Volontariat bei Fachzeitschrift

Hi,

nach langer Zeit als Freier Journalist habe ich jetzt endlich ein
Volontariat bei einer kleinen Fachzeitschrift gefunden. Doch ich bin etwas beunruhigt und hoffe jetzt, dass Ihr mir meine Zweifel nehmen könnt.

Ich frage mich nämlich, inwieweit ein bei einem weitgehend
unbekannten Medium abgeschlossenes Volontariat und der dort
ausgestellte Redakteursbrief in der Branche später anerkannt werden. Wie kann ich sicher sein, dass dieses Volontariat „etwas wert“ ist? Oder ist es wirklich so, dass ein Volontariat „egal wo“ verlangt wird, ähnlich wie es sich auch mit dem obligatorischen Studienabschluss verhält? Sprich: Wollen potenzielle Arbeitgeber lediglich den Redakteursbrief sehen, ohne dabei explizit auf den Aussteller zu achten?

Gibt es eigentlich irgend welche Bestimmungen, die regeln, wer unter welchen Voraussetzungen Volontäre ausbilden darf (Zeitungen / Zeitschriften / Pressestellen / Pressebüros usw.; welche Vorbildung des Chefs / welche Größe des Mediums etc.)? Wer darf eigentlich Redakteursbriefe ausstellen? Ist ein Redakteursbrief in irgend einer Form ein geschütztes Dokument? Oder darf quasi jeder so etwas ausstellen, weil auch die Bezeichnung „Redakteur“ bzw. „Journalist“ nicht geschützt ist?

Hoffe auf schnelle Antwort.

Gruß

Boris

nach langer Zeit als Freier Journalist habe ich jetzt endlich
ein Volontariat bei einer kleinen Fachzeitschrift gefunden. Doch
ich bin etwas beunruhigt und hoffe jetzt, dass Ihr mir meine
Zweifel nehmen könnt.

Ich frage mich nämlich, inwieweit ein bei einem weitgehend
unbekannten Medium abgeschlossenes Volontariat und der dort
ausgestellte Redakteursbrief in der Branche später anerkannt
werden.

Hallo Boris,

meiner Erfahrung nach kommt es - was die Anerkennung angeht - im wesentlichen auf zwei Dinge an:

  1. auf den Ruf, den die Ausbildung des Verlages in der Branche geniesst (wohlgemerkt: der Ruf selbst zählt viel mehr als die Qualität der Ausbildung selbst);
  2. auf das, was man selbst aus dem Volontariat macht, also was man nach dem Volontariat an Beiträgen, Projekten, Publikationen etc. vorzuweisen hat;

Wie kann ich sicher sein, dass dieses Volontariat
„etwas wert“ ist? Oder ist es wirklich so, dass ein
Volontariat „egal wo“ verlangt wird, ähnlich wie es sich auch
mit dem obligatorischen Studienabschluss verhält? Sprich:
Wollen potenzielle Arbeitgeber lediglich den Redakteursbrief
sehen, ohne dabei explizit auf den Aussteller zu achten?

Aus eigener Erfahrung weiss ich: Ohne Studium kann sich ein potentieller Arbeitgeber nur am Lebenslauf orientieren - der Redakteursbrief ist nur ein Stück Papier - mit einem Bündel eigener Beiträge kann man viel leichter Prfil nachweisen.

Gibt es eigentlich irgend welche Bestimmungen, die regeln, wer
unter welchen Voraussetzungen Volontäre ausbilden darf
(Zeitungen / Zeitschriften / Pressestellen / Pressebüros usw.;
welche Vorbildung des Chefs / welche Größe des Mediums etc.)?

Meineswissens ist das nicht geregelt.

Wer darf eigentlich Redakteursbriefe ausstellen? Ist ein
Redakteursbrief in irgend einer Form ein geschütztes Dokument?
Oder darf quasi jeder so etwas ausstellen, weil auch die
Bezeichnung „Redakteur“ bzw. „Journalist“ nicht geschützt ist?

Von Redakteursbriefen höre ich heute zum ersten Mal (seit zehn Jahren in der Branche). Weder habe ich nach meinem Volontariat einen bekommen, noch weiß ich von einem Kollegen mit so einem Papier. Ich weiß auch von keinem Kollegen, von dem ein solcher Brief verlangt worden ist. Oder meinst Du das Abschlußzeugnis?

-sam2810

Hallo Boris,

hört sich für mich so an, als ob Dir ein Berufsverband da sicherlich umfassend Informationen geben kann:

http://www.djv.de/home.html
Deutscher Journalistenverband

Guck doch mal, ob auf deren Seite was steht bzw. mail einfach mal hin.

Viel Erfolg
und ein schönes Wochenende,
Gitte

Ja, ich meine das Abschlusszeugnis. Ich dachte, das hieße „Redakteursbrief“??

Boris