Hallo Fritze,
oups, das scheint ja an mich zu gehen! Hätte ich fast übersehen! ;o)
Also, wie war das? Jemand löscht den Text aus einer Datei bis auf ein einziges Wort, speichert, stellt fest, daß der Text wech ist und daß er einen Anwenderfehler begangen hat und dann ist Word auf einmal doof? Also, in Deiner Welt möchte ich auch nicht leben.
Ist übrigens ein typisches Problem und bei einem Kollegen vorgekommen, der ausgerechnet mit Latex arbeitet. Sein Betreuer fand ein Unterkapitel seiner Diplomarbeit »ziemlich bescheuert«. Der gute Mann hat (Latex ist ja so stabil und sicher) daraufhin das Unterkapitel gelöscht und in der tex-Datei neu geschrieben. Das fand der Betreuer allerdings noch unmöglicher und wollte dann lieber das alte Unterkapitel modifizieren. Naja, mit Ausdruck, scanner und OCR ging es einigermaßen schnell.
Ich habe hier schon mal betont, daß man sowas nur vermeiden kann, wenn man anständige Sicherungen von solchen Dokumenten anlegt. Eine gängige Methode dazu ist, daß der Text täglich unter einem neuen Namen abgespeichert wird. Das gilt für Word wie für OOffice wie für Papyrus und vermutlich, man glaubt es kaum, auch für Latex. Denn ich glaube kaum, daß z.B. Absätze, die manuell aus dem Quelltext gelöscht werden, irgendwie wieder hergestellt werden können.
Word ist nun bekannt dafür, daß es alle möglichen Informationen und auch alte Versionen nicht unbedingt aus Word-Dokumenten entfernt, auch wenn man diese nicht mehr direkt sehen kann. Das Entfernen geschieht dann, wenn man die Dateien unter einem anderen Namen abspeichert. Das neue Speichern jeden Tag hat hier also einen doppelten Effekt. Und erklärt auch gleich, warum der Text, der vermutlich unter Latex unrettgar verloren wäre, in der Word-Datei noch vorhanden ist und sich vielleicht retten läßt. Unter Latex wäre der Anwender ungeschickt gewesen, Latex hätte keine Schuld getroffen. Aber unter Word kann natürlich nur Word selbst die Schuld treffen.
Grüße,
Christian
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