Miniaturansicht in Word 2003

Jedesmal wenn ich die Seitenansicht schließe, erscheint links von meinem Dokument die Miniaturansicht. Wie kann man ausschalten?
Kedi

hast Du unter dem Menü „View“ die Option „Thumbnails“ aktiviert? (in deutschem Menü entsprechend unter „Ansicht“…)
falls ja: deaktivieren, mag sein dass es das schon war.

hi kedi

Jedesmal wenn ich die Seitenansicht schließe, erscheint links
von meinem Dokument die Miniaturansicht. Wie kann man
ausschalten?

die seitenansicht kann man nicht „schließen“ - man kann lediglich die ansicht für das dokument wechseln. klingt jetzt zwar nach haarspalterei, ist aber durchaus ernst gemeint. es ist nämlich wesentlich, auf welche ansicht du wechselst.

grundsätzlich ist es so: es gibt insgesammt 5 „hauptansichten“ auf das dokument: die normal-ansicht, die sich hauptsächlich um den inhalt des dokuments kümmert und dafür teilweise formatierungen nicht anzeigt/berücksichtigt, die weblayout-ansicht, die das dokument so anzeigt, wie es in einem webbrowser angezeigt werden würde (wobei word als html-editor ziemlich unbrauchbar ist), die seitenlayout-ansicht, die sämtliche formatierungen berücksichtigt und das dokument fast genauso präsentiert, wie es am drucker rauskommt (und daher etwas langsamer reagiert als die normalansicht), die lesemoduslayout-ansicht, die hauptsätzlich auf das lesen des dokuments am bildschirm hin optimiert ist und daher seitenumbrüche weitestgehend ignoriert und zuletzt die gliederungsansicht, die einen strukturierten blick auf das dokument zulässt, formatierungen aber weitestgehend ignoriert.

zusätzlich gibt es noch zwei hilfsansichten: die dokumentstruktur, die schön übersichtlich die überschriften anzeigt und die miniaturansicht, die kleine vorschaubildchen für jede seite anzeigt. die beiden hilfsansichten sollen vor allem die navigation in umfangreichen dokumenten erleichtern.

das wesentliche dabei ist, dass die hilfansichten in jeder der hauptansichten ein- und ausgeschaltet werden können und dass sich word merkt, in welcher hauptansicht welche hilfsansicht verwendet wurde.

beispiel: du bist in der normalansicht und blendest die dokumentstruktur ein. dann wechselst du in die seitenlayoutansicht. dabei wird die dokumentstruktur wieder geschlossen. du wechselst zurück in die normalansicht und die dokumentstruktur ist wieder da.

soweit so klar. das problem ist nun, dass word teilweise recht merkwürdige strategien hat, den zustand der ansichten zu speichern. wenn z.b. in der normal.dot eingestellt ist, dass in der normalansicht die dokumentstruktur eingeblenden sein soll, so wird sie ab nun in allen neuen dokumenten angezeigt. auch beim öffnen von bestehenden dokumenten wird sich angezeigt - ausser, es wurde explizit im dokument gespeichert, dass die dokumentstruktur verwendet werden soll - dann wird sie ausgeschaltet (im word ist zweimal einschalten das selbe wie ausschalten - intern ist es nämlich ein toggle, also ein ein-tasten-schalter, der nur den jeweils aktuellen status negiert).

um das ganze komplizierter zu machen: das ganze gilt natürlich nur, wenn das dokument mit akivierter dokumentstruktur zu einem zeitpunkt gespeichert wurde, zu dem in der normal.dot die dokumentstruktur noch deaktiviert war. es wird quasi im dokument nur die information, dass die dokumentstruktur-anzeige „umgeschaltet werden muss“ gespeichert, nicht der tatsächliche status.

und um das ganze noch verwirrender zu machen: änderungen an der ansicht werden nur dann im dokument gespeichert, wenn danach noch andere änderungen kommen. bedeutet also: dokument öffnen, ansicht wechseln, dokument speichern, dokument schließen hat den effekt, dass sich das dokument nicht geändert hat - das speichern hat keinen einzigen schreibzugriff aufs dokument gemacht. will man die ansicht mit dem dokument speichern, muss man auf jeden fall noch eine anderen änderung machen (z.b. leerzeichen eingeben und wieder löschen), da word sonst einfach nicht speichert.

und weil vielleicht ein paar leser immer noch bis hierher gekommen sind, ohne das handtuch zu werfen: wenn ein dokument nicht auf der normal.dot basiert, so gibt es dann noch kombinationen mit normal.dot, der jeweiligen dokumentvorlage und der im dokument gespeicherten informationen.

ich denke, es dürfte nun klar sein, warum man manchmal das gefühl hat, dass word die ansichten nach gutdünken auswählt. wirklich nachvollziehbar ist es nämlich nur, wenn man die hintergründe genau kennt (und vor allem genau weiss, was zu welchem zeitpunkt in den jeweiligen dateien gespeichert war).

so - genug geschwafel. ich hoffe, du kannst damit was anfangen.

lg
erwin

ps: ich sollte wirklich lernen, mich kurz zu fassen…