Moin,
da es für ein Uni-Protokoll sein soll, kannst Du es auch richtig machen!
Die Funktion beschreibt eine Sättigungs-Kinetik. Die Formel dafür ist bekannt. Die Parameter der Formel kannst du mit der Methode der kleinsten Quadratesumme anpassen lassen (geht über den Solver mit Excel). Anhand der Formel und der angepassten Parameter kannst du leicht die Anfangssteigung ausrechnen. Dann reicht ein Punktepaar, um Excel die Gerade durch den Ursprung mit dieser Steigung zeichnen zu lassen. Diese Gerade ist dann nicht irgendeine willkürlich angenäherte Gerade, die auf irgendwelchen willkürlich für auf einer Geraden liegend betrachteten Punkten basiert, sondern die optimale Gerade, welche alle vorhandenen Daten verwendet und auf dem Modell der Sättigungskinetik basiert.
Im Prinzip geht das alles so:
Du hast eine „x“-Datenreihe mit den Werten der Substratkonz. S in Spalte A und eine „y“-Datenreihe mit den Reaktionsgeschwindigkeiten V in Spalte B. Du hast bereits ein XY-Punktdiagramm davon zur Visualisierung.
Das Modell hat die Parameter Km und Vmax. Die sollen irgendwo anders in der Tabelle stehen. Ich nenne die Zellen selbst auch einfach Km und Vmax. In diese Zellen kannst du schonmal grobe Schätzwerte eintragen (läßt sich ja einfach anhand des Diagramms abschätzen).
In Spalte C schreibst du die Formel zu Berechnung des theoretischen Werts von V anhand der Formel und der Parameter für das Modell. Als aktueller Wert für S beziehst du dich immer auf die Zelle in Spalte A. Diese Datenheihe fügst du zum XY-Diagramm hinzu (als Linie; ohne die Punkte). Natürlich stimmt das noch nicht so toll, aber das kommt noch.
In einer weitere Zelle, ich nenne Sie mal FQS (für Fehlerquadratesumme) schreibst du folgende Formel:
„=SUMMEXMY2(B:B;C:C)“
wobei B:B der Zellbereich mit deinen empirischen V-Daten und C:C der Zellbereich mit den entsprechenden theoretischen V-Daten ist.
Nun gilt es, die Parameter so zu bestimmen, dass der Wert in der Zelle FQS minimal wird. Das macht der Solver (der installiert sein muß; evtl mußt du erst unter „Extras/Add Ins“ ein Häkchen bei „Solver“ machen).
Wähle dann im Menü „Extras/Solver…“. Gib als Zielzelle die Zelle FQS an, und als Zielwert „Min“. Als veränderbare Zellen gibst du den Zellbereich an, in dem die Parameter stehen (also Km und Vmax). Wenn möglich, solltest du unter „Optionen“ noch „Automatische Skalierung anwenden“ ankreuzen. Mit einem Klick auf „Lösen“ sucht der Solver dan die Parameter-Werte, für welche die FQS minimal wird. Das geht meistens gut - selten haut Excel aber daneben (also immer die Lödung im Diagramm kontrollieren!) - dann einfach mal andere Start-Schätzwerte für die Parameter angeben und den Solver nochmal starten.
LG
Jochen