Guten Tag,
Ich bin auf der Suche nach ehrlicher Hilfe für den Einstieg in die journalistische Karriere und möchte daher versuchen, alles ausführlich zu schildern. Ich habe natürlich Verständnis dafür, wenn man dafür keine Zeit hat, allerdings ist dieses Forum für mich eine sehr gute Möglichkeit, erfahrene Journalisten zu kontaktieren.
Ich Danke vielmals im Voraus!
ich bin 18 Jahre alt, wohne in Hamburg und habe vor, „Journalist zu werden“. Das Problem fängt hier schon an - was bedeutet das genau? Ich bilde mir ein, schon so etwas wie „Talent“ zu haben und hoffe dass das auch heute noch wichtig ist? Leider hört man immer wieder, dass nur Menschen mit erstklassigen Schulnoten, die ich zumindest in Mathematik, Naturwissenschafte, BWL nicht habe, zunächst studieren können und dann vielleicht irgendwann ein Volontariat ergattern. Ich habe die Fachhochschulreife auf einer privaten FOS (Wirtschaft, leider) gemacht und nur einen Abschlussdurchschnitt von 3.0.
Die Probleme:
-Der Durchschnitt ist nicht besonders gut, in Deutsch im Abschlusszeugnis sogar nur eine Drei, obwohl ich sonst immer eine Eins/Zwei hatte und meine Aufsätze objektiv bei anderen Lehrern bei 1-2 lagen… Hierzu sollte man beachten, dass das eine private (!) Wirtschaftsschule war, die sich gern als Eliteschule sieht (www.stader-privatschule.de). Ich habe mich hier nur angemeldet, da die anderen Schulen bereits voll waren.
-Abschuluss nur bis zur 12. Klasse, daher kann ich nicht alle Fächer studieren. (2. Fremdsprache)
-Meine geschichtlichen Kenntnisse sind leider nicht sehr ausgeprägt, was in diesem Fall tatsächlich an meiner Schule bis zur zehnten Klasse lag. Dies versuche ich nachzuholen, indem ich das Buch „Allgemeinbildung“ vom Brockhaus durcharbeite, was natürlich nicht ganz einfach und schnell geht.
Meine bisherigen „Erfolge“
-Ich habe während der elften Klasse ein einjähriges Praktikum bei einer Lokalzeitung (www.tageblatt.de) gemacht. Dies war eigentlich ein Wirtschaftspraktikum, ich war jedoch auch in der Redaktion, habe hier selbst recherchiert und eigene Meldungen und auch einen ganzseitigen Bericht unter meinen Namen veröffentlicht. Im Zeugnis des Betriebs wird mir diese „praktische Erfahrung“ auch bescheinigt.
-Ich mache zur Zeit Zivildienst, nebenbei mache ich aber den Lehrgang „Journalist“ der ILS (www.ils.de). Dieser soll sehr anerkannt sein? Hier werden theoretische und Praktische Grundlagen und Vertiefungen des Journalismus in allen Bereichen vermittelt.
-Ich habe eine Homepage, die ich komplett selber erstellt und verfasst habe (Design & Inhalt): www.grumpf.com
-Weiterhin lese ich tatsächlich sehr viele Zeitschriften, wie Die Zeit und Spiegel, sowie viele weitere Fachzeitungen. Ich fühle mich aktuell also recht gut informiert.
Meine konkreten Fragen wären nun:
-Ich wäre für ehrliche Meinungen bezüglich meines von Verwandten und Freunden attestierten „Talents“ dankbar! *smile* ->Homepage?
-Außerdem: Sind meine Refernzen für mein Alter verhältnismäßig gut (abgesehen von den Noten) oder unterschätze ich die Referezen von meinen gleichaltrigen „Konkurrenten“?
-Wie sehen meine Chancen allgemein aus? Sollte ich die 13. Klasse auf jeden Fall nachholen, sollte ich versuchen zu studieren (Was?), oder ist mit den Referenzen schon eine Bewerbung bei einer Journlistenschule sinnvoll, wo es ja angeblich nicht nur um Noten geht?
-Ist mein Zeugnis ein großes Problem?
-Ist es möglich sich in meinem Alter, mit meinen Referenzen bei großen / kleinen Verlagen als Praktikant o.Ä. zu bewerben?
Ich bin aber für alle Informationen über die Themen sehr dankbar. Nochmals: Vielen Dank im Voraus und „sorry“ für den langen Beitrag!
Beste Grüße
Martin
Aber ich konnte mir auch mal den Beruf des Journalisten vorstellen… Unmöglich ist er ja noch immer nicht.