Re^4: Bandscheibenvorfall in der Jugend! 'Hilfe'
Ich arbeite seit mehr als 10 Jahren in
der orthopädischen Abteilung einer Klinik. Daher bin ich
grundsätzlich der Meinung das ich gerade in dem Bereich ein
wenig Know-how mitbringe, vor allen Dingen, da ich im Monat
mehrere 100 Bandscheibenvorfälle zur Behandlung vorstelle.
Hallo,
die Bandscheibenvorwölbung habe ich nur erwähnt um zu sagen, dass es viele Befunde ohne Beschwerden und viele Beschwerden ohne Befunde gibt.
Rein aus Patientensicht und ohne Dich persönlich angreifen zu wollen:
Wenn Du sagst, dass Du schon zehn Jahre mit Bandscheibenvorfällen zu tun hast, hätte ich "mehr" erwartet. Ich hatte Dir eben schon anders geantwortet.
Aber mir kommt das bekannt vor. Meine operierende Klinik (kein BSV) freut sich die ganze Zeit bei jeder Kontrolluntersuchung über den "positiven Verlauf". Die gucken sich die Bilder an, schauen sich Bewegungseinschränkungen und Muskulatur an. Das der Verlauf aus meiner Sicht vielleicht gar nicht so erfreulich ist, interessiert die gar nicht. Meine Schmerzen und Einschränkungen sind mehr oder weniger uninteressant.
Genauso waren auch die der Meinung, dass ich zwei Wochen nach der OP und ohne Reha wieder voll arbeiten kann. Nach zwei Wochen konnte ich aufgrund der OP noch nicht vernünftig atmen geschweige denn mehr als zweihundert Meter ohne Pause laufen. Die behandelnden Ärzte zu Hause haben auch etwas komisch geguckt.
Meine eigene Vermutung ist die, dass die Ärzte in den operierenden Kliniken nicht die Praxis im Kopf haben. Die operieren, freuen sich über die guten Bilder und sehen den Patienten vielleicht nochmal bei den jährlichen Kontrollutnersuchungen. Was dazwischen geschieht, davon bekommen sie nur wenig mit.
Acht Wochen nach einer Versteifung (Du hast mich da nicht korrigiert, also nehme ich mal an, dass es eine ist) wieder fit zu sein... Ich bin sehr überzeugt, dass das nicht praxisnah ist sondern nur Wunschdenken der Operateure.
VG
Monroe