meine Frage im Betreff klingt ja erstmal trivial. Schließlich haben in den letzten vier Jahre eine Menge hoffnungsvoller Internet-Start-Ups versucht, genau damit reich und sexy zu werden.
Dass es in den meisten Fällen nicht geklappt hat, liegt vermutlich daran, dass niemand wirklich das anbietet, was jeder gebrauchen kann: Eine Portalseite, die sich komplett frei konfigurieren lässt. Ich will nicht zwischen den Topmeldungen von drei verschiedenen Nachrichtendiensten aussuchen können (also bitte nicht auf netzzeitung.de u.ä. hinweisen), sondern frei bestimmen, von welchen meiner Lieblingsseiten im Netz die Schlagzeilen auf meiner Einstiegsseite landen.
Ganz und gar nicht haben möchte ich so Petitessen wie Eingabeformulare für SMS-Versand gratis innerhalb des Mobilfunknetzes von Swasiland, Wetterkarten für den Großraum Niederkrüchten, peruanische Börsencharts in 3D-Darstellung usw.
Stattdessen aber z.B. die fünf aktuellsten Postings im wer-weiss-was (wie sie auf der w-w-w Startseite erscheinen). Und vielleicht (wenn es dafür eine sichere Lösung gibt) eine Benachrichtigungsdienst, der meinen POP3-Account abfragt. Und einen, der mir Bescheid gibt, wenn auf bestimmten Webseiten Veränderungen aufgetreten sind (dabei aber schlau genug ist, wechselnde Bannerwerbung nicht mitzurechnen).
Mir ist klar, dass so ein Tool nicht einfach zu konfigurieren wäre und dass das Einsammeln von Informationen auf vielen Seiten schlicht nicht funktionieren kann, weil das Zeug nicht aus dem HTML-Code auslesbar ist, sondern aus ner Datenbank in den Browser purzelt (ließe sich das nicht eigentlich umgehen, indem ein „unsichtbarer Minibrowser“ die Seite erst interpretiert und dann aus der Darstellung im Speicher ausliest, was ich haben will?). Aber gibt es eine Lösung, die meiner Vorstellung zumindest nahe kommt?
Wenn nicht: Vielleicht programmiert’s ja mal endlich eine® von euch und wird damit Millionär.
das Problem ist weniger ein technisches denn ein finanzielles und rechtliches. Wenn ich so einfach fremder Leute Seiten abgrase und unter Umgehung der dortigen Finanzierungsmodelle (Werbung) da nur die schönsten Dinge rauspicke, dann darf man dies nun mal einfach nicht, bzw. müsste dafür dann in anderer Art und Weise zur Finanzierung beitragen (Lizenzgebühren) und die müsste dann der Betreiber Deines Wunschportals auch irgendwo einnehmen, zumal er ja auch noch ein wenig Kosten für eigene Server und eigenen Traffic hat.
Sorry, aber wer glaubt, dass man anderer Leute Arbeit immer und überall und auf Dauer umsonst bekommt, ist auf dem Holzweg!
Gruß vom Wiz
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Mir ist klar, dass so ein Tool nicht einfach zu konfigurieren
wäre und dass das Einsammeln von Informationen auf vielen
Seiten schlicht nicht funktionieren kann, weil das Zeug nicht
aus dem HTML-Code auslesbar ist, sondern aus ner Datenbank in
den Browser purzelt (ließe sich das nicht eigentlich umgehen,
indem ein „unsichtbarer Minibrowser“ die Seite erst
interpretiert und dann aus der Darstellung im Speicher
ausliest, was ich haben will?). Aber gibt es eine Lösung, die
meiner Vorstellung zumindest nahe kommt?
Wir haben damals waehrend meiner Ausbildung sowas programmieren muessen (in Java) und es lief auch ganz gut. Es gab da immer nur ein Problem: sobald irgendwas auch nur ansatzweise veraendert wurde (z.B. Brett Internet Allgemein statt Internet-Allgemein) kamen keine vernuenftigen Ergebnisse mehr raus. Ein Ansatz sollte damals wohl XML sein, aber ich kenn kaum eine Seite, die das auch verwendet so wie man sich das wuenschen wuerde =:wink:
Wenn nicht: Vielleicht programmiert’s ja mal endlich eine®
von euch und wird damit Millionär.
Was waerst du denn bereit monatlich fuer einen solchen Dienst zu bezahlen?
das Problem ist weniger ein technisches denn ein finanzielles
und rechtliches. Wenn ich so einfach fremder Leute Seiten
abgrase und unter Umgehung der dortigen Finanzierungsmodelle
(Werbung) da nur die schönsten Dinge rauspicke, dann darf man
dies nun mal einfach nicht, bzw. müsste dafür dann in anderer
Art und Weise zur Finanzierung beitragen (Lizenzgebühren) und
die müsste dann der Betreiber Deines Wunschportals auch
irgendwo einnehmen, zumal er ja auch noch ein wenig Kosten für
eigene Server und eigenen Traffic hat.
da hast du sicher recht - ein Tool, das auf meinem Rechner zu Hause läuft, mir meine Startseite so zusammenbaut, wie ich sie haben will und sich bei den Servern als normaler Browser identifiziert, könnte allerdings bei den Websitebetreibern kaum als feindlich erkannt werden.
Sorry, aber wer glaubt, dass man anderer Leute Arbeit immer
und überall und auf Dauer umsonst bekommt, ist auf dem
Holzweg!
Oh, das glaube ich keineswegs. Und moralisch hätte ich bei der Sache überhaupt keine Probleme. Schließlich will ich mit den „gekidnappten“ Schlagzeilen lediglich bequeme Einstiegspunkte haben, um auf die tatsächlichen Seiten zu kommen. Und da kommt dann die auf diesen Seiten geschaltete Bannerwerbung durchaus wieder zum Tragen. Vermutlich sogar mit deutlich höherem Traffic, da ich Updates immer gleich mitbekomme, und öfter auf die entsprechenden Seiten gehe, als das bisher der Fall ist.
Wir haben damals waehrend meiner Ausbildung sowas
programmieren muessen (in Java) und es lief auch ganz gut. Es
gab da immer nur ein Problem: sobald irgendwas auch nur
ansatzweise veraendert wurde (z.B. Brett Internet Allgemein
statt Internet-Allgemein) kamen keine vernuenftigen Ergebnisse
mehr raus. (…)
Ja, das meinte ich mit „schwer zu konfigurieren“. Mir ist schon klar, dass ein solches Produkt im Moment noch nichts für den Massenmarkt wäre, weil es vom Benutzer viel technisches Verständnis und die Bereitschaft zur aufwändigen Konfiguration und häufiger Umkonfigurierung (eben bei solchen Veränderungen, wie du sie ansprichst) erfordert. Aber ich glaube, dass es für viele, die diese Voraussetzungen mitbringen, ein sehr nützliches Hilfsmittel sein könnte.
Was waerst du denn bereit monatlich fuer einen solchen Dienst
zu bezahlen?
Hmmm, ich weiß nicht. So zwischen drei und fünf Euro wäre mir das schon wert, es käme allerdings auf den Funktionsumfang an. Wenn es alles könnte, was ich will, würde es mir zur Not auch recht sein, so ein Ding über eine Kommandozeile zu konfigurieren.