Telnet - Wie bedienen?

Hallo,

während des letzten Email-Downloads wurde die Verbindung unterbrochen. Seitdem kann ich nicht mehr auf mein Email-Fach zugreifen. Der Technik-Support erklärte, ich müsse die Mailbox löschen. Nun, das wäre kein Problem, wenn in dem Email-Fach nicht eine Email drin wäre.
Das verzwickte daran ist, daß ich nicht weiß, VON WEM diese ist. Ich müsste gar nicht wissen, was drin steht.
Diese Möglichkeit soll mit Telnet möglich sein. Ich habe auch etwas als Hilfe gefunden, jedoch komme ich irgendwie nicht weiter. So gehe ich vor:
In der DOS-Box Eingabe „telnet mail.provider.de 110“, worauf telnet startet und OK zurückgibt. Jetzt will ich mich mit meinem User und Paßwort einloggen. Aber wie mache ich das? In das Telnet-Fenster kann ich nichts eingeben, in der Dos-Box kommt natürlich „Befehl oder Dateiname nicht gefunden“. Setze ich „telnet“ davor, klappts auch nicht.
Also, wie kann ich Befehle an telnet übergeben???

Gruß
Hansi

Hallo Hansi!

Schorsch hat das mal vor ein paar Wochen hier irgendwo erklärt, da ich das gespeichert hatte damals und da ich denke dass es für Dich wohl wichtig ist erlaube ich mir mal das hier zu posten, nimm’s mir nicht übel, Schorsch, okay?

von Schorsch (23.11.2000 11:52 Uhr, gelesen: 46 mal)

Im Moment rufe ich von Strato über Outlook meine e-mails ab.
Wie schaffe ich es, auch von einem anderen Rechner, egal wo er
steht, meine e-mails abzurufen? Mit einer Weiterleitung
eventuell…?

Ich hole mir meine Mails auf jedem x-beliebigen Rechner (einzige Voraussetzung: er ist online) per telnet ab. Diese Methode ist nicht sehr komfortabel, für Anfänger kaum geeignet, und ich habe kaum eine Chance, evtl. Anhänge lesen zu können.
Sie hat aber den Vorteil, dass ich weder die Dienste eines dritten in Anspruch nehmen, noch auf dem fremden Rechner irgendwas konfigurieren muss (was dessen Eigentümer wohl auch kaum gefallen würde).

Hierfür benötige ich folgende Infos: die POP3-Adresse meines Providers, meinen Benutzernamen (was vorm @ steht) sowie selbstverständlich mein Passwort.
Unter Windows gehts dann wie folgt: Start -> ausführen -> telnet POP3-Adresse 110
In der telnet-Session gehe ich ins Menü Terminal -> protokollieren und wähle eine Datei, in der die folgende Session mitprotokolliert wird. Dies ist nicht zwingend erforderlich, aber durchaus sinnvoll.

Mein Mailserver meldet sich z.B. mit +OK Mailserver ready. Nice to meet you
Hier trage ich ein:
user Benutzername
pass Passwort
und bekomme als Antwort Welcome Schorsch, You have 3 messages

Mit retr 1, retr 2 und retr 3 hole ich nacheinander die Mails ab.
Mit dele 2 lösche ich die zweite Nachricht, weil Sie nur Spam enthält.
Zum Schluss erwartet der Mailserver von mir ein quit, was ich aber ignoriere. Bei Eingabe von quit würde der Server die Nachrichten nämlich als gelesen markieren und womöglich gleich löschen. Ich möchte sie aber später noch in mein zentrales Postfach holen. Daher schliesse ich telnet einfach brachial über das Kreuz oben rechts.

Jetzt öffne ich die Protokolldatei (telnet.log) mit einem beliebigen Textreader (Wordpad, Notepad, StarOffice, Word…) und kann da meine Nachrichten ganz gemütlich lesen.

Auf ähnliche Weise kann ich über telnet auch Nachrichten versenden, in dem Fall starte ich telnet mit telnet SMTP-Adresse 25. Ein Transkript jeweils einer SMTP- und einer POP3-Session sind am Schluss des Artikels http://www.heise.de/ct/99/08/152/default.shtml zu finden.

Wie gesagt: Für Anfänger nicht zu empfehlen und nicht sehr komfortabel, dafür aber überall einsetzbar.

DANKE DANKE DANKE !!!
Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber offensichtlich gibt man die Befehle ins Leere ein, ohne das das Eingetippte zu sehen ist.
Aber nun, es ist vollbracht.
Vielen Dank!

Gruß
Hansi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Holla

Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber offensichtlich
gibt man die Befehle ins Leere ein, ohne das das Eingetippte
zu sehen ist.

Auch wenn es jetzt zu spaet kommt :smile:
Haengt von Programm (und Gegenstelle) ab. Schau mal unter den Einstellungen bei „lokales Echo“.

Gruss, Lutz