Word erfindet Formatvorlagen…

…und bindet dann noch Schriftarten dran, die gar nicht installiert sind.

Liebe ExpertInnen,

eine Access-Application erzeugt eine Textdatei, die in ein Word-Dokument hineinkopiert und dort per Makro formatiert wird. Unter Office 2000 läuft alles, unter Office 2003 passiert der oben beschriebene Murx.

Aus Standard und Courier New wird „Standard + (Latein)“ mit Simsun. Eine von mir angelegte Formatvorlage namens Kopf heißt anschließend „Kopf + Times New Roman“, Schriftart dazu MS Mincho. Meine ursprünglichen Formatvorlagen Standard und Kopf sind durchaus verfügbar.

Das einzig auffällige (?) am Text: Er enthält deutsche Umlaute. Ländereinstellungen unter Windows XP steht auf Deutsch, alle Features für asiatische Sprachen sind abgeschaltet. Wer weiß was?

Gruß Ralf

extras->optionen->bearbeiten->formatierung mitverfolgen

Dernehm
Moin, Erwin,

extras->optionen->bearbeiten->formatierung
mitverfolgen

leider nicht.

Nebenbei gefragt: Du scheinst ja zu wissen, was dieses Feature tut; mir ist und bleibt ein Rätsel, was der Dichter die Word-Hilfe damit sagen möchte:

Mithilfe dieser Einstellung können Sie festlegen, ob in Word während der Eingabe Formatierungsinformationen zur einfachen Wiederverwendung an anderer Stelle mitverfolgt bzw. gespeichert werden sollen.
Vor allem frage ich mich, was das mit meinem Probelm zu tun haben könnte - isch abe gar keine Eingabe.

Gruß Ralf

hallo

wundert mich - normalerweise ist genau dass das problem.

der genaue zweck der option ist mir schleierhaft. aber ich weiss in etwa, was es tut:

du hast einen absatz, der mit standard formatiert ist. dann steht links oben im style-feld „standard“. nun weist du dem absatz die schrift „Arial“ zu. nun steht im style-feld „standard + arial“. usw.

in der theorie sieht man also recht schön, welche formatierungen direkt vorgenommen wurden und welche vom style kommen. grundsätzlich ja auch ok, da man ja eigentlich nur über styles formatieren und direkte formatierungen vermeiden sollte.

in der praxis kommt man um direkte formatierungen nicht herum und dieses feature macht einen schnell wahnsinnig. warum die option standardmässig aktiviert ist, ist mir ein rätsel.

ich frage mich allerdings, wie der effekt bei dir zustande kommt, wenn die option ausgeschaltet ist. sonst fällt mir auf die schnelle nicht ein, warum word da solche style-namen erfindet.

falls es dich wirklich brennend interessiert und der text nicht irgendwie vertraulich ist, kannst du mir das dokument ja mal schicken. ich kann es mir mal anschauen und dir dann sagen, was los ist. eine ferndiagnose ist immer schwierig und läuft auf einen ziemlich langen dialog à la „ist es das?“ - „nee“ - „dann das?“ … hinaus.

lg
erwin

Hi Erwin,

komme grade von dem Gastrechner. Aaaalso:

Die komische Option zeigt manuelle Änderungen, wozu immer das gut sein soll. Wenn sie ausgeschaltet ist, sind zum Absatz die Originalnamen der Formatvorlagen vermerkt, die Formatierungen am Dokument sind deshalb aber die gleichen.

Mein Problem ist ein ganz anderes: An dem Dokument wird nichts manuell verändert. Statt dessen kopiert ein Makro eine Textdatei in das Word-Dokument, das bis auf die Dokumentvorlage leer ist, und ersetzt gewisse Absatzmarken durch mir genehme Formatanweisungen.

So ganz genehm sind sie mir allerdings nicht, weil trotz Bindung meiner eigenen Dokumentvorlage an das Dokument (ehmt geprüft) Formatierungen auftauchen, die schlicht abenteuerlich sind - mit Schriftarten, die es auf dem Rechner nicht einmal gibt.

Ich war schon bei den Ländereinstellungen, heißen in XP ja etwas anders, habe dort alle „Sprachen“ wie koreanisch, chinesisch und russisch weggenommen, weil ich vernmute, dass Windows mir helfend unter die Arme greift (ha! HA!) - alles ohne Erfolg.

Dein Angebot nehm ich gern an, muss das Ding nur noch aus der Accces-Anwendung herausschälen. So richtig vertraulich sind die Daten nicht, blöderweise aber sind das die Namen von Vereinsmitgliedern, also nicht so recht geeignet, sie auf einem Webspace zu veröffentlichen :smile:

Gruß Ralf

Dein Angebot nehm ich gern an, muss das Ding nur noch aus der
Accces-Anwendung herausschälen. So richtig vertraulich sind
die Daten nicht, blöderweise aber sind das die Namen von
Vereinsmitgliedern, also nicht so recht geeignet, sie auf
einem Webspace zu veröffentlichen :smile:

Hallo Ralf,

ich bin da jetzt aber leicht enttäuscht von dir :frowning:

Vielleicht bist du auch überlastet mit deinem laufenden Rumgehüpfe zwischen Word-, Excel- Accesswelten oder wo du sonst noch rumhüpfst. das ist gar nicht so einfach laufend zu wechseln *einseh*

Jetzt schreibst du, die Originaldaten zu veröffentlichen wäre problematisch, na und, das ist es meistens :smile:

Aber, deshalb meine Irritation, du solltest doch wissen, daß es mich oder Erwin oder sonstwen Null interessiert, ob da steht

Name Vorname telefon
schmidt helmut 0611/123456

oder 

Name Vorname telefon
edfhd jffg9 43875475

und die letztgenannten Daten kann man sich fix selbst per makro erzeugen oder auch in Excel durch normale Funktionen o.ä.

Und Rnd() kennen sowohl Word als auch Word.

In der Sache selbst kann ich dir leider nicht helfen mangels Ahnung was eigentlich genau so eine Formatvorlage in Word beinhaltet, nein ich meine damit jetzt nicht das was in der Hilfe steht, ich kenne rtfm *gg*, mir fehlt da schlichtweg jegliche Umgangserfahrungen mit Formatvorlagen u.v.m.

PS: Wer oder was ist eigentlich „Demehm“ und wer oder was ist eigentlich ein „weißer Schimmel“ ?
Gruß
Reinhard

Moin, Reinhard,

Und Rnd() kennen sowohl Word als auch Word.

brauch ich zwar nicht, aber ich kenne das auch. Und was ist der Unterschied zwischen Word und Word?

In der Sache selbst kann ich dir leider nicht helfen mangels
Ahnung was eigentlich genau so eine Formatvorlage in Word
beinhaltet

Immerhin gut, dass wir darüber gesprochen haben.

PS: Wer oder was ist eigentlich „Demehm“

Dernehm heißt auf hochdeutsch daneben.

und wer oder was ist eigentlich ein „weißer Schimmel“ ?

Weiß ich zwar, aber wie kommst Du darauf - hast Du was geraucht?

Gruß Ralf

hallo ralf

des rätsels lösung: du importierst mit dem makro eine textdatei, die u.a. auch umlaute beinhaltet. access hat die datei im ansi-format (iso-8859-1 bzw. windows standard) abgespeichert. word geht aber davon aus, das es sich bei der datei um utf-8 handelt (im amerikanischen sprachraum sind zeichen über ansi-127 ein gutes zeichen für utf-8). bei der analyse der datei kommt word drauf, dass die zeichen einen sinn ergeben, wenn ein filter für chinesische texte angewendet wird. netterweise formatiert word dann auch den text gleich in einer schriftart, die die chinesischen zeichen gut darstellen kann. und stellt auch gleich die sprache des textes um.

leider kann man word beim einfügen von dateien per makro keine codierung mitgeben. ob es nicht doch geht, muss ich erst testen.

unmittelbare abhilfe: vielleicht kannst du access dazu überreden, die textdateien im utf-8-format zu schreiben. braucht nur ein paar byte mehr und geht genauso mit dem editor zu öffnen. nur word sollte dann keinen stress machen (hoffentlich…).

lg
erwin

1 „Gefällt mir“

nachtrag
kleiner test: die textdatei mit notepad öffnen, mit speichern-unter im utf-8 speichern und makro nochmal starten. klappt alles bestens.

hallo

Frage am Rande: Woher weißt Du das? Wenn ich mir
http://msdn.microsoft.com/de-de/libra
anschaue, habe ich das Gefühl, Microsoft will den User dumm
schderm lassen.

also, zunächst mal ein auszug aus dem obigen link:

ConfirmConversions

 Optional Object. True to have Word prompt you to confirm
 conversion when inserting files in formats other than the
 Word Document format.

gut, ich gebe zu, das ist dann doch etwas versteckt und erst offensichtlich, wenn man schon in das problem reingerannt ist. aber man kann nicht behaupten, dass microsoft das nicht dokumentiert hat.

zur frage, woher ich das weiss: es gibt nur eine schule, die sowas lehrt und das ist das leben. brauchst nicht glauben, dass ich einfach nur mal scharf nachgedacht oder in einer online-hilfe nachgelesen habe. ich habe halt auf basis meiner bisherigen erfahrungen herumexperimentiert und bin auf ein ergebnis gekommen, dass nachvollziehbar ist. muss nicht 100% stimmen, reicht aber fürs arbeiten.

Was ich dennoch nicht verstehe: Warum verhält sich Word 2000
an dieser Stelle anders als Word 2003? Hat man UTF-8 bei
Microsoft erst 2002 entdeckt?

word 2000 ist wie der name schon sagt relativ alt. windows 2000 ist gerade erst herausgekommen, die meisten nutzer werden noch mit windows nt oder mit windows 9x gearbeitet haben. die alten betriebssysteme haben noch keine vernünftige unterstützung für utf-8 dateien gehabt. die wahrscheinlichkeit, dass so eine datei daherkommt, war also verschwindend gering. die defaulteinstellung von word war daher optimiert auf den wahrscheinlichsten fall - eben ansi (iso-8859-1), da den windows standardmässig verwendet.

word 2003 kam auf den markt, als windows xp schon etabliert war. das word 2002 war ja nur eine beta zu word 2003 - hab ich glücklicherweise auslassen dürfen… unter windows xp sind utf-8 dateien kein thema. die unterstützung des systems ist gut - dank weit verbreiteter xml-technologie, wo utf-8 sehr gerne eingesetzt wird. logischerweise haben sich damit die defaulteinstellungen von word geändert: kommt eine datei daher, deren zeichen ausschließlich unter binär 128 liegen, ist es ziemlich sicher entweder ansi oder ascii (pc-850), was aber wurscht ist, da sich die beiden codierungen in diesem bereich nicht unterscheiden. ALLE zeichen, die im amerikanischen sprachraum üblich sind, passen in diesen bereich rein. sobald ein zeichen vorkommt, das binär grösser 128 ist, kann es entweder ansi, ascii oder utf-8 sein. aufgrund der inzwischen hohen verbreitung von utf-8 und der klaren vorteile dieser codierung entscheidet sich word eben für die neuere technik. würde fast jedes zweite zeichen binär null sein, würde word auf utf-16 schließen. dieses format ist aber im westlichen raum sehr unüblich da platzfressend.

alles klar?

lg
erwin

Hallo Ralf,

Und Rnd() kennen sowohl Word als auch Word.

brauch ich zwar nicht, aber ich kenne das auch. Und was ist
der Unterschied zwischen Word und Word?

Naja, das zweite Word ist ein mißglücktes Access :smile:

In der Sache selbst kann ich dir leider nicht helfen mangels
Ahnung was eigentlich genau so eine Formatvorlage in Word
beinhaltet

Immerhin gut, dass wir darüber gesprochen haben.

PS: Wer oder was ist eigentlich „Demehm“

Dernehm heißt auf hochdeutsch daneben.

Aha, kannte ich nicht.

und wer oder was ist eigentlich ein „weißer Schimmel“ ?

Weiß ich zwar, aber wie kommst Du darauf - hast Du was
geraucht?

Ups, da muß ich dich mit jemanden verwechselt haben, der fing mit Weißer Schimmel an bei dem ich nur Mitleser bin, wollte halt wissen was damit gemeint ist.

Gruß
Reinhard

Gruß Ralf

Hi Erwin,

ConfirmConversions

Optional Object. True to have Word prompt you to confirm
conversion when inserting files in formats other than the
Word Document format.

das ist schlicht die Festlegung, ob Word vor dem Konvertieren nachfragen soll. Ich hätte mir gewünscht, dass diese bekloppten Mechanismen („Wenn ich was finde, was ich nicht kenne, muss das Simsun Michong Dingdong sein“) irgendwo beschrieben wären.

alles klar?

So weit schon, danke für die Mühe.

Gruß Ralf

hallo

ne, der relevante teil war, dass die option für alle NICHT-WORD-DOKUMENTE notwendig ist.

logisch: ein word-dokument beinhaltet nicht nur den text selbst sondern auch jede menge metainformationen, u.a. auch die zeichensatzcodierung, schriftart, sprache etc. des textes.

bei plain-text-dokumenten ist nur der text drinnen, keine meta-information.

insofern kann man davon ausgehen, dass man beim importieren von dateien, die keine word-dokumente sind, man die option aktivieren sollte, weil word sonst jene codierung auswählt, die aufgrund der daten die wahrscheinlichste ist.

jaja - im nachhinein ist man immer schlauer - vorher hätte ich es auch nicht so reininterpretiert…

lg
erwin

Völlig OT weißer Schimmel und Pleonasmus

alle Schimmel sind weiß, deshalb ist es nicht sehr sinnvoll,
von weißen Schimmeln zu sprechen. Wer es dennoch tut, will
meist auf so ein „doppelt gemoppelt“ hinweisen. Das nennt sich
auch Pleonasmus (grausiges Wort):
http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/0,1518,373…

Hallo Ralf,

alle Schimmel sind weiß ist so eine Sache die pauschal so nicht gilt *find*

Und der Ausdruck fiel ja nicht im Tierbrett sondern in einem Brett wie Excelbrett, VB-Brett, hauswirstschaftundHandwerk oder so und zwar von jemandem dessen Name mir so vertraut wie deiner ist, deshalb die Verwechslung.

Okay, kein Thema, muß nur rausfinden in welcher Beitragsfolge das war, dann frage ich da, problem dabei ist, ich habe in der beitragsfolge nicht geantwort *glub*, das erschwert das Suchen, aber nur leicht, die Beitragsfolge ist ja noch frisch, werde ich schon finden.

Und dann frage ich halt nach wie warum denn dieser Ausdruck gewählt wurde.

Zwischenzeitlich gab ich „weißer Schimmel“ bei wikipedia ein, stieß da auch auf „Pleonasmus“ und auf „Tautologie“, von letzterem hatte ich irgendwann schon mal zumindest den Namen gehört, hätte aber gar nicht sagen können was es bedeutet.

Aber, die beiden Seiten von Wikipedia drchzulesen was sehr interessant. Wie man sehr leicht an all meinen Texten erkennen kann habe ichs nicht so mit der deutschen Sprache, Grammatik oder Germanistik.

Aber mit den Beipielen dort konnte ich sehr gut was anfangen. Ich hatte vorher ja schon mitbekommen wenn die ARD was von DAX-Index erzählt, das irgendwie Blödsinn ist, korrekterweise würde auch DA-Index reichen oder nur DAX, aber so Feinheiten soll gelehrte Leute als mich aufregen.

Und, da ich dir bei den Formatvorlagen sowieso nicht helfen kann und der Mod vielleicht schon nervös mit dem Finger über dem Verschiebeknöpfchen schwebt um Manches hier ins Plauderbrett zu beamen, so sehe ich diesen Nebenzweig deiner Anfrage den ich eröffnet habe als beendet an *gg*

Danke für das Gespräch

Gruß
Reinhard

Hallo Ralf,

eine Access-Application erzeugt eine Textdatei,

M.W. ist in einer Textdatei nur der Text und keinerlei Informationen über die Schriftart.
Das gilt für .txt , .csv o.ä.
Kann das nicht für RTF sagen, da kann es sein oder halt nicht.

Bei .doc wird das mitgespeichert und wenn du eine doc auf einem Fremdrechener öffnest ersetzt er ihm unbekannte Schriftarten durch irgendwelche.

die in ein
Word-Dokument hineinkopiert und dort per Makro formatiert
wird.

Zeig mal das makro falls wichtig.

Unter Office 2000 läuft alles, unter Office 2003
passiert der oben beschriebene Murx.

Ich hab nur überflogen was ihr euch geschriebn habt, mir persönlich passen diese Zwangsumwandlungen durch Excel, Word, egal, nicht so.
Mag zwar hilfreich sein in manchen Fällen, aber ich bestimme lieber selbst was da geschieht.

So wie ich den Überflug über die Beitragsfolge verstanden habe entscheidet Word beim Öffnen einer Datei anhand vom Vorkommen von Bytes über 127 wie es die Datei öffnet.

Und wenn ich richtig verstanden habe klappt das bei Word2000 in deinem Sinne, bei Word2003 nicht mehr.

Genau das meine ich ja wenn ich sage, ich möchte nicht daß da Word die Entscheidung trifft wie wie Datei zu parsen (auswerten) ist.

Lange Rede kurzer Schluß, wäre dir mit meinem Word-Vba-makro gedient was eine beliebige Textdatei einliest, in deinem Word-Dokument dann in einer Schriftart deiner Wahl anzeigt?

Das Makro traue ich mir zu auch ohne Kenntnis einer Formatvorlage :smile:
Und es ist mir wurscht ob da die Textdatei im Ascii, Ansii, Utf-8, Utf-16 Format vorliegt.

Problematisch daran ist da maximal die Erkennung und Unterscheidung welche Codierung des Textes denn nun vorliegt.

Gruß
Reinhard