Studienabbruch - was dann?

Hallo,

ich hätte nie gedacht, daß ich mal an der Stelle stehen würde aber es ist so: Ich habe 2 Semester Wirtschaftsinformatik studiert, danach auf Informatik gewechselt wo ich jetzt im 3. Semester bin.
Und jetzt wird klar: Mir fehlen sämtliche Grundkenntnisse um dieses Studium (das sowieso schon hart ist) zu schaffen. Also wieder Wechsel. Aber wohin? Ich bin 23, ich kann doch nicht dauernd was neues anfangen?
Mal abgesehen davon, daß mir klar wird, daß ich eigentlich im Leben dauernd den gleichen Fehler mache, weiß ich nicht, was ich jetzt konkret tun kann, um zumindest logisch daran zu gehen das Problem zu klären.
Wenn Du Erfahrung mit dem Thema hast wäre ich für eine erste Antwort sehr dankbar. Also wenn Du weißt, welche Alternativen es jetzt für mich gibt oder worauf ich achten soll, dann schreib doch bitte! Im Moment weiß ich nichtmal wo ich anfangen soll…

Viele Grüße,
Thorsten

Hallo Thorsten,

nunja, das ist natuerlich ein Problem. Und ich kann dir gleich sagen, du wirst spaeter noch oft auf diese Abbrueche angesprochen werden, wenn du dich irgendwo bewirbst. Ich habe zwar nie abgebrochen, aber ich habe die Richtung gewechselt. Ich hab nicht mitgezaehlt, wie oft ich das schon erklaeren musste.

Ich kann dir wirklich nur eins raten, mach nicht wieder den Fehler und brich ab bzw. steige um. Du verlierst Zeit und vor allem, du hast nach Jahren immernoch nichts in der Tasche. Wenn es wirklich „nur“ am Grundwissen liegt, dann bitte andere Studenten um Hilfe. Versuch, eine Lerngruppe aufzubauen. Lerne, uebe, lerne. Wenn du dich einmal dran gewoehnt hast, aufzugeben, dann wirst du es immer wieder tun … und mit jedem Mal wird es dir leichter fallen.

Wenn die Informatik ansich nicht mehr dein Fall ist, ueberleg dir vielleicht was anderes … das 3. Semester ist ja noch nicht sooooooooo weit …

Prinzipiell bin ich der Ansicht, dass man das durchziehen muss, was man angefangen hat - auch wenn es schwerfaellt. Aber das ist meine Meinung und meine Lebenseinstellung … die muss sich nicht mit der anderer Leute decken.

Du musst dich entscheiden, was dir wichtig ist. Und dann trage die Konsequenzen.

Viel Glueck.

Kris.

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Im Moment weiß ich nichtmal wo ich

Hallo Thorsten,

so richtig weiß ich auch nicht wo Du anfangen sollst :smile:, es ist kein leichtes Thema, immerhin hängt eine Menge von solchen Entscheidungen ab. Zuerst solltest Du ganz ehrlich zu Dir sein (ich sehe an Deinem Posting, das Du dazu bereit bist), überprüfe, ob ein Studium überhaupt sein muss. Es ist nicht ehrenrührig für sich zu entscheiden, ich habe geirrt, ich gehe nun einen Weg, in dem ich auch Erfolg haben werde! Solche Entscheidungen sind in Gesprächen immer zu vertreten und auch Ausdruck einer gereiften Persönlichkeit, mehr als z.B. ein Studium fortzuführen mit dessen Ergebnis Du später auch blos nicht leben kanns. Solltest Du Dich für einen Studienabbruch entscheiden, melde Dich zuvor beim Arbeitsamt und lass Dich beraten, auf welchem Weg Du eine ‚normale‘ Berufsausbildung machen kannst. Dazu solltest Du Dir möglichst schon konkrete Gedanken über die Richtung machen. Auch in den Zeitungen gibt es Anzeigen für Ausbildungsplätze, ich glaube in Deinem Alter kann man da noch regulär mitmachen, aber wissen tu ich es nicht so genau. Es gibt aber über das Arbeitsamt auch Umschulungsangebote für ‚ältere‘ Berufsanfänger.

Wenn Du doch ein Studium favourisierst, dann würde ich Dir raten Dich irgendwo vorher mal testen lassen, um einigermaßen sicher zu gehen, nicht wieder danebenzugreifen, vielleicht empfehlen die Universitäten ja solche Tests.

Alles in allem, berate Dich unbedingt mit einer Person, die Dich gut kennt und ehrlich Deine Persönlichkeit beurteilt, das wird Dir vielleicht mehr helfen, als unsere Meinungen.

Viel Glück auf Deinen weiteren Weg
wünscht Heike

professionelle Beratung
Hallo

wie wäre es wenn du professionelle Beratung suchen würdest ?

  1. psychologische (Hemmungen am Erfolg aus familiären Gründen;
    die Frage, ob du dir grundlegend Erfolg gönnst)
  2. berufliche Beratung notfalls Private Berufsberater

Da du noch sehr jung bist, stehen dir noch alle Türen auf,
wenn du dein Problem in zweifacher Hinsicht angehst.

Ich hatte auch abgebrochen und bereue es. Doch heute ist es fast zu spät, die Kinder und die Verantwortung wiegt. Mir selbst bin ich dennoch einiges schuldig.

Ich verstehe dich gut. Bedenke viele brechen ab und suchen Ihren Weg. Wer suchet der findet. kopf hoch

alles Gute susan

ich hätte nie gedacht, daß ich mal an der Stelle stehen würde
aber es ist so: Ich habe 2 Semester Wirtschaftsinformatik
studiert, danach auf Informatik gewechselt wo ich jetzt im 3.
Semester bin.
Und jetzt wird klar: Mir fehlen sämtliche Grundkenntnisse um
dieses Studium (das sowieso schon hart ist) zu schaffen. Also
wieder Wechsel. Aber wohin? Ich bin 23, ich kann doch nicht
dauernd was neues anfangen?
Mal abgesehen davon, daß mir klar wird, daß ich eigentlich im
Leben dauernd den gleichen Fehler mache, weiß ich nicht, was
ich jetzt konkret tun kann, um zumindest logisch daran zu
gehen das Problem zu klären.
Wenn Du Erfahrung mit dem Thema hast wäre ich für eine erste
Antwort sehr dankbar. Also wenn Du weißt, welche Alternativen
es jetzt für mich gibt oder worauf ich achten soll, dann
schreib doch bitte! Im Moment weiß ich nichtmal wo ich
anfangen soll…

Viele Grüße,
Thorsten

Wenn Du wirklich abrechen willst
Hallo,

mach Dir nicht zu viele Gedanken darüber, daß Du es nicht geschafft hast, Dein Studium durchzuziehen oder nicht weißt, was Du willst.

Ich glaube, das geht wirklich vielen so - mir z.B…

Ich hab Soziologie studiert - bis zum 5. Semester und hab dann abgebrochen…ohne zu wissen, was ich machen möchte…

Ich glaube, das wichtigste ist, daß man sich keine Vorwürfe macht, damit man sich mit neuem Tatendrang an die Aufgabe „Was nun?“ stürzen kann.

Ich bin damals dann ständig ins Arbeitsamt maschiert, hab mir lauter Ordner durchgelesen - und hab währenddessen meine Präferenzen entdeckt…welche Dinge mir an einem Beruf wichtig sind…

Unterhalte Dich mit Freunden, die Dir erzählen, wo ihrer Meinung nach Deine Stärken liegen.

Mach Dir einen Zettel wo Du selbst die absurdesten JobIdeen aufschreibst…und dann allmählich die, die Dir gar nicht taugen runterstreichst.

Und während dieser Zeit solltest Du vielleicht irgendetwas arbeiten - ein Chef kann einem immer ganz genau sagen, wo im Arbeitsleben Deine Stärken sind… Und Du wirst lockerer, weil Du was zu tun hast, und kannst Dir aber gleichzeitig die Zeit, die Du brauchst, nehmen, um Dir klar zu werden, was Du willst.

Bei mir hat es so geklappt - Studium abgebrochen und jetzt Assistenz in einer Filmproduktion… und das alles in einem 3/4 Jahr… Na klar, das mein Werdegang noch nicht abgeschlossen ist… Aber es hat mir den Glauben an mich und meine Fähigkeiten zurückgegeben und ich hab den Bereich gefunden, in dem ich bleiben möchte…

Außerdem solltest Du vielleicht auch auf das Hören, was meine „Vorschreiberin“ geschrieben hat… Bertaung in beiderlei Hinsicht, psychologisch (falls du ne Lernblokade oder auch andere Probleme, die Dich am Lernen hindern hast) und beruflich kann nie schaden.

Also, Thorsten,
KOPF HOCH!!! Das wird schon!!!

Laß mich doch wissen, wies bei Dir weitergeht.
Alles Liebe,
AndreA

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