Hallo Oliver,
erstmal musste ich etwas schmunzeln … 1994 ist ja nun noch nicht so lange her ;o) Und Du hast an Zeugnissen, da es um eine Ausbildung geht, allgemein noch nicht viel zu bieten … normalerweise kommt die Frage von Leuten, die vor 20 Jahren ihren Abschluss gemacht haben …
Nun gut: Zur Antwort.
Völlig unabhängig davon, wann Du den Abschluss gemacht hast, ist es bei uns in Deutschland so: Die vollständige Bewerbung schließt alle Zeugnisse mit ein (also das höchste Schulabschlusszeugnis, etwaige Bescheinigungen/Nachweise zu Praktika und alle Arbeitszeugnisse).
Im Gegensatz zur Kurzbewerbung, die Anschreiben, Lebenslauf und, so es Sinn macht, ein Tätigkeitsprofil beinhaltet.
wie wichtig eigentlich heute noch noten und das zeugnisse bei
meiner bewerbung sind. denn die sagen ja nun wirklich nichts
aus.
Das lässt sich allgemein nicht beantworten: Der eine Personalentscheider schaut nur mal eben drüber oder nimmt irgendwas davon raus, um im Gespräch Deine Meinung zu erfahren („Mathe mochten Sie nicht so gern, oder?“) - der andere legt größeren Wert darauf. Das lässt sich pauschal nicht beantworten.
Allgemein gilt: Ein Zeugnis, das nicht dabei ist, kann für mich als Personalentscheider das Signal sein, dass das Zeugnis in irgendeiner Form schlecht ist und der Bewerber es mir vorenthalten will.
Was auch häufig gemacht wird, ist, dass die im Lebenslauf angegebenen Daten mit den Daten auf den Zeugnissen quergelesen/geprüft werden.
Meine persönliche Meinung ist übrigens, das Zeugnisse durchaus was aussagen: Wenn ich mir meine Schulzeugnisse so anschaue, dann kann ich bestätigen, dass die Fächer, die ich nicht mochte, einfach nicht der Hit waren - und die, wo ich gern hatte, einfach auch notenmäßig besser waren. Will nur heißen: es geht nicht immer nur um 1er, 2er, 3er, sondern auch um das, was zwischen den Zeilen steht. Und das kann ich dann im Gespräch mit dem Bewerber auch klären, wenn mir was auffällt, auf das ich wert lege.
prüfen arbeitgeber die eigentlich nach, müssen es
unbedingt beglaubigte kopien sein? wird ein teurer spass bei
sehr vielen bewerbungen.
Wie Marco (ich hoff, ich hab jetzt den richtigen Namen im Kopf) schon sagt: es reichen für die Bewerbung ganz normale (saubere!) Kopien. Normalerweise stellt niemand die Zeugnisse in Frage. Sofern doch mal, kannst Du’s immer noch vereinzelt nachreichen.
Lass Dir aber nicht einfallen (das sag ich jetzt einfach mal) Zeugnisse abzuändern, so nach dem Motto „prüft ja eh keiner“. Das kann böse Konsequenzen haben.
Viele Grüße
Gitte