hallo
ohne das dokument tatsächlich gesehen zu haben, ist eine diagnose extrem schwierig. das problem ist, das word unzähliche möglichkeiten bietet, damit sich ein unerfahrener anwender seine dokumente zerstören oder unnötig vergrössern kann.
zunächst mal der übliche lösungsansatz: datei->speichern unter, als rtf speichern, grösse des rtf kontrollieren. durch das „speichern unter“ sollte normalerweise der übliche schrott entsorgt werden. ist das rtf signifikant kleiner als das doc, dann das rtf öffnen und mit speichern-unter wieder als doc speichern.
was kann alles ein dokument unnötig gross machen?
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häufigstes problem: die option „schnellspeichern zulassen“ bei extras->optionen->speichern. damit hängt word änderungen immer am ende der datei an, anstatt sie ins dokument einzupflegen. das ist dann sinnvoll, wenn ich ein grosses dokument habe und nur wenige änderungen mache. ansonsten ist es ziemlicher blödsinn.
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häufig übersehenes problem: versionierungen. word kann mehrere versionen des dokuments in einer datei speichern. bearbeitet wird standardmässig die letze version.
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auch möglich: vorschaufgrafiken (datei->eigenschaften->vorschaugrafik speichern). diese können recht gross sein, wenn auf der ersten seite eine grafik ist (egal wie klein). da sie meist unnötig ist, am besten immer deaktiviert lassen.
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und natürlich der klassiker: eingebettete objekte oder grafiken. wenn man hier nicht ganz genau weiss, was man tut, kann man ohne probleme riesige dokumente erzeugen. bei einer einbettung (also z.b. eine powerpoint-folie direkt im word speichern) muss word nicht nur die vollständige powerpoint-datei ins word integrieren, es speichert zusätzlich auch eine vorschaugrafik im dokument ab. da kommen schnell ein paar mb zusammen.
bei grafiken ist der beliebte fehler der, dass man eine riesengrosse grafik nimmt, ins word einfügt und dann auf die gewünschte grösse verkleinert. problem dabei: word muss die grafik in der originalgrösse ins word-dokument einfügen, auch wenn sie dann auf weniger als 10 % verkleinert wird. abhilfe: entweder schon vorher verkleinern (liefert meist die nachvollziehbareren ergebnisse) oder die word-funktion zum verkleinern der grafik verwenden (symbolleiste „grafik“ einblenden und den button „komprimieren“ drücken).
generell: das einbetten von grafiken ist nur dann sinnvoll, wenn dokument und grafik tatsächlich als eine einheit verarbeitet werden müssen (z.b. weil man häufig das dokument an andere personen weitergibt). ansonsten sollte man nur verknüpfen. die option „verknüpfen und im dokument einfügen“ von älteren word-versionen ist völliger schwachsinn, da sie die nachteile beider vorgehensweisen kombiniert, ohne deren vorteile.
grafiken sollten immer im optimalen format gespeichert sein. für „echte“ grafiken (also klare formen und lienien, viele gleichfärbige flächen, meist diagramme oder strichzeichnungen) ist das png-format optimal: es hat in diesem fall exzellente kompressionsraten, ist allgemein verfügbar und verlustfrei. jpg ist das format der wahl, wenn es um fotos geht. jpg ist definitiv nicht für grafiken geeignet, da es die ränder der objekte extrem stark ausfranst, was ziemlich hässlich ist. nebenbei ist die kompressionsrate bei grafiken bei jpg schlechter als bei png.
wenn alles nichts hilft: es gibt mehrere freeware-tools, mit denen word-dokumente in pdf umgewandelt werden können. das pdf sollte dann um einiges kleiner sein. ausserdem hat es den vorteil, dass es nicht auf jedem drucker anders aussieht (es kann durchaus sein, dass dein word-dokument bei einem anderen etwas anders aussieht, da der einen anderen druckertreiber installiert hat!).
lg
erwin