Breite Streuung der Berufsziele ?

Hallo erstmal ! :smile:

Ich hab mein Abi geschafft, nur noch eine Prüfung, Formalitäten etc. zu erledigen und nun stehen Entscheidungen ins Haus: Was studieren ?
Nach drei Jahren Wirtschaftsschule weiß ich, dass ich meine Meinung über eine feste Stelle als Bürokaufmann oder Beamter um 180° gedreht hat - so etwas möchte ich, auch wenn es teilweise ein Vielfaches an Gehalt gäbe, vermeiden ! :smile:
Eine Ausnahme würde evtl. ein Engagement in der Politik bringen oder eben eine journalistische Tätigkeit.
Ich dachte nun an ein Magisterstudium der Fächer Politikwissenschaften, Informatik und Kaukasiologie.
Was kann ich (noch) tun, um möglichst flexibel in interessante Berufe zu kommen ?
Medienwissenschaften ist überraschenderweise doch ein NC-Fach, so dass ich es nicht belegen kann. Versuchen kann ich es trotzdem.
Wer hat also Tipps parat ?

Hi Christian,

du könntest dem eigentlichen Studium ein Volontariat vorschalten, das du eventuell bei einem Zeitungsverlag (wegen deines Interesses an Journalismus) ableisten kannst.
In dieser Zeit kannst du dich auf die Warteliste fürs Studium setzen lassen und den NC knacken.

Gruß,
Francesco

Hallo,
erstmal Danke für den Vorschlag !
Ist ein Volontariat „beschränkt“, also dass man sowieso nur bei Regional- und Stadtzeitungen unterkäme - gleich zur FR o.ä. erschiene mir etwas utopisch, aber wenn´s machbar ist…
Wenn man so etwas gleich im Ausland „ableisten“ könnte, wäre mir damit doppelt geholfen.
Nur der NC bleibt eben. Da müsste ich wohl nachfragen, ob er niedrig genug liegt, meine Durchschnittsnote ist nämlich nicht so toll(2,8) - wie ich weiß und jeder der mich kennt weiß hätte ich vom Wissen her weitaus besseres schaffen können, aber wenn man keine Motivation hat und nicht weiß dass es auch interessante(subjektiv gesehen) Fächer mit NC gibt, dann kann sowas passieren… :frowning:

Naja, auch wenn sich meine Pläne etwas vermessen anhören, ich versuch lieber, ein hohes Ziel zu erreichen, man muss es wenigstens mal versuchen ! :smile:

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Hallo Chris!
Ich hatte dir schon gerade gemailt. Aber hier vielleicht noch ein paar Infos zu den hier auftretenden Fragen.

Natürlich hilft ein Volontariat oder alles außer Studium in Deutschland (also z.B. auch ein Studium im Ausland), einfach weil du damit Wartezeit sammelst. Deswegen empfehlen wir, wenn der NC nicht reicht, ev. darüber nachzudenken, eine Ausbildung vorzuschieben. Bietet einem zum einen die Möglichkeit, festzustellen, inwieweit eigene Vorstellungen und Realität übereinstimmen - und schafft Wartezeit.

Unsere Studienplätze (in Medienwiss.) werden nämlich nur zu 60 % über den NC vergeben, die anderen 40 % gehen über Wartezeiten.

Kleine weitere Info noch. Besorg dir mal beim Arbeitsamt die sogenannten Arbeitsmarktinfos u.z. für Journalisten/Journalistinnen. Vielleicht ist dir das noch nicht bekannt, aber die meisten Journalisten haben kein, ich wiederhole, kein medien- oder journalistik-orientiertes Studium abgeschlossen. Ein Studium haben sie allerdings heute praktisch alle. Je nachdem welche journalistische Richtung einem vorschwebt (ich nehme an aktueller Journalismus - wegen Politikw.), wählt man seine Studienfächer (vorrangig am besten nach Interesse). An ihren Job kommen Journalisten i.a. über Volontariate, Praktika und freie Mitarbeit.

Übrigens Magisterabsolventen streuen per se ihre Berufsziele weit, weil ein Magisterabschluss im Gegensatz zu einem Diplom bsp.weise nicht auf ein bestimmtes Berufsziel hin ausbildet (nicht so wie: ich studiere Medizin und dann werde ich Arzt) und im allgemeinen mehrere, und sehr verschiedene Fächer miteinander kombiniert.

Es gibt allerdings typische Bereiche, wo Magisterabsolventen tendenziell arbeiten (eher selten, aber schon dagewesen, ist der Vorstandsvorsitz in einer großen deutschen Bank), wie in der Öffentlichkeitsarbeit/Presse/Medien (auch und vor allem neue), Marketing/Werbung, im Personalwesen, in organisatorischen, beratenden oder kommunikativen Bereichen etc.

Meist finden Magisterabsolventen (ich bin selbst einer) ihren Beruf über Praktika, die man - hier spricht die eigene Erfahrung - aus verschiedenen Bereichen in das Studium einbauen sollte, bis man den eigenen gefunden hat. Dann dort weitermachen.

MfG
Susanne Mensah

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