Antwort von
nach 19 Stunden
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Re^2: Noch ein Einspruch
Hi,
es geht mir nur um zusätzlichen Deutschunterricht. Der
restliche Unterricht findet natürlich im normalen
Klassenverbund statt. Hintergrund meiner Idee ist, daß der
gewöhnliche Deutschlehrer an einer gewöhnlichen deutschen
Schule keinen Plan davon hat (und auch nicht haben kann), wie
man einem Ausländer die deutsche Sprache in Wort und Schrift
beibringt.
Du sprichst verschieden Dinge an. Der reine Sprachunterricht hat unstreitig am meisten Erfolg, wenn er von einem Muttersprachler (in diesem Fall also einem Deutschen) gegeben wird, der nicht in der jeweiligen Sprache mit den Schülern spricht.
Ein Muttersprachler der jeweiligen Sprache hätte da
ganz andere Möglichkeiten, insbesondere eben, daß er wohl eher
respektiert werden dürfte, als ein Deutscher.
Das kann schon sein. Respektlosigkeit ist aber meist ein Anlaufproblem, das sich mit der Zeigt geben sollte. Das passiert im normalen Schulalltag deswegen nicht, weil die Klassen auch so schon überfüllt sind, so daß es gar keinen Raum dafür gibt, sich auch um die Problemkinder zu kümmern. In einem getrennten Förderunterricht, zumal personell verstärkt, dürfte das Problem nicht bestehen.
Hinzu kommt, daß
er sich eben auch auf ausländisch mit den Schülern unterhalten
könnte. Eine Option, die den meisten deutschen Deutschlehrern
wohl abgehen dürfte.
Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, daß das nicht unbedingt so sein muß. Als ich nach Deutschland kam, war ich in einem Studienkolleg für ausländische Studierende (zur Anerkennung der Hochschulreife und um die Sprachkenntnisse aufzubessern). Wir waren 16 Leute aus aller Herren Länder, und die einzige gemeinsame Sprache war Deutsch. Wir unterhielten uns radebrechend untereinander, und später auch mit dem Deutschlehrer. SO kamen wir langsam, aber sicher zu einem größeren Wortschatz.
Gruß
J.