hat Napoleon immer noch Recht?

Von: , Frage gestellt am Sa, 22. Mär 2003

"Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung, als ihre wirklichen Feinde."
(Napoleon)


Stimmt der Satz noch? Oder machen wir jetzt gerade unsere erstren"Befreihungsschritte"? Mit unfreiwilliger Hilfe der USA?

Grüße
Raimund

36 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 11 Minuten hilfreich
    Re: hat Napoleon immer noch Recht?

    Stimmt der Satz noch?
    schau doch mal ins forum dann weißt du wie recht er hat.

    • Antwort von nach einer Stunde hilfreich
      Re^2: hat Napoleon immer noch Recht?

      dazu brauche ich gar nicht erst in´s WWW!
      allein der Versuch Prof. Finkelstein (N.Y) und Gitta Sereny (England) zu zitieren ist hier in D immer noch unter Strafe gestellt.

      Grüße
      Raimund

      • Antwort von nach 5 Stunden hilfreich
        Re^3: hat Napoleon immer noch Recht?

        allein der Versuch Prof. Finkelstein (N.Y) und Gitta Sereny
        (England) zu zitieren ist hier in D immer noch unter Strafe
        gestellt.
        sie wußten damals schon, warum den deutschen meinungsverbote aufgedrückt wurden. deutschland ist noch nicht reif für die meinungsfreiheit. es wird sich aber ändern. da bin ich mir sicher.

        gruß lehitraot.

        • Antwort von nach 5 Stunden hilfreich
          Meinungsfreiheit

          sie wußten damals schon, warum den deutschen meinungsverbote
          aufgedrückt wurden. deutschland ist noch nicht reif für die
          meinungsfreiheit. es wird sich aber ändern. da bin ich mir
          sicher.
          Das interessiert mich sehr. Inwieweit ist in Deutschland die Meinungsfreiheit eingeschränkt?

          Mit der dringenden Bitte um Antwort
          C.

          • Antwort von nach 5 Stunden hilfreich
            Re: Meinungsfreiheit

            Inwieweit ist in Deutschland die
            Meinungsfreiheit eingeschränkt?
            was raimund meinte dürfte wohl den verbotsparagraphen betreffen. also ist die meinungsfreiheit in deutschland de facto eingeschränkt. aber wohl aus gutem grund: man hat angst vor diesem meinungen, man schreibt ihnen macht zu.

            gruß lehitraot.

            • Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
              Re^2: Meinungsfreiheit

              was raimund meinte dürfte wohl den verbotsparagraphen
              betreffen. also ist die meinungsfreiheit in deutschland de
              facto eingeschränkt. aber wohl aus gutem grund: man hat angst
              vor diesem meinungen, man schreibt ihnen macht zu.
              Nur daß das, was Raimund sagte, genauso falsch ist, wie Deine Behauptung, daß Leichenfledderei in Deutschland eine Straftat ist.

              Ansonsten solltest Du Dir mal überlegen, was man unter Meinungsfreiheit versteht.

              Gruß
              Christian

              P.S.
              Und bitte nicht den Spruch von Rosa Luxemburg bringen ("Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden"). Der ist nämlich aus dem Zusammenhang gerissen genauso falsch, wie der dieser Tage wieder gern zitierte Spruch von Brecht ("Stell Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin").

              Beide Sprüche haben nämlich Fortsetzungen, die den Verwendern dieser Zitate normalerweise nur wenig Freude machen.

            • Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
              Re^3: Meinungsfreiheit

              Und bitte nicht den Spruch von Rosa Luxemburg bringen
              ("Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden"). Der
              ist nämlich aus dem Zusammenhang gerissen genauso falsch, wie
              der dieser Tage wieder gern zitierte Spruch von Brecht ("Stell
              Dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin").

              Beide Sprüche haben nämlich Fortsetzungen, die den Verwendern
              dieser Zitate normalerweise nur wenig Freude machen.
              das gedicht von brecht kenn ich, aber in welchem zusammenhang steht denn das zitat von rosa luxemburg?

              gruss

              um mal etwas zu provozieren stelle ich übrigens mal die frage in den raum, ob man in israel nicht auch gewisse äußerungen unter strafe stellen sollte?

            • Antwort von nach 21 Stunden hilfreich
              Luxemburg und Brecht revisited

              das gedicht von brecht kenn ich, aber in welchem zusammenhang
              steht denn das zitat von rosa luxemburg?
              Rosa Luxemburg hat mit ihrem Ausspruch nur die Andersdenkenden innerhalb des kommunistischen Blocks gemeint. Sie selber hat dem Satz, der ja inzwischen vielfach aufgegriffen wurde, nie viel Bedeutung beigemessen und ihn nur in einem unvollendeten Manuskript über die Russische Revolution verwendet.

              Daß sie mit Toleranz nicht viel am Hut hatte, ergibt sich auch aus einem Aufruf vom 24.11.1918: "Der Diktatur des Proletariats gehört der Tag und die Stunde. Wer sich dem Sturmwagen der sozialistischen Revolution entgegenstellt, wird mit zertrümmerten Gliedern am Boden bleiben."

              Um es vollständig zu machen, hier noch für alle anderen der Hintergrund zu der Brechtgeschichte:

              Der vielzitierte Satz "Stell´ Dir vor, es gibt Krieg und keiner geht hin" stammt in Wirklichkeit nicht von Brecht, sondern wurde in den 70er Jahren von einem unbekannten Lektor dem Gedicht "Wer zu Hause bleibt" vorangestellt. In der Originalfassung von Brecht steht genau das Gegenteil von dem, was die meisten Leute, die sich dieses "Zitates" bemächtigen, aussagen wollen:

              "Wer zu Hause bleibt, wenn der Kampf beginnt, und läßt andere kämpfen für seine Sache, der muß sich vorsehen, denn: Wer den Kampf nicht teilt, wird teilen die Niederlage. Nicht einmal den Kampf vermeidet, wer den Kampf vermeiden will: Denn er wird kämpfen, für die Sache des Feindes, wer für seine eigene Sache nicht gekämpft hat."

              Und wo isch schon dabei bin, einer fällt mir gerade noch ein: "Erst wenn der letzte Baum gefällt ist ..." ein. Dieser stammt angeblich aus einer Rede des Indianerhäutlings Seattle aus dem Jahre 1854. Diese Rede wird auch in dem Film "Söhne der Erde" (1972) aufgegriffen bzw. nachgespielt. Dem Drehbuchautor Ted Perry reichte die Dramatik der echten Rede wohl nicht aus, so daß er es vorzog einige Sätze ganz im Sinne seiner eigenen Weltanschauung hinzuzufügen, unter anderem eben die quasi-Hymne der Umweltschützer aus den 70er und 80er Jahren.

              Was insofern interessant ist, als daß damit eigentlich drei der entscheidenden Phrasen der Weltverbesserer das Ergebnis von Geschichtsfälschern sind und beileibe nicht aus so edlen Quellen stammen, wie das immer behauptet wurde.

              Was natürlich nichts daran ändert, daß das durchaus markige Sprüche sind. Nur sind sie eben so bzw. diesem Sinne nicht gesagt worden.

              Gruß
              Christian

            • Antwort von nach einem Tag hilfreich
              Re: Luxemburg und Brecht revisited

              hallo Christian,
              da gibt´s ein Buch über solche "Fehler": niemand hat Columbus ausgelacht!"
              Da steht z.B. auch drin, dass HH niemals Hansestadt war und nur durch einen Betrug den Titel erhielt.
              Grüße
              Raimund



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