Hi Fritze,
Ja, und wenn er nicht gestorben ist, dann klickt er auch noch
heute. Er könnte aber auch einfach \vec{a} eintippen, um einen
Vektorpfeil auf den Buchstaben a zu
bekommen.
*lach* Ich kann deiner Argumentation voll und ganz folgen, aber:
Aber um dieses komplizierte Vorgehen zu verstehen, dafür ist
die Zeit natürlich viel zu knapp.
^- du musst schon zugeben, dass es damit nicht getan ist: stell dir eine fast vollständig in Word geschriebene Arbeit vor… mit Bildern, Tabellen und hastenichgesehen. Und plötzlich merkst du, dass du keine Vektorpfeile machen kannst in Word. Also ich verstehe, dass man da sagt, dass die Zeit nicht reicht.
Meine Frau hat voriges Jahr Diplomarbeit geschrieben… 150 Seiten in Word. Bis Seite 120, mit bis dahin etwa je 30 Grafiken und Tabellen, war noch alles im Lot. Als dann aber auf rund 20 Seiten weitere Bilder eingefügt wurden, wurde die Sache echt unangenehm. Jede Absatzverschiebung löste eine andere Katastrophe aus. Auf dem Stand aber noch umzusteigen auf LaTeX und uns damit noch vollkommen unbekannte neue Probleme aufzuladen, wäre Selbstmord gewesen. Ich hab’s versucht, den Text in Texmaker zu kopieren… und hätte die ganzen Tabellen manuell nacherstellen müssen, jegliche Formatierungen und Überschriftsmarkierungen neu setzen und und und. Also ehrlich, das würde ich niemandem raten.
Nachdem die Arbeit abgegeben war, habe ich angefangen LaTeX vertiefter zu lernen, denn meine Diplomarbeit steht auch im kommenden Jahr ins Haus… und ich will vorbereitet sein. Zur Übung habe ich jetzt schon 2 Hausarbeiten in LaTeX geschrieben sowie 2 Beamer-Referate gehalten und sitze gerade an 2 weiteren Hausarbeiten… und wünschte, alles wäre so leicht wie \vec{a}. (schonmal versucht, Bibliographiestile an skurrile Lehrstuhl-Anforderungen anzupassen?
Dinat ist schon super, aber das ist so kompakt… man müsste schon SEHR genau wissen, was man tut, um daran was zu ändern, damit es so aussieht, wie es soll… und von den Tags her kommt kein anderer Stil, den ich gesehen habe, auch nur annähernd an dinat ran - schon gar nicht das viel gepriesene custombib.)
Außerdem hat auch LaTeX in bestimmten Dingen seinen eigenen Willen. Grafiken zu platzieren ist nicht gerade immer einfach. Wenn man LaTeX machen lässt (was man ja soll), erhält man manchmal nicht unbedingt die bestmöglichen Ergebnisse (klar, hier kann man diskutieren, was „bestmöglich“ ist… was ja an anderen Orten auch schon ausführlichst gemacht wurde).
Und wenn man wirklich gute Arbeit in LaTex leisten will, muss man ganz schön Zeit investieren, um alles gut hinzubekommen (Seitenrand-Anforderungen „Also der Rand oben und unten ist etwas größer als Sie das normal gern hätten, aber das ist halt so vorgesehen in LaTeX. Ich schreib dafür 2 Seiten mehr, OK?“, Zeilenabstände, DIV-Format-Grenzen und was nicht noch alles) und oft ist der Weg „wie man ihn sich denkt“ nicht der richtige… nicht umsonst gibt es so viele Dateien wie „das LaTeX-Sündenregister“.
Viele Grüße
tigru