Re: Word 2003: Seitengröße speichern?
hallo
kurzfassung:
- dokument öffnen
- leerzeichen am ende des dokuments eingeben
- leereichen wieder löschen
- ansichtsoptionen umstellen
- speichern
fertig
langfassung:
word hat generell einige heftige macken, wenn es um das speichern von ansichtsoptionen geht. zusätzlich auch noch eine recht merkwürige strategie beim speichern.
- das auslösen der speichern-funktion im word (egal ob button oder menüpunkt) bewirkt zunächst mal, dass der interne status des dokuments geprüft wird. da gibt es ein "dirty"-flag, dass anzeigt, dass seit der letzten speicherung änderungen am dokument erfolgt sind. ist das dirty-flag nicht gesetzt, passiert NICHTS! die datei wird also nicht nochmal geschrieben.
- wenn ich ein dokument öffne, ist das dirty-flag nicht gesetzt. die ansichtseinstellungen zu ändern, gilt NICHT als änderung am dokument und setzt daher NICHT das dirty-flag. ergo passiert genau nichts, wenn ich nach dem ändern der ansicht sofort auf speichern drücke.
- um die geänderten ansichtsoptionen tatsächlich speichern zu können, muss ich das dirty-flag setzen. das kann zb. erfolgen durch einfügen eines leerzeichens an beliebiger position und sofortiges löschen dieses zeichens (es geht auch jede andere änderung am dokument. das einfügen eines leerzeichens ist allerdings die vermutlich "ungefährlichste" änderung - schließlich will man sich ja nicht unabsichtlich die formatierung des dokuments zerstören).
- sobald das dirty-flag gesetzt ist, macht das auslösen der speichern-funktion genau das, was man erwartet, nämlich das neuschreiben der datei. dabei werden auch die aktuellen ansichtseinstellungen mitgespeichert.
nun der wirklich komplizierte teil:
welche ansicht man beim öffnen eines dokuments tatsächlich bekommt, hängt von mehreren faktoren ab. es gibt nämlich drei speicherorte, an denen ansichtsoptionen abgelegt sein können:
- im dokument selbst
- in der dokumentvorlage, auf der das dokument basiert
- in der globalen dokumentvorlage (normal.dot)
basiert das dokument auf der normal.dot sind es natürlich nur zwei speicherorte...
wenn man am dokument die ansichtsoptionen nicht explizit ändert, dann werden sie auch nicht im dokument gespeichert. es wird dann immer in der jeweils nächste ebene nach ansichtsoptionen gesucht. wird niergens eine gespeicherte option gefunden, wird eine defaultansicht angewendet.
leider kommt da offenbar noch ein zufallsfaktor hinzu: öffnet man ein dokument 10x, kann es durchaus sein, dass in einem fall das dokument anders angezeigt wird als in den anderen neun fällen - ohne dass man irgendwas an den optionen herumgestellt hat. dieses problem tritt aber nicht immer auf.
was die sache wirklich verwirrend macht, ist die tatsache, dass die ansichtsoptionen offenbar wie ein/aus-schalter reagieren und nur die information gespeichert wird, dass so ein schalter nur den jeweils anderen zustand annehmen soll, nicht der zustand selber. das führt zu merkwürdigen effekten:
- die normal.dot ist explizit auf normalansicht eingestellt.
- ich öffne ein dokument, in dem ebenfalls explizit die normalansicht eingestellt wurde
=> das dokument wird in seitenlayout angezeigt (zweimal einschalten ist ausschalten)
solange man nur mit dokumenten arbeitet, die man selber erstellt hat (am selben pc) fällt einem das sehr selten auf. sobald man aber mit dokumenten arbeitet, die durch mehrere hände gegangen sind (mit jeweils anders eingestellten words, dokumentvorlagen etc.) können da recht merkwürdige effekte auftreten.
man kann zwar gegen diese effekte nur sehr wenig machen (ausser die leute zu zwingen, einheitlich bestimmte einstellungen zu verwenden), aber es nervt etwas weniger, wenn man weiss, woher das kommt.
vielleicht hilft dir diese info ja etwas.
lg
erwin