Trendlinie nur für lineraren Anfang in Excel

Hallöchen!

Ich habe einen Graphen, der im Großen und Ganzen so aussehen soll: http://www.bionet.schule.de/~grube/fachlehr/chemie/e…

Wichtig für weitere Rechnungen ist aber nur der lineare Anfang der Kurve, denn da soll eine Tangente angelegt werden, deren Steigung dann ermittelt wird.

Meine Frage ist jetzt: Kann Excel das (davon gehe ich eigentlich aus*g*) und wie geht das? Bekomme nur Trendlinien auf den ganzen Graphen bezogen hin. :frowning:

lg
alex

Hallo Alex,

vielleicht hilft dir diese Seite weiter… Habe sie nicht genau durchgelesen, aber da wird glaub ich erklärt, wie man ne Ableitung von ner Funktion bildet…

http://www.hh.schule.de/ak/nt/excelimmath.htm

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

ich gehe davon aus, daß du dieses Ergebnis für die Schule brauchst. Dann würde ich mir keine so großen Gedanken machen und Stunden mit Excel verbringen. Ich würde das Diagramm ausdrucken, möglichst groß, also auf einem DIN A4 Blatt und dann per Hand eine Tangente anlegen und deren Steigung aus den Schnittpunkten mit den Achsen ablesen. Geht schnell und ist ist hinreichend genau.

Wenn du es unbedingt in Excel probieren willst: Ich kenne keine Möglichkeit, nur einen Teil des Graphen mit einer Trendlinie zu versehen. Als Abhilfe würde ich dann eben nur ein Diagramm über den relevanten Teil (also den linearen Anstieg) zeichnen lassen und davon dann eine lineare Trendlinie erstellen.

Gerhard

Danke für die Tipps!

Brauche das ganze für’n Uniprotokoll… Da ist mit der Hand zeichnen keine adequate Lösung. :wink:

Danke für die Tipps!

Brauche das ganze für’n Uniprotokoll… Da ist mit der Hand
zeichnen keine adequate Lösung. :wink:

Hallo Alex,

ist eigentlich einfah und schnell gemacht:

Ergänze die Datentabelle um eine Spalte mit den Daten, für die du die Trendlinie einfügen möchtest. Diese Daten (Hilfsdaten) sind identisch mit den Daten deiner Kurve (Echtdaten), also nur einen Teil der Daten noch einmal in die Tabelle aufnehmen, binde diese in das Diagramm mit ein

da nun 2 Kurven (Echtdaten und Hilfsdaten) in den zu betrachtenden Bereich völlig deckungsgleich sind, ist es einfacher, den Diagrammtyp für die Erstellung zunächst zu wechseln, es bietet sich ein Säulendiagramm an (Rechtsklick in das Diagramm, wählen, Säulendiagramm wählen. Mit OK bestätigen.

Rechtsklick auf die Säulen der Hilfsdaten, , Register bei linear markieren, bei die Reihe mit den Hilfsdaten markieren (müsste schon markiert sein) - gleichzeitig erscheint ein Markierungsrahmen um die Hilfsdaten in der Datentabelle,
Register bei entweder wählen (dann steht im Register der Ausdruck in der Klammer z.B. Reihe2) oder wählen und z.B. „meine Trendlinie“ eingeben (erscheint im Register)
wenn gewünscht noch anhaken und 0 evtl. ändern oder lassen
mit OK bestätigen

Die Säulen der Hilfsdaten sollten links von den Säulen der Echtdaten sein. Wenn nicht, Rechtsklick auf die Säulen der Hilfsdaten, wählen, Register und bei 100 einstellen.
Mit OK bestätigen

Rechtsklick in das Diagramm und nun wieder den Diagrammtyp ändern auf Liniendiagramm. Mit OK bestätigen

Moin,

da es für ein Uni-Protokoll sein soll, kannst Du es auch richtig machen!

Die Funktion beschreibt eine Sättigungs-Kinetik. Die Formel dafür ist bekannt. Die Parameter der Formel kannst du mit der Methode der kleinsten Quadratesumme anpassen lassen (geht über den Solver mit Excel). Anhand der Formel und der angepassten Parameter kannst du leicht die Anfangssteigung ausrechnen. Dann reicht ein Punktepaar, um Excel die Gerade durch den Ursprung mit dieser Steigung zeichnen zu lassen. Diese Gerade ist dann nicht irgendeine willkürlich angenäherte Gerade, die auf irgendwelchen willkürlich für auf einer Geraden liegend betrachteten Punkten basiert, sondern die optimale Gerade, welche alle vorhandenen Daten verwendet und auf dem Modell der Sättigungskinetik basiert.

Im Prinzip geht das alles so:

Du hast eine „x“-Datenreihe mit den Werten der Substratkonz. S in Spalte A und eine „y“-Datenreihe mit den Reaktionsgeschwindigkeiten V in Spalte B. Du hast bereits ein XY-Punktdiagramm davon zur Visualisierung.

Das Modell hat die Parameter Km und Vmax. Die sollen irgendwo anders in der Tabelle stehen. Ich nenne die Zellen selbst auch einfach Km und Vmax. In diese Zellen kannst du schonmal grobe Schätzwerte eintragen (läßt sich ja einfach anhand des Diagramms abschätzen).

In Spalte C schreibst du die Formel zu Berechnung des theoretischen Werts von V anhand der Formel und der Parameter für das Modell. Als aktueller Wert für S beziehst du dich immer auf die Zelle in Spalte A. Diese Datenheihe fügst du zum XY-Diagramm hinzu (als Linie; ohne die Punkte). Natürlich stimmt das noch nicht so toll, aber das kommt noch.

In einer weitere Zelle, ich nenne Sie mal FQS (für Fehlerquadratesumme) schreibst du folgende Formel:

„=SUMMEXMY2(B:B;C:C)“

wobei B:B der Zellbereich mit deinen empirischen V-Daten und C:C der Zellbereich mit den entsprechenden theoretischen V-Daten ist.

Nun gilt es, die Parameter so zu bestimmen, dass der Wert in der Zelle FQS minimal wird. Das macht der Solver (der installiert sein muß; evtl mußt du erst unter „Extras/Add Ins“ ein Häkchen bei „Solver“ machen).

Wähle dann im Menü „Extras/Solver…“. Gib als Zielzelle die Zelle FQS an, und als Zielwert „Min“. Als veränderbare Zellen gibst du den Zellbereich an, in dem die Parameter stehen (also Km und Vmax). Wenn möglich, solltest du unter „Optionen“ noch „Automatische Skalierung anwenden“ ankreuzen. Mit einem Klick auf „Lösen“ sucht der Solver dan die Parameter-Werte, für welche die FQS minimal wird. Das geht meistens gut - selten haut Excel aber daneben (also immer die Lödung im Diagramm kontrollieren!) - dann einfach mal andere Start-Schätzwerte für die Parameter angeben und den Solver nochmal starten.

LG
Jochen