r-- Magick Persistent Registry
o MSL \*r-- Magick Scripting Language
o MTV \*rw+ MTV Raytracing image format
o MVG \*rw- Magick Vector Graphics
o NETSCAPE \*r-- Netscape 216 color cube
o NULL \*r-- Constant image of uniform color
o OTB \*rw- On-the-air bitmap
o P7 \*rw+ Xv thumbnail format
o PAL \*rw- 16bit/pixel interleaved YUV
o PALM \*rw- Palm Pixmap format
o PBM \*rw+ Portable bitmap format (black and white)
o PCD \*rw- Photo CD
o PCDS \*rw- Photo CD
o PCL \*-w- Page Control Language
o PCT \*rw- Apple Macintosh QuickDraw/PICT
o PCX \*rw- ZSoft IBM PC Paintbrush
o PDB \*r-- Pilot Image Format
o PDF \*rw+ Portable Document Format
o PFA \*r-- TrueType font
o PFB \*r-- TrueType font
o PFM \*r-- TrueType font
o PGM \*rw+ Portable graymap format (gray scale)
o PICON \*rw- Personal Icon
o PICT \*rw- Apple Macintosh QuickDraw/PICT
o PIX \*r-- Alias/Wavefront RLE image format
o PLASMA \*r-- Plasma fractal image
o PM \*rw- X Windows system pixmap (color)
o PNG \*rw- Portable Network Graphics
o PNM \*rw+ Portable anymap
o PPM \*rw+ Portable pixmap format (color)
o PREVIEW \*-w- Show a preview an image enhancement,
effect, or f/x
o PS \*rw+ Adobe PostScript
o PS2 \*-w+ Adobe Level II PostScript
o PS3 \*-w+ Adobe Level III PostScript
o PSD \*rw- Adobe Photoshop bitmap
o PTIF \*rw- Pyramid encoded TIFF
o PWP \*r-- Seattle Film Works
o RAS \*rw+ SUN Rasterfile
o RGB \*rw+ Raw red, green, and blue samples (8 or
16 bits, depending on the image depth)
o RGBA \*rw+ Raw red, green, blue, and matte samples
(8 or 16 bits, depending on the image
depth)
o RLA \*r-- Alias/Wavefront image
o RLE \*r-- Utah Run length encoded image
o ROSE \*rw- 70x46 Truecolor test image
o SCT \*r-- Scitex HandShake
o SFW \*r-- Seattle Film Works
o SGI \*rw+ Irix RGB image
o SHTML \*-w- Hypertext Markup Language and a
client-side image map
o STEGANO \*r-- Steganographic image
o SUN \*rw+ SUN Rasterfile
o SVG \*rw+ Scalable Vector Gaphics
o TEXT \*rw+ Raw text
o TGA \*rw+ Truevision Targa image
o TIF \*rw+ Tagged Image File Format
o TIFF \*rw+ Tagged Image File Format
o TILE \*r-- Tile image with a texture
o TIM \*r-- PSX TIM
o TTF \*r-- TrueType font
o TXT \*rw+ Raw text
o UIL \*-w- X-Motif UIL table
o UYVY \*rw- 16bit/pixel interleaved YUV
o VDA \*rw+ Truevision Targa image
o VICAR \*rw- VICAR rasterfile format
o VID \*rw+ Visual Image Directory
o VIFF \*rw+ Khoros Visualization image
o VST \*rw+ Truevision Targa image
o WBMP \*rw- Wireless Bitmap (level 0) image
o WMF \*r-- Windows Metafile
o WPG \*r-- Word Perfect Graphics
o X \*rw- X Image
o XBM \*rw- X Windows system bitmap (black
and white)
o XC \*r-- Constant image uniform color
o XCF \*r-- GIMP image
o XML \*r-- Scalable Vector Gaphics
o XPM \*rw- X Windows system pixmap (color)
o XV \*rw+ Khoros Visualization image
o XWD \*rw- X Windows system window dump (color)
o YUV \*rw- CCIR 601 4:1:1
Welches fehlt Dir denn zu Deinem Glück?
Dazu ist zu sagen, dass Inhalt von Arbeiten bitteschön im Text
zu stehen hat, nicht in Tabellen …
Oh oh, man soll nicht von sich auf Andere schließen. Es soll
Arbeiten geben, in denen die Darstellung vieler Tabellen
notwendig ist. Kenne mehrere davon. Es es wirklich über
mehrere Seiten geht ist zugegebenermaßen selten, aber sogar
ich habe eine ganze Reihe von Tabellen in meiner Doktorarbeit
und die sind da auch nicht wegzudenken. Es ist auch
schwachsinn, ein inhaltsleeres Argument gegen eine Empfehlung
zu stellen.
Ich schließe nicht von mir auf andere, sondern sage nur, was ohnehin selbstverständlich ist und im übrigen auch so empfohlen wird. Tabellen sind Beiwerk, nicht Inhalt. Sie dienen der Illustration des Inhaltes. Wer 40 Tabellen und fünf Seiten Text schreibt, wird bei der Bewertung entsprechend Probleme bekommen. Bitte nimm zur Kenntnis dass ich nicht sage, diese Tabellen seien gänzlich überflüssig. Enthalten sie doch häufig erhebliche Mengen an Daten und die Ergebnisse jahrelanger Forschungsarbeit. Dafür gibt es aber gerade die Erfindung des Anhangs und seit neuestem sogar die CD-ROM!
Ich habe ganz bestimmt nicht selber Tabellen in
LaTeX gesetzt. Ich habe einen Blick auf eine 10seitige
Kurzanleitung geworfen und sofort die Waffen gestreckt – ein
Luxus, den ich mir leisten kann. Nein, ich habe das von
mehrere hardcore-LaTeX-Anwendern als Argument gehört, daß man,
wenn man viel mit Tabellen arbeitet, mit LaTeX keine Freude
hat. Oder vielleicht sollte ich sagen: Nicht soviel Freude
hat. Damit Du nicht gleich wieder Gift und Galle spucken mußt
gegen mich armen, kleinen Klicki-Bunti-Benutzer.
Ich selbst habe hier mehrfach darauf hingewiesen, dass LaTeX kein Ersatz für eine Tabellenkalkulation ist. Wer meint, ellenlange Tabellen mit Word zu schreiben sei einfacher, ist aber auf dem Holzweg. Er/sie wird mit Sicherheit schlicht aus Excel per cut&paste vorgehen. Dafür hinwiederum gibt es Excel2latex Konverter. Also auch kein Problem.
Kürzere Tabellen, die man im Text für die Klarstellung bestimmter Fakten braucht, sind nicht so problematisch, dass das ein „Luxus“ wäre.
Und auch wenn Du es nicht hören willst: Ich habe lieber einen etwas komplexeren Tabellensatz, als undefiniertes Verhalten bei längeren Texten. Insbesondere, wenn es um eine Diplom- oder Doktorarbeit geht und Termine drücken.
Gut, ja, Du hast recht, LaTeX ist ein
Setzer und der Autor soll sich um den Inhalt kümmern bla bla –
das war leider nicht die Frage.
Doch, genau das war die Frage.
Die Frage ist: Kann ich
TeX/LaTeX empfehlen, wenn ich selber den Text gestalten
möchte.
Das wiederum war nicht die Frage.
Und die Antwort ist eindeutig: Nein. Man kann
vieles umsetzen, aber es ist ein Schmerz im Gesäß – und das im
Fettsatz.
Wenn Du das Layout selbst gestalten willst, dann ist LaTeX (wie ich Dir bei anderer Gelegenheit bereits mehrfach mitgeteilt habe) nicht das richtige. Das will es aber explizit auch nicht sein. Was Du willst, wirst Du eher bei plain TeX finden. Dort hast Du die gewünschte komplette Freiheit. Da TeX aber schon etliche Jahre auf dem Buckel hat, gibt es für Setzer/Layouter mittlerweile angenehmere Produkte. Unter anderem die von Dir genannten. Aber warum das für einen Autor erstrebenswert sein soll, Layout zu machen, dass will mir beim besten Willen nicht einleuchten. Zumal dafür mehr als nur ein „des passt scho’“ an Wissen erforderlich ist. Sich in die Thematik einzuarbeiten ist wirklich ein Luxus, den sich die durchschnittlichen Doktoranden mit Sicherheit nicht leisten können.
Und wo Du Dich so schön versteifst kann ich das
auch: Das fängt bereits mit falsch gesetzten Ligaturen und
unschönen Trennmustern an. Wenn Du LaTeX schon so dermaßen als
Setzer hervorhebst, dann kann ich nur sagen: er ist ein
schlechter Setzer. Besser als der Satz eines
08/15-Word-Dokuments, aber trotzdem immer noch mangelhaft.
Jaja, das erzählst Du hier schon seit längerem. Ragtime trennt ohne Benutzereingriff übrigens auch nicht besser. Das en details Trennungen verbessert werden können, ist keine Frage. Auch die eine oder andere „zu viel“ angebrachte Ligatur lässt sich – wenn man’s denn will – simpel per „|“ beheben. Das Wörtchen „Auf|lage“ käme mir da in den Sinn. Aber es ist offensichtlich, wenn man sich mal zwei entsprechende Werke anschaut, dass LaTeX im Ergebnis mehrere Ligen oberhalb von Word angesiedelt ist. So ungefähr wie die Firmenmannschaft von Klempner Hempel zur Champions League. Wenn dieses Ergebnis (wie viele Anwender behaupten, die beide Programme kennen) obendrein mit weniger Aufwand erreicht werden kann, dann sollte die Wahl nicht schwer fallen.
Kann doch nicht Dein Ernst
sein, dass jeder Autor auch Setzer sein soll.
Nein, darum ging es nie! Verzeihung, wenn ich mich da so
unklar ausgedrückt habe. Also, um das noch mal klar zu
stellen: Es soll Leute geben, die längere Dokumente verfassen
wie z.B. Diplom- oder Doktorarbeiten und die diese gerne
selber typografisch (i.w.S.) gestalten möchten.
Grafikdesign-Studenten gehören gerne dazu und der eine oder
andere Bekloppte (wie ich) aus anderen Fachrichtungen. Für
diesen kleinen, illustren Kreis von Leuten habe ich die
Empfehlung abgegeben, lieber nicht auf LaTeX zu setzen. Ist
das so klar genug?
Ja, das war doch mal herzerfirschend klar. Bisher ist nämlich nur diffuses LaTeX-Bashing mit gleichzeitigem „nimm lieber Word oder gleich Ragtime“ hier angekommen.
Es ist für Layouter gedacht, nicht für Autoren.
Wenn Du aber am Computer einen Text entwirfst und druckst,
dann bist Du nun mal selber Setzer, ob Du nun willst oder
nicht.
Nein, ich bin Autor. Ich verlange von einer Software, dass sie mir Arbeit abnimmt, nicht noch welche obendrauf packt.
Und schauen wir mal, was bei der Abgabe einer Doktorarbeit übler aufstößt bei den Prüfern. Nicht eingehaltene Abgabetermine (Ich kann doch nichts dafür, dass mein Word mir eine Woche vorher jede zweite Seite gelöscht und mein Layout komplett verhunzt hat) mit „Druckkunst“ auf unterstem Niveau (Ich finde, 10 verschiedene Schriftarten chic. Grauwert? Wasn das? etc. pp.) oder ein paar weniger elegante Trennungen und „falsche“ Ligaturen in sonst sehr konsistentem Layout pünktlich abgegeben ohne schlaflose Nächte.
Die beiden Dokumente sind nett zu lesen und insbesondere für
Word-Nutzer von Interesse. Für Anwender von LaTeX hingegen in
weiten Teilen obsolet, da die Pakete SIunits, die Koma-Klassen
mit den richtigen Optionen und die Verwendung der T1-Kodierung
bei den Zeichensätzen viele der Probleme gar nicht erst
entstehen lassen.
Tut es eigentlich weh, wenn man sich mit Argumenten selber ins
Bein schießt?
Gute Frage. Verrats mir.
Gruß
Fritze
PS: Du wirst große Schwierigkeiten haben, LaTeX ohne Komascript, T1-Kodierung und das SIunits Paket zu finden. Mich würde mal interessieren, was Word aber auch Ragtime – insbesondere eim Vergleich zu SIunits – da zu bieten haben. Gibts da ne entsprechende Erweiterung?