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Von der Unmöglichkeit eines Schicksalsbeweises ...
Hallo.
Ich habe mir noch mal überlegt, wie man beweisen könnte, dass es ein Schicksal/ eine Vorherbestimmung gibt und bin dabei zu dem Schluss gekommen, dass dies nicht möglich ist.
Ich würde für meine These wie folgt argumentieren:
Zuerst einmal wissen wir, dass alles das eine Ursache hat, was nicht durch Zufall existiert, denn alles, das keine Ursache hat, ist durch Zufall.
Unsere Definition von Schicksal/ Vorherbestimmung ist die, dass die Dinge innerhalb eines Systems von einer äußeren Instanz (vorher) bestimmt werden (würde das System von einer innerhalb existierenden Instanz bestimmt, würde sich das System selbst bestimmen).
Ist jetzt diese äußere Instanz der Zufall, dann kann ich keinen Beweis dafür bringen, dass es ein Schicksal/ eine Vorherbestimmung gibt, da ich damit die Existenz eines Zufalls widerlegen würde.
Ist diese äußere Instanz nicht der Zufall, ist sie ein äußerer Verursacher und muss außerhalb des Verstandes sein, da er außerhalb des Systems ist, in dem der Verstand ist und somit nicht zur Erfahrung gehört und rein spekulativer Natur ist. Damit ist diese Instanz eine transzendentale Idee (nach Kant) und kann somit weder bewiesen noch widerlegt werden.
Also:
1. Prämisse: Ohne Außenstehende Instanz kann es kein Schicksal/ keine Vorherbestimmung geben.
2. Prämisse: Ich kann nicht beweisen, dass es eine Außenstehende Instanz gibt.
=> Ich kann die Existenz eines Schicksals/ einer Vorherbestimmung nicht beweisen.
Ist diese Argumentation richtig so? Ist damit die Unmöglichkeit eines Schicksalsbeweises bewiesen?
Gruß,
Jari