Word 2007: Beschriftungen

Hallo Experten,

zu Beschriftungen habe ich zwei Fragen. Ich kann ja verschiedenen Beschriftungen verschiedene Bezeichnungen geben wie z.B. ‚Abbildung‘, ‚Abb.‘, ‚Tabelle‘ oder ‚Tab.‘ etc. Soweit kein Problem. Die Beschriftung einer neuen Tabelle hat dann beispielsweise die Form ‚Tab. 1‘ mit der Option, dahinter noch den beschreibenden Text einzugeben. Kann ich irgendwie erreichen, dass hinter der Beschriftungsnummer automatisch ein Doppelpunkt und ein Leerzeichen eingefügt werden (z.B. 'Tab 1: ')?

Die zweite Frage beschäftigt sich mit dem Format der Beschriftung. Mit der Formatvorlage hat die gesamte Beschriftung den gleichen Schriftstil. Ist es auch möglich, die Bezeichnung und Nummerierung automatisch fett zu gestalten, während die Beschreibung normal bleibt, beispielsweise ’ Abb. 1: Beschreibung’, oder muss man das immer selbst machen?

LG
Huttatta

Hallo,

Kann ich irgendwie
erreichen, dass hinter der Beschriftungsnummer automatisch ein
Doppelpunkt und ein Leerzeichen eingefügt werden (z.B. ‚Tab 1:‘)?

Das wollte ich auch mal machen, habe aber keinen (einfachen) Weg gefunden (einfacher, als schlicht einen ‚:‘ einzugeben).

Die zweite Frage beschäftigt sich mit dem Format der
Beschriftung.

Auch dafür habe ich keine Lösung - aber einen Alternativvorschlag:

Es ist durchaus sinnvoll, die Abbildungsüberschrift auch fett zu machen. In der nächsten Zeile fängt dann die Abbildungslegende mit Beschreibung und Erklärung an, die aber wieder in normaler Schrift.

Gut automatisieren läßt sich das, indem du für die Abbildungslegende eine Formatvorlage (FV) definierst (sagen wir, du nennst die „Legende“). Als FV für den Folgeabsatz der
FV „Beschriftung“ gibst du dann „Legende“ an, für den Folgeabsatz von „Legende“ gibst du wiederum „Standard“ an. Natürlich definierst du auch entsprechende Absatz-Absände, damit sich die Abb-Legende schön vom Text absetzt (es ist auch hübsch, eine etwas andere Schrift [in Größe oder Stil] für die Legende zu verwenden).

Bei mir sieht eine Abbildungsüberschrift-/legende dann etwa so aus

**Abb. 1 Mittlere Proteinkonzentrationen in Zelllysaten**
 Die Konzentrationen wurden photometrisch anhand des
 OD<sub>280</sub> bestimmt. Gezeigt sind die Mittelwerte und 
 95%-Konfidenzintevalle der Mittelwerte von jeweils
 10 Messungen.

Ein weiterer Vorteil dieser Methode liegt darin, dass in einem Abbildungsverzeichnis nur die Überschrift, nicht aber der Legendentext angezeigt wird.

LG
Jochen

Hallo Jochen,

Ein weiterer Vorteil dieser Methode liegt darin, dass in einem
Abbildungsverzeichnis nur die Überschrift, nicht aber der
Legendentext angezeigt wird.

dieser Aspekt überzeugt mich. Stimmt die Formatierung aber auch mit den Normen überein? Ich bin nämlich gerade dabei, anhand mehrerer Internet-Quellen für später ein möglichst normgerechtes Formatvorlagen-Set zu erstellen. Leider sind die Angaben bezüglich einiger Punkte heterogen oder sie fehlen ganz. Gemeinsame Ansicht aller Quellen ist, dass die Schriftart (z.B. Arial) und- größe (z.B. 10pt) von Bildunter- und Tabellenüberschriften eine andere sein kann/sollte als im Normaltext (Times New Roman, 12pt), wie Du bereits erwähnt hast.

Zur Ausrichtung solcher Beschreibungen konnte ich erstaunlicherweise nirgends was finden. Ich denke mal, dass einzeilige, sehr kurze Beschreibungen zentriert werden, wohingegen sich für mehrzeilige Beschreibungen Blocksatz (ggf. mit Tabstopp wie in Deinem Beispiel) anbietet. Wie handhabst Du das bzw. weißt Du, was die Norm (DIN, ISO etc.), wenn überhaupt, verlangt?

LG
Huttatta

Hallo,

Für die Form wissenschaftlicher Texte gibt (meines Wissens) es keine Norm.

Fachbereiche halten es unterschiedlich mit den Vorgaben für Formate von Diplom-, Doktor- und Habilitationsarbeiten. Ebenso halten es wissenschaftliche Zeitschriften unterschiedlich.

Gäbe es eine (zumindest deutsche) Norm, würden sich (zumindest alle deutschen) Fachbereiche und Zeitschriften an diese halten. Die beobachtete Uneinheitlichkeit ist ein guter Hinweis für meine Vermutung, dass es keine derartige Norm gibt.

Also, abgesehen von den Vorgaben, welche dir die Prüfungs- bzw. Studienordnung macht (zB. Seitenränder, Zeilenabstand, Schriftgöße), ist es alleine Deine Sache, wie du den Text gestaltest. Einziger Richtwert ist - selbstverständlich - dass die Gliederung klar ist, dass das Auge des Lesers nicht abgelenkt wird, dass der Text leicht lesbar ist, und dass die meisten Betrachter keinen Schreikrampf wegen ästhetischer „Eigenarten“ bekommen. Der WICHTIGSTE PUNKT aber ist, dass alles, was du machst, im gesamten Dokument KONSISTENT ist. Da sehe ich bei dir aber keine Gefahr (ich kenne Alt-Doktoranden, die den Begriff „Formatvorlage“ noch nichtmal gehört haben!).

Also, mach es klar, einfach und gefällig. Und so, wie es DIR gefällt.

LG
Jochen

Wir hatten hier zB. KEINE Vorgaben vom Fachbereich, wie die Doktorarbeit aussehen soll. Jeder machst alles nach seinen Vorstellungen, und alles ist ok. Arbeiten, die im Auge des Gutachters allerdings klar, einfach und … ja … „schön“! aussehen, werden iA. etwas wohlwollender beurteilt. Hier spielen also psychologische Effekte durchaus eine Rolle. Ich persönlich finde das gar nicht so schlimm, weil zum Dasein als Wissenschaftler auch die *gute* Präsentation von Ergebnissen gehört.

Hallo,

Für die Form wissenschaftlicher Texte gibt (meines Wissens) es
keine Norm.

die gibt es tatsächlich. Schau mal hier: http://www.google.de/search?q=DIN+1422&sourceid=navc…

Fachbereiche halten es unterschiedlich mit den Vorgaben für
Formate von Diplom-, Doktor- und Habilitationsarbeiten. Ebenso
halten es wissenschaftliche Zeitschriften unterschiedlich.

Bei uns wird als Vorlage für Diplomarbeiten nur das Deckblatt und die Selbstständigkeitserklärung zum Download bereitgestellt. Alles Weitere wird leider offen gelassen.

LG
Huttatta

Hallo,

die gibt es tatsächlich. Schau mal hier:
http://www.google.de/search?q=DIN+1422&sourceid=navc…

Nicht zu fassen! Es gibt ja wirklich nichts, was nicht genormt wäre :smile:

DAS wissen aber sicher die wenigsten Gutachter!

Ich denke, auch die DIN ist nicht verpflichtend für das Format wiss. Arbeiten. Ich verstehe sie als Richtline, und in den meisten Quellen, die in deinem Link auftauchen, wird das sogar genau so gesagt („als Richtlinie zur Gestaltung dient DIN 1422…“)

Bei uns wird als Vorlage für Diplomarbeiten nur das Deckblatt
und die Selbstständigkeitserklärung zum Download
bereitgestellt. Alles Weitere wird leider offen gelassen.

Wenn dein Fachbereich nichts Näheres regelt, dann freu Dich doch; Du kannst die Arbeit dann so gestalten, dass sie v.a. Dir gefällt. Was ist so verkehrt daran?

LG
Jochen