Haarmineralanalyse - Ernährungsplan

Von: , Frage gestellt am Sa, 17. Mär 2001

Hallo zusammen,

wer von euch kennt seriöse Adressen die aufgrund einer Haarminerlanalyse einen Ernährungsplan aufstellen können ?

Institute die eine Haarmineralanalyse + Ernährungsplan anbieten sind mir zu teuer. Deswegen Haarmineralanalyse hier und Ernährungsplan dort.

Vielen Dank für eure Antworten.

Gruß
Bertram

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
    Re: Haarmineralanalyse - Ernährungsplan

    Hallo, Bertram


    Die Haarmineralanalyse geht von der Annahme aus, daß die Zusammensetzung der menschlichen Haare, ihre Schadstoff- belastung und der Anteil an Spurenelementen Hinweise auf den Gesundheitszustand ihrer Träger und deren
    ausreichende Versorgung mit Mineralstoffen gibt. Während in der
    konventionellen Schulmedizin die chemische Untersuchung der Haare Rückschlüsse auf eine mögliche länger- fristige Belastung durch Schwermetalle oder andere Stoffe und Gifte aus der
    Umwelt gibt, wird die alternative Haarmineralanalyse als Diagnoseverfahren eingesetzt, das angeblich sogar die "Neigung" zu bösartigen Krankheiten erfassen kann. Inzwischen werden Haarmineralanalysen per Post angeboten.
    Untersuchungswillige schneiden möglichst nahe an der Kopfhaut etwa ein Gramm ihrer Hinterhaupthaare ab und senden diese in
    ein Labor. Dort werden die Haare gereinigt, in Säure aufgelöst und chemisch untersucht. Anschließend wird dem Klienten das Ergebnis schriftlich mitgeteilt: die angeblichen Mängel, die die Analyse offenlegte, Empfehlungen zu deren Behebung und häufig auch detailliertere Diagnosen möglicher Erkrankungen oder
    Krankheitsneigungen. Mitunter werden auch komplementärmedizinische Behandlungs- methoden empfohlen. Die empfohlenen Spurenelemente und Mineralstoffe werden nicht selten von derselben Firma hergestellt oder vertrieben, die auch die Haarmineral- analyse erstellte.

    Anwendungsgebiete
    Laut Eigenangabe ihrer Anwender kann die Haarmineralanalyse Hinweise auf Schwermetallvergiftungen und Belastungen durch andere Stoffe aus der Umwelt geben, zudem kann sie einen Mangel an Spurenelementen und Mineralstoffen und daraus resultierende Erkrankungen oder Krankheitsrisiken nachweisen.

    Belege für Wirkungsweise und Wirksamkeit
    Die Vorstellungen der komplementär- medizinischen Haarmineralanalyse stehen nicht mit den Erkenntnissen der
    modernen Medizin in Einklang. Der Zusammenhang zwischen Mineralstoff- konzentrationen im Haar und der Unterversorgung des Körpers ist nicht belegt. Mineralstoffmangel oder -überschuß im Haar können höchst unterschiedliche Ursachen haben. Aus der Beschaffenheit der Haare auf Krankheiten oder Krankheitsneigungen zu schließen, ist beim derzeitigen
    Untersuchungsstand eine unbelegte Hypothese. Die Untersuchungs- ergebnisse verschiedener Labors sind mitunter widersprüchlich und weichen voneinander ab. Als bei einem Test
    Haarproben von zwei Personen an 13 Labors geschickt wurden, wichen die Untersuchungsergebnisse zweier Haarproben derselben Person, die von ein und demselben Labor analysiert
    wurden, voneinander ab. Auch die Ergebnisse der verschiedenen Labors stimmten nicht überein.

    Risiken und Warnhinweise
    Das Risiko, daß eine bestehende Krankheit übersehen wird oder ein Zustand fehlgedeutet wird, ist beim derzeitigen Erkenntnisstand hoch. Häufig werden von den Anwendern
    unsinnige und/oder kostspielige Präparate verschrieben.

    Peter [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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