Gibt es die Hoffnung oder nicht?

Von: , Frage gestellt am Sa, 27. Jan 2001

hi,

ok. dass es Hoffnung gibt, ist klar! jeder mensch "hofft" auf irgendetwas. die frage stellt sich jetzt nur, ob Hoffen nicht nur eine form des gedanken oder sogar genau der "das-richtet-sich-schon-von-selbst" ist.

ist nicht derjenige der "hofft" nicht einfach zu faul, um sich für sein "Erhofftes" selbst einzusetzen, oder wie seht ihr das?

cu
yose

10 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 42 Minuten hilfreich
    Re: Gibt es die Hoffnung oder nicht?

    Ein kleiner (nur 1654 Seiten :-) Tip:
    Ernst Bloch
    Das Prinzip Hoffnung
    ISBN 3518281542 [Buch anschauen]


    Gruß

    • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
      Trotz Bloch: Nein! o. T.

      FR

      • Antwort von nach 7 Stunden hilfreich
        Nein? Wieso nicht? o.T.

        M.G.

    • Antwort von nach 7 Tagen hilfreich
      Re^2: Gibt es die Hoffnung oder nicht?

      Tach, (grüezi)
      Die Hoffnung etwas Gewünschtes erfüllt zu bekommen, ist tragend
      und ist (wie schon geschrieben) Antrieb zu Taten. Wichtig dabei ist aber ein Punkt: Wehe wenn der Wunsch erfüllt wird - die Potentialdifferenz zwischen Hoffnung und die Aussicht ihn erfüllt zu bekommen ist dann gleich null, es fliesst kein psychischer Strom mehr - es wird grau und fad !
      Es grüsst : engelhard [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Hoffnung....

    Hi Yo
    Nun, Hoffnung hat nicht unbedingt etwas mit "das-richtet-sich-schon-von-selbst" zu tun, obwohl es das natürlich auch gibt.
    Einfaches Beispiel: Du erarbeitest nach bestem Wissen und Gewissen unt mit vollem Einsatz irgendein Ergebniss, das du dann anderen präsentierst, z.B. im Rahmen eines Vortrages.
    Du hoffst natürlich das dein Vortrag gut ankommt und keiner im Auditorium aufsteht und dir in gesetzten Wortet mitteilt, das diese Arbeit offensichtlicher Unsinn ist.
    Oder du sendest einen Artikel an eine Fachzeitschrift ein und wartest auf das Ergebniss des Reviews.

    Gerade bei Dingen, die man nicht mehr selbst beeinflussen kann, kommt dann das "Prinzip Hoffnung" zum Tragen. Es ermöglicht einem, auch sehr kritische Situationen durchzustehen (wenn sie dann letztendlich gut ausgehen) würden wir alles gleich pessimistisch sehen, dann würde man schön langsam wahnsinnig

    Und genau darum ist deine These: ist nicht derjenige der "hofft" nicht einfach zu faul, um sich
    für sein "Erhofftes" selbst einzusetzen,
    nicht in dieser Form haltbar, Sie gilt nicht generell

    Gruss
    Mike
    (derdaraufhofftdasseineForschungsergebnissenichtzerfleddertwerden)

    • Antwort von nach 10 Stunden 5 hilfreich
      Re: Hoffnung....

      Nun, Hoffnung hat nicht unbedingt etwas mit
      "das-richtet-sich-schon-von-selbst" zu tun, obwohl es das
      natürlich auch gibt.
      Ganz klar! Das würde man ja auch eher Lethargie nennen, eine Art blauäugiger Optimismus, aber ohne von Hoffnung getragen zu sein.

      Hoffnung ist nicht etwas, das es "gibt" oder "nicht gibt", denn Hoffnung ist eine aktive Tätigkeit - also eher etwas, das einer TUT, nicht etwas, das es irgendwo gibt.

      Oder - anders gesagt: wenn auch nur ein einziger Hoffnung HAT, dann "gibt" es sie...

      Mit dem Begriff "Hoffnung" verhält es sich ähnlich wie mit dem "Sinn", nach dem manche suchen... in der ewig-kuriosen Frage, ob es "Sinn des Lebens" gebe...

      So wie Leben genau DEN Sinn hat, den man ihm GIBT, und nicht den, den man findet, so ist Hoffnung eine (wählbare) Stellungsnahme zu dem, was man nicht selbst beeinflussen kann, nicht etwas, das es irgendwo gibt.

      Auch wenn jemand nicht "faul" ist, und sich für das gesetzte Ziel selbst einsetzt, kann er sagen, daß er hoffe, daß sein Einsatz zu dem gewünschten Erfolg führe...

      ... und wenn er "faul" ist, und nichts für das Erreichen seiner eigenen Wünsche tut, dann führt er dennoch sinnvolle Rede, wenn er sagt, er habe Hoffnung, daß sich seine Wünsche auch ohne sein eigenes Bemühen erfüllen mögen...

      Gruß
      M.G.

  3. Antwort von nach 10 Stunden hilfreich
    Re: Na klar ;-)

    hi,

    ok. dass es Hoffnung gibt, ist klar! jeder mensch "hofft" auf
    irgendetwas. die frage stellt sich jetzt nur, ob Hoffen nicht
    nur eine form des gedanken oder sogar genau der
    "das-richtet-sich-schon-von-selbst" ist.

    ist nicht derjenige der "hofft" nicht einfach zu faul, um sich
    für sein "Erhofftes" selbst einzusetzen, oder wie seht ihr
    das?
    Absolut nicht, wer realistisch hofft, muß natürlich Vorarbeit leisten, wenn sein Erhofftes Geld ist, muß er sich mit Geldanlage oder der Börse befassen.
    Wer auf eine Beziehung und auf Sex hofft, muß sich attraktiv präsentieren.
    Ist eigentlich ganz einfach und trotzdem richtig kompliziert.
    Gar nicht so leicht, sind auch Profis dran gescheitert.
    Mein Tipp: Nicht darauf warten, daß es sich von selbst richtet, tut es nämlich nie, sondern aktiv werden, einfach sagen, was man fühlt.
    Mehr als eine Abfuhr kann nicht passieren, dann war es eben nicht die Richtige.
    Gruß
    Rainer

  4. Antwort von nach 3 Tagen hilfreich
    Re: Gibt es die Hoffnung oder nicht?


    hi yose,

    ist vielleicht nicht der substanzhaltigste beitrag aber ich habe mal irgentwo gelesen, das : "hoffnung ist nur die vorweggenommene entäuschung"

    der rex

  5. Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
    genau das selbe wie mit dem ...

    hi yosemite,


    "Schicksal ist eine Erfindung der Feigen und Resignierten."
    Ignazio Silone - italienischer Schriftsteller


    so sehe ich das auch für diejenigen die nur hoffen ...


    gruss

    shob



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