Re: Chopin: Fantasie-Impromptu
Hallo Carina,
bei Chopin ist pauschal gesagt alles Cantilene; es genügt also nicht unbedingt, Triolen und Sechzehntel irgendwie rhythmisch anzupassen; vielleicht eine unbequemere, aber "effektivere" Variante: m.s. und m.d. einzeln in ihren melodischen und rhythmischen Eigenarten üben, d.h. "durchfühlen" und die Schwerpunkte empfinden, dann zusammensetzen, wenn jede Hand als Stimmführung verstanden ist - also nicht zusammenbasteln, sondern beide Stimmen ineinander weben und einfach mal experimentieren, wo welche dominiert, was man mit unterschiedlicher Dynamik, Anschlag etc. für "Effekte" erzeugen kann usw.
Vor allem: in Zeitlupentempo üben und als technische Hilfe die Anfänge jeder Dreier- bzw. Vierergruppe als gemeinsamen Aufhänger bzw. Schwerpunkt integrieren.
So erhältst du mit der Zeit ein wesentlich differenzierteres und bewußteres Klangbild, als durch bloßes Durchzählen und Auseinanderdividieren.
Viel Spaß beim Üben und liebe Grüße,
Laura