ich schreibe seit Jahrzehnten, anfänglich mit Handschrift, dann mit Schreibmaschine und Karbonband, dann mit einer der ersten Schreibmaschinen, die auf Diskette speicherte, und man in einem schmalen Display den geschriebenen Text erkennen konnte.
Damals kamen die Computer mit DOS, dann mit WinDOWS und mit Textverarbeitungsprogrammen, wo man schreiben konnte, was das Zeug hält.
Heute aber versagen die neuen Textprogramme, wenn alte Texte aus der damaligen Zeit weiter bearbeitet und gespeichert werden sollen. Die Umwandlung der verschiedenen Formate ist zum Desaster geworden.
Ich schrieb viel mit Word 2 für Windows.
Ältere Texte hatte ich von den realen Papierseiten eingescannt und mit Textverarbeitungsprogramm übertragen lassen. Nun aber bemerke ich, daß ich Probleme bekomme, wenn ich ältere Texte und überhaupt Texte wahrheitsgetreu aus der damaligen Zeit wiedergeben und bearbeiten möchte.
Es ist nicht so wie einmal handgeschriebener Text. Der Text in den Computern ist nicht mehr abbildungsgenau und nicht wahrheitsgetreu wie mit einem Füllfederhalter auf Papier geschrieben. Der Computer mit seiner Software ist wie eine Hure, zu allem bereit: zur Fälschung der Wahrheit des einmal geschriebenen Textes.
Klingt vielleicht komisch in heutiger Zeit in diesem Zusammenhang. Aber ist es nicht so, daß die Spur der Tinte auf einem Blatt Papier echter und unvergänglicher und unverfälschbarer ist als der Datenstrom auf der Festplatte eines Computers?
