Einbinden von Grafiken in Word 2003

Hi, es ist Sonntag und ich verzweifel mal wieder an meiner Diplomarbeit!
Vielleicht hat jemand einen nützlichen Tip für mich. Meine Arbeit umfasst mittlereile 60 Seiten und zahlreiche Grafiken. Und genau diese Grafiken machen mir schwierigkeiten, sie verschieben sich nach Lust und Laune wohin sie wollen. Ich möchte die Grafiken horizontal zentriert mit Textfluss oben und unten in meinen Text einbinden. Also gehe ich wie folgt vor:
Alle Grafiken wandel ich in .jpeg und füge sie dann in Word 2003 über „Einfügen“ „Grafik“ „aus Datei“ ein. Dann füge ich eine Beschriftung ein indem ich die Grafik anwähle, dann „Einfügen“ „Referenz“ „Beschriftung“ wähle. Dann Gruppiere ich das Schriftfeld der Grafik mit der jeweiligen Grafik. Dann wähle ich die Gruppierte Grafik an, Rechte Maust. „Objekt formatieren“ „Layout“ und wähle als Umbruchart „Rechteck“, als horizontale Ausrichtung „zentriert“ und als Textfluss „oben und unten“.
Funktioniert auch, aber es kommt des öfteren vor das sich die Grafiken später mit dem Text verschieben und dann am oberen oder unterem Blattrand „festkleben“ und die Kopf oder Fußzeile verdecken. Was kann ich tun damit das nicht passiert?

ach herje…
hi christian

dein fehler: statt den layout „rechteck“ verwende „mit zext in zeile“ und zentriere dann einfach den absatz. hat genau den selben effekt wie deine vorgehensweise, nur funktioniert das auch mit sehr vielen grafiken immer stabil und ohne probleme.

erklärung: die möglichkeit, grafiken und textfelder frei positionieren zu können, ist im word „relativ“ neu (also nicht bereits mit winword 1.0 da gewesen). bei vielen dieser neuen features schleppt word seit anbeginn einige fehler mit, die sich auch mit neuen versionen hartnäckig halten. generell kann man sagen, dass frei positionierbare grafiken ab einer gewissen anzahl im dokument massiv probleme machen - sprich, unkontrolliert verrutschen. mal abgesehen davon, dass das konzept mit dem objektanker recht kompliziert ist und daher oft zusätzlich für verwirrung sorgt.

es gibt mehrere abhilfen:

  • es gibt mehrere vergleichstests von textverarbeitungsprodukten, bei denen openoffice.org gerade beim thema diplomarbeit bei weitem besser abschneidet als word. denn gerade das positionieren von grafiken scheint dort kein problem zu sein. dafür hat man halt andere probleme - ist also kein allheilmittel!

  • so weit wie möglich auf positionsrahmen oder ähnliche konzepte verzichten (also bei grafiken immer die obige layoutwahl verwenden). man kann die grafik ja trotzdem zentrieren bzw. linksbündig ausrichten. die gruppierung ist nicht notwendig - einfach die grafik markieren und format->absatz->zeilen- und seitenumbruch->absätze nicht trennen auswählen. dann wird auch sichergestellt, dass grafik und beschriftung immer auf der selben seite sind (was vermutlich deine absicht war…)

  • für etwas komplexere layouts verwende ich immer tabellen. damit kann ich auch erreichen, dass die grafik von text umgeben wird - allerdings ist dann frei fließender text nicht möglich, was mich bisher aber nicht gestört hat, da ich word nur sehr selten zum gestalten einer zeitung verwende…

  • generell ist word das komplett falsche werkzeug für wissenschaftliche arbeiten. word verleite den benutzer dazu, den text zu „malen“ anstatt sich auf den inhalt bzw. eine durchgängige form zu konzentrieren. konzepte wie sie bei latex bzw. auch xml/xsl/formating objects angewendet werden, sind normalerweise bei weitem besser geeignet, saubere layouts für wissenschaftliche texte zu erzeugen. der einarbeitungsaufwand ist zwar um einiges höher - währen man bei word der irrigen meinung ist, sofort loslegen zu können, muss man bei latex schon mal das handbuch lesen und ca. eine woche investieren. spätestens wenn einem word schon zum x-ten mal das layout verhunzt hat und man schon wieder einen halben tag sitzt, um das layout zu korrigieren (kommt eigentlich hin und wieder jemand auf die idee, sich erst zum schluss um das endgültige layout zu kümmern??) zahlt sich die einarbeitungszeit aber aus. man muss allerdings aufpassen: latex ist vom konzept her etwas völlig anderes als word. word ist ein text-editor, der auch formatieren kann und etwas textverarbeitung beherrscht. latex ist eine waschechte textverarbeitung - man benötigt aber einen eigenen editor, da latex nur fertigen text formatiert.

lg
erwin

Danke für die ausführliche Hilfe!

Ich habe gerade schon eine etwas längere Antwort geschrieben, aber die scheint beim abschicken verschwunden zu sein?!
Nun gut, nochmal die Kurzversion:
Ich werde jetz bei Word bleiben, Open Office kenne ich zwar, habe damit aber lange nicht so viele Erfahrungen wie mit Word. Die Formatierung der Grafiken funktioniert so wie du es beschrieben hast besser, danke für den Tip!

Gruß Christian

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