Was habt Ihr gewählt und warum? Seid Ihr damit zufrieden? Was ratet Ihr mir, wenn ich Medienwissenschaften als Hauptfach wählen will, mich aber die restlichen Angebote nicht sonderlich interessieren?
Diskussionswissenschaften
Hi Verena,
habe in den 60er/70er Jahren Publizistik- und Kommunikationswissenschaften mit Nebenfächern Anglistik und Erwachsenenbildung studiert. Würde ich nicht wieder tun. Viel zu wenig dabei, was man später im Beruf brauchen kann. Würde mir, wenn ich’s nochmal zu entscheiden hätte, was Handfesteres dazu aussuchen: BWL, VWL, irgend etwas Naturwissenschaftliches oder eine Sprache, die nicht jeder kann zum Beispiel.
Burkhard
Hallo Verena,
Was habt Ihr gewählt und warum? Seid Ihr damit zufrieden? Was
ratet Ihr mir, wenn ich Medienwissenschaften als Hauptfach
wählen will, mich aber die restlichen Angebote nicht
sonderlich interessieren?
ich kann Burkhard nur zustimmen. Medienwissenschaften und Jura scheint mir auch interessant zu sein. Rechtsprobleme gibt es bei den neuen Medien ja genug. Und Internetrecht ist eine wachsende Branche.
Übrigens: Dass du nur Interesse für Medienwissenschaften hast, wird sich über kurz oder lang bestimmt (hoffentlich!) als Irrtum herausstellen. Es gibt so viele interessante Gebiete!
Gruß
Thomas Miller
Danke erstmal. Natürlich interessieren mich auch andere Dinge, aber nicht in dem Maße, daß ich sie jetzt studieren möchte. Ich finde Englisch usw. ja eigentlich gut, nur direkt Anglistik studieren muß ich dafür nicht unbedingt, da will ich mich lieber auf das konzentrieren, was ich auch machen möchte…Na mal sehen…
2 HF (?) und ein paar Tips
Moin Verena!
Mit der Kombination 1 HF, 2 NF bin ich nicht gut klar gekommen.
Deshalb werde ich demnächst auch mein Studium ändern.
Ich weiss allerdings noch nicht ob 2 HF tatsächlich besser ist.
Bedenken solltest Du bei Nebenfächern, dass Du immer etwas aussen vor bleibst.
Du bist ja nicht so oft da wie die die Hauptfächler.
Daher verpasst Du schonmal Treffen, Aktionen usw.
Ausserdem fehlt Dir oft der Zusammenhalt mit den Mitstudenten.
Die Chance die Leute in Deinen anderen Fächern zu treffen, ist recht gering, da die meisten Unis im Magisterbereich sehr viele Fächer anbieten und die Kombinationen entsprechend sehr vielfältig sind.
Labile Menschen können dabei ziemlich schnell Probleme kriegen (bei den Psychologischen Beratungsstellen der Unis ist das zumindest ein häufiges Gesprächsathema)
Allerdings gibt es auch Studienfächer, die nur als Nebenfach gewählt werden können.
Hier sieht’s natürlich anders aus:
Alle haben ja die gleiche Stundenzahl zu absolvieren und bekommen daher auch alles mit, was abgeht.
Zur Wahl passender und interessanter Fächer:
Wenn Du nicht auf BaföG angewiesen bist (oder Dir sicher bist, dass Du nicht mehrmals die Fächer wechseln willst), kannst Du auch „schnuppern“.
Die Leute von der Studienberatung raten auch oft dazu.
Natürlich sollte die Entscheidung für ein Fach gut überlegt sein, aber es ist nicht schlimm, wenn Du nach dem ersten Semester auf ein anderes umschwenkst (wer schafft’s denn wirklich in der Regelstudienzeit?).
Das erste Semester wird gern als „Orientierungsphase“ bezeichnet.
Als Tip würde ich Dir noch raten, dass Du (wenn die Zeit es Dir erlaubt) Dich einfach mal in Vorlesungen/Seminare anderer Institute setzt und schaust, ob das was für Dich wäre.
Wenn Du die Dozenten nett fragst, ob Du mal aus Interesse Teilnehmen darfst, sagt eigentlich keiner nein.
Kauf Dir am besten das komplette Vorlesungsverzeichnis der Uni und schau Dir bei den Fächern die Themen der Vorlesungen/Seminare/Übungen an.
Bei ausgewählten Fächern kannst Du dann im Institut das kommentierte Vorlesungsverzeichnis des Fachs erwerben, in dem genauere Infos über Thematik und Ablauf der einzelnen Veranstaltungen verzeichnet sind.
Das kann auch eine gute Hilfe zum Finden der für Dich besten Fächerkombination sein.
Übrigens sind gerade im Geisteswissenschaftlichen Bereich viele Fächer keine echte Berufsvorbereitung.
Denk also nicht nur an Deinen späteren Berufswunsch.
Dafür kannst Du z.B. in den Semesterferien Praktika machen.
Ein für Dich interessantes Fach kann später bei einer Bewerbung eine Zusatzqualifikation darstellen bzw. Dich und Deine Kenntnisse für den Arbeitgeber interessanter machen.
Also dann,
viel Erfolg und Spass beim Studieren!
Gruss
Lanzelot
(der es nicht so gemacht hat und nach 6 Semestern immer noch nicht den wirklich passenden Studiengang gefunden hat und nicht möchte, dass es Dir auch so geht…)
Was habt Ihr gewählt und warum? Seid Ihr damit zufrieden? Was
ratet Ihr mir, wenn ich Medienwissenschaften als Hauptfach
wählen will, mich aber die restlichen Angebote nicht
sonderlich interessieren?
Hallo Verena!
Üblich sind bei uns in Trier (keine wertende Reihenfolge): BWL, Psychologie, Jura (geht nur wenn MW Nebenfach und Politikwiss. oder Geographie Hauptfach), Fremdsprachen, Germanistik, Pädagogik, Kunstgeschichte usf.
Mach es von deinen Interessen abhängig. Viel von dem, was mein Vorgänger aus Studentensicht erzählt hat, hat Hand und Fuss, auch aus meiner (Studienberaterin)Sicht.
Ich habe übrigens noch länger gebraucht als er, um mein zweites Fach zu finden (ich habe angefangen mit Franz., Italienisch und Klass. Archäologie, habe dann Archäologie mit Phonetik, später mit Informationswiss., Informatik getauscht und letztendlich nach einem Auslandsaufenthalt und einem dort gemachten Examen mein Studium in Trier fortgesetzt mit Romanistik (beinhaltet zwei romanische Sprachen!) und Computerlinguistik (2 Hauptfächer). Zu dem Zeitpunkt war ich in Romanistik im 8., in CL im 1. Semester. Zugegeben, das ist nicht der Idealfall, aber es geht auch.
Der Ratschlag ist schon gut: Wähle jetzt erst mal Fächer, die in Frage kommen könnten, sonst verpasst du eh den Termin. Dann schaue dich im ersten Semester um, was vielleicht auch in Frage käme oder noch besser wäre.
Falls du in Trier studieren wirst, kannst du natürlich auch gerne einmal bei uns reinschauen. Wir helfen gern weiter und überlegen mit dir gemeinsam, wie du das erreichen kannst, was du erreichen möchtest.
Alternative wäre ein Diplomstudiengang. Da hat man meist nur ein Fach. Welche Studiengänge es da im Medienbereich gibt, kannst du mal im Studienführer Journalistik, Kommunikations- und Medienwissenschaften aus dem Lexika-Verlag eruieren oder im Netz unter studienwahl.de, hochschulkompass.de. Ev. kannst du später auf einen solchen Studiengang wechseln, falls du dich wirklich mit keinem weiteren Fach anfreunden kannst. Das solltest du dir aber noch mal überlegen, die Tendenz geht wohl im Medienbereich dahin (teilweise jedenfalls), Leute zu engagieren, die das Fachwissen im Studium erworben haben, das Medienwissen kann man nötigenfalls noch in der Praxis erwerben (kommt natürlich darauf an, in welchem Bereich man arbeitet).
Vielleicht hast du ja Lust, dich mal bei mir zu melden ([email protected]).
Susanne Mensah
Studienberaterin
Zentrale Studienberatung
Uni Trier