Gewerkschaft 'TRANSNET' lehnt Transrapid in DE ab

Von: , Frage gestellt am Di, 31. Dez 2002

Hallo,

kurz nach der erfolgreichen Jungfernfahrt und Inbetriebnahme des Transrapids in Shanghai, lies die Eisenbahngewerkschaft "TRANSNET" verlauten: "sie lehne die Transrapidprojekte in München und NRW weiter ab".

Schade eigentlich, denn würden wir Deutschen (im Herzen Europas lebend) mal ein wenig gesamteuropäisch denken, hätten solch Technologien wie der Transrapid riesen Chancen.
Paris-Moskau in 6 Stunden oder Berlin-Barcelona in 5 Stunden?
Klingt doch toll oder?
Man könnte sogar Eurasisch weiter denken (Berlin-Peking? in X Stunden).
Aber wenn es unsere "Deutschen Gewerkschaften" nicht wollen....
...dann eben nicht.

Echt Schade

16 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 48 Minuten hilfreich
    Re: Vernünftig - und das weisst du

    Moin Mayhem, kurz nach der erfolgreichen Jungfernfahrt und Inbetriebnahme
    des Transrapids in Shanghai, lies die Eisenbahngewerkschaft
    "TRANSNET" verlauten: "sie lehne die Transrapidprojekte in
    München und NRW weiter ab".

    Schade eigentlich, denn würden wir Deutschen (im Herzen
    Europas lebend) mal ein wenig gesamteuropäisch denken, hätten
    solch Technologien wie der Transrapid riesen Chancen.
    Paris-Moskau in 6 Stunden oder Berlin-Barcelona in 5 Stunden?
    Du sprichst hier von Paris-Moskau, Berlin-Barcelona oder später Berlin-Peking. Warum? Weil du offensichtlich weisst, dass der Transrapid seine Vorteile in der Fläche und bei grossen Entfernungen hat.

    Transnet lehnt aber nicht diese Strecken sondern die in NRW und München ab. Da handelt es sich nämlich nicht um grosse Entfernungen. Und da ist die Ablehnung bei diesen Strecken absolut verständlich.

    Und das weisst du offensichtlich. Daher verstehe ich nicht, was du mit diesem Posting bezwecken willst.

    Ciao

    Ralf

    • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
      Re^2: Vernünftig - und das weisst du

      Moin Mayhem,

      Du sprichst hier von Paris-Moskau, Berlin-Barcelona oder
      später Berlin-Peking. Warum? Weil du offensichtlich weisst,
      dass der Transrapid seine Vorteile in der Fläche und bei
      grossen Entfernungen hat.

      Transnet lehnt aber nicht diese Strecken sondern die in NRW
      und München ab. Da handelt es sich nämlich nicht um grosse
      Entfernungen. Und da ist die Ablehnung bei diesen
      Strecken
      absolut verständlich.

      Und das weisst du offensichtlich. Daher verstehe ich nicht,
      was du mit diesem Posting bezwecken willst.

      Ciao

      Ralf
      Ich denke einfach das solche großen Projekte nicht mit Hauruckaktionen realisiert werden können, sondern sich im Kleinen erst einmal bewähren müssen.

      Wenn es so wäre wie Du es sagst, dann macht die in diesem Jahr eingeweihte 300 km/h ICE Strecke zwischen Köln und Frankfurt/M auch keinen Sinn.

      Und auch die verhältnismäßig lange Transrapid-Strecke Berlin-Hamburg oder Berlin-Prag/Wien wurde ohne Ende abgelehnt.

      Also an Streckenlängen und am Bedarf kann es wohl kaum liegen.

      • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
        Re^3: Vernünftig - und das weisst du

        Moin Mayhem, Ich denke einfach das solche großen Projekte nicht mit
        Hauruckaktionen realisiert werden können, sondern sich im
        Kleinen erst einmal bewähren müssen.
        Nein. Bewähren sollten sie sich dort, wo sie sich rechnen. Es würde ja auch niemand eine Concorde einsetzen, um von Münster-Hiltrup nach Münster-Coerde zu fliegen. Wenn es so wäre wie Du es sagst, dann macht die in diesem Jahr
        eingeweihte 300 km/h ICE Strecke zwischen Köln und Frankfurt/M
        auch keinen Sinn.
        Sicher macht die Sinn. Ein ICE ist halt kein Transrapid. Bei einem ICE rechnen sich ganz andere Strecken. Und auch die verhältnismäßig lange Transrapid-Strecke
        Berlin-Hamburg oder Berlin-Prag/Wien wurde ohne Ende
        abgelehnt.
        Eben. Verhältnismäßig lange Strecken. Im übrigen wird sich auch die Strecke in China nicht rechnen (31,5 km - da ist der Transrapid praktisch noch in der Startphase). Nur ist das nicht unser Problem. Wenn die Chinesen Geld zum Fenster rausschmeissen, sollen sich die Chinesen aufregen.

        Ciao

        Ralf

        • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
          Re^4: Vernünftig - und das weisst du

          Nicht die Chinesen werfen das Geld zum Fenster raus, nein wir selber sind es, zur hälfte jedenfalls (mitfinanziert).
          Es ist also auch unser Problem.

          Seit wann macht denn eine Parallelfahrt von zwei ICE Strecken Sinn?
          Gut der eine fährt 300 km/h und der andere etwas über 200 km/h, der mit den 300 km/h hat aber auch über 3Mrd Euro gekostet, soviel wie die gesamte Transrapidstrecke Hamburg-Berlin gekostet hätte (die hätte obendrein noch 2 Millionenstädte miteinander verbunden und in Schwerin halt gemacht).

          Das ganze gerede hier in Deutschland um den Transrapid ist so wie es zur Einführung der Eisenbahn im 19 Jhd. gewesen sein muss, da hatten auch alle angst vor "diesem bösen, schnaufendem Ding".

          Da kann man nix machen.

          Guten Rutsch

          Mayhem

          • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
            das kleine Einmaleins der Außenhandelsfinanzierung

            Nicht die Chinesen werfen das Geld zum Fenster raus, nein wir
            selber sind es, zur hälfte jedenfalls (mitfinanziert).
            Es ist also auch unser Problem.
            Finanziert ist nicht bezahlt. Die Finanzierung dient zur Begleichung des Kaufpreises, schon richtig, aber eine Finanzierung ist zurückzuzahlen, das liegt in der Natur der Sache.

            Ob es jetzt tatsächlich nur eine Finanzierung war oder eine Reduzierung des Kaufpreises, weiß ich nicht. Ich wollte das nur für den Fall klarstellen, daß es wirklich nur eine Finanzierung war.

            Übrigens sind diese Kaufpreisfinanzierungen durch den Hersteller bzw. sein Heimatland eine absolut normale Sache im Außenhandel. Zur Besicherung dieser Finanzierungen gibt es übrigens die bundeseigene Hermes Kreditversicherung und ich mutmaße mal, daß das in diesem Zusammenhang mit Finanzierung gemeint ist.

            Eine Hermes-Deckung für den Bestellerkredit ist aber eigentlich keine Finanzierung. Interessant wird das nur, wenn China den Transrapid nicht oder verzögert bezahlt. Dann tritt Hermes und damit letztlich der Bund ein und zahlt den (deutschen) Banken den Kredit zurück.

            Gruß
            Christian

            • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
              Nachtrag

              Zur Besicherung dieser Finanzierungen gibt es
              übrigens die bundeseigene Hermes Kreditversicherung und ich
              mutmaße mal, daß das in diesem Zusammenhang mit Finanzierung
              gemeint ist.
              Hab es gerade geprüft: Ja, es gibt eine Hermes-Deckung für den Kredit an China und zwar in Höhe von rd. 500 Mio. Euro. Außerdem gibt es wohl einen Zuschuß von 100 Mio. Euro. Ist immer noch billiger, wenn man eine Demo-Strecke will, als zwischen Hamburg und Berlin einige Mrd. Euro zu versenken.

              Gruß
              Christian

          • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
            Re^5: Vernünftig - und das weisst du

            Hi! Das ganze gerede hier in Deutschland um den Transrapid ist so
            wie es zur Einführung der Eisenbahn im 19 Jhd. gewesen sein
            muss, da hatten auch alle angst vor "diesem bösen,
            schnaufendem Ding".
            Ich glaube die Menschen in Deutschland haben mehr Angst vor dem ganzen Geld, dass das Ding verschnauft, denn das koennte man sinnvoller inverstieren.
            Gruß
            freak

          • Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
            Re^5: Vernünftig - und das weisst du

            Moin Mayhem, Nicht die Chinesen werfen das Geld zum Fenster raus, nein wir
            selber sind es, zur hälfte jedenfalls (mitfinanziert).
            Es ist also auch unser Problem.
            Das ist das übliche, wenn man in den Markt kommen will. Ein 300-km langer Anschlussantrag scheint ja zu winken. Das könnte dann ja etwas bringen. Und da die Eisenbahn wohl keine Konkurrenz ist in China, mag eine 300 km Strecke dort durchaus sinnvoll sein. Seit wann macht denn eine Parallelfahrt von zwei ICE Strecken
            Sinn?
            Ach, und warum glaubst du dann, dass eine Parallefahrt Transrapid/ICE sinnvoll sein soll?

            Ciao

            Ralf

            • Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
              Re^6: Vernünftig - und das weisst du

              Warum ich das glaube?

              Weil dieses System im Gegensatz zur Bahn sicherer und dem innereuropäischen Luftverkehr eine echte Konkurrenz wäre.

              Die ICE-Strecke Berlin-Hamburg wird z.Zt für den richtigen ICE Verkehr (nur 230 km/h) umgebaut.
              Sollte die Bahn später 300 km/h fahren wollen wird das wieder Mrd Euros Umbaukosten erfordern.
              Ich würde die ICE Strecke Berlin-Hamburg nicht ausbauen lassen.
              Nebenbei bemerkt sind die Einschnitte in die Nataur bei herkömlichen Schienentrassen gravierender als bei diesem System.

              http://www.lehrter-bahnhof.info/konzern/holding/bahn...

              http://www.transrapid.de/de/index.html "Bitte unter UMWELT lesen" [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]



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