Wie wahr…
Hi Mathias,
Die Lira ist in der Türkei, wir hatten hier Lire. Wir trauern der Währung aber gleichermaßen hinterher, wie die Deutschen ihrer DM. Dahinter verbirgt sich weniger die Sehnsucht nach der alten Währung, als vielmehr, dass alles wieder so billig wird, wie es mal vor der Euroumstellung war. Uns hat das hier auch ganz schön hart getroffen. Aber, btw - unser ganzes Regime ist ein einziger trauriger Witz, die Äußerungen unserer Politiker sollte man besser meistens überhören.
Weils wirklich was fürs Witzebrett ist, ein PW:
Ministerpräsident Berlusconi sitzt mit seinen beiden Kindern im Flugzeug.
Er sagt: „Wenn ich jetzt einen 500€ Schein hinunterwerfe, freut sich ein Italiener!“
Sagt die Tochter: „Wenn du 10 100€-Scheine hinunterwirfst, freuen sich 10 Italiener!“
Sagt der Sohn:„Wenn du 1000 5€-Scheine hinunterwirfst, freuen sich 1000 Italiener!“
Daraufhin der Pilot: „Herr Ministerpräsident, wenn Sie sich selbst hinunterwerfen, freuen sich alle Italiener!“
Schönen Gruß,
Rudy
ich trage keinen Schlips 
Hi Mathias,
Die Umrechnung war damals tatsächlich einfach : 1€ ~ 2000₤. Niemand hat den wirklichen Umrechnungskurs verwendet (1936₤). Noch dazu sind die Preise gestiegen, besonders beim Essen merkt man das. Z.B. ein Döner früher: 3500₤ (3.54DM) - heute: 3,70€ (! 7.24DM) (die sind hier größer als der Durchschnittsdöner in Deutschland, aber das ist echt Wahnsinn)
Die Lire war zwar nicht stark, aber man wusste, was man hatte. Mit 100₤ bekamst Du höchstens ein Kaugummi im Schwimmbad ohne Geschmack, eine Kugel Eis auf der Waffeltüte für 1500₤. Ich kann mich erinnern, als ich klein war, kostete eine Kugel Eis 500₤, bis zur Euroeinführung sind die Preise stetig gestiegen, mittlererweile sind sie unerhört.
Die ‚Forderung‘ auf die Wiedereinführung der alten Währung, was mittlererweile sowieso gar nix mehr bringen würde, ist nicht mehr als eine politische Phantasterei, ein Schachzug eines Politikers, sich durch leere Versprechen zu profilieren, um ins Parlament gewählt zu werden, und dort Gesetze zur Füllung seiner Geldbörse zu erlassen. Die einzigen guten italienischen Politiker wurden in das EU-Parlament ‚abgeschoben‘. Mehr als Sarkasmus bleibt einem Italiener nicht mehr, wenn er seine Staatsherren im Fernsehen reden hört.
Schönen Gruß,
Rudy
Hallo,
meines Wissens ist Lire der Plural von Lira.
Auf die Schnelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Italienische_Lira
Ich trauere überhaupt nicht, im Gegenteil: in ganz Europa ohne diese fiesen Wechselheinis bezahlen…
Grüße
Andreas
Hallo,
meines Wissens ist Lire der Plural von Lira.
Auf die Schnelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Italienische_Lira
Auf keiner Münze steht Lira, deshalb sag(t)en wir hier: Das ist keine Lire wert. Rein sprachlich liegst Du natürlich richtig, aber Lira sagt einfach keiner, außer er spricht über die Türkische Lira. Sagst Du ‚Lire‘, weiß jeder gleich, wovon Du redest. Eine Lire = keine Lire 
http://www.ilmarengo.com/vaticano/pio11/1l1936fh.jpg
auf der ganz alten 1L-Münze stand nur L. , später dann gar nix mehr - ein Ausdruck dafür, dass sie nix wert ist.
1₤ = 0.001 DM :o)
http://69.55.175.34/foreign/22it1.jpg
http://69.55.175.34/foreign/54it1.jpg
Gruß,
Rudy
… Mehr als Sarkasmus bleibt einem Italiener nicht
mehr, wenn er seine Staatsherren im Fernsehen reden hört.
Lass das „Italiener“ ruhig weg 
mfg
Simon
Hallo Matthias,
die Engländer machen nur mit, wenn wir das Pfund einführen, das engl. Königshaus anerkennen und die englische Regierung als Europaregierung bezeichnen.
De Gaulle hatte damals schon recht, als er die Engländer nicht in die Union rein haben wollte. Das hat Adenauer verbrochen.
Grüße
Babalou
Hallo Rudy
das problem hatten alle!
Das Gaststättengewerbe hat um über 100 % aufgeschlagen. Die Quittung haben sie aber bekommen: der Umsatz ging in den Keller.
Grüße
Babalou
Wir haben keine Wahl - nutzen wir sie
Hallo Simon!
… Mehr als Sarkasmus bleibt einem Italiener nicht
mehr, wenn er seine Staatsherren im Fernsehen reden hört.
Lass das „Italiener“ ruhig weg 
Schade, daß sich in diesem Brett keine Sternchen vergeben lassen! ;o)
Nein, diesen vielen Herren und manchen Damen mag man nicht mehr zuhören. Wozu auch? Und: Ein echter Denkzettel wäre nicht das ewige „Etablierte-Parteien-Hopping“, denn den Sinn, von Rot-Grün zu Schwarz-Gelb oder umgekehrt zu wechseln und das noch als Denkzettel zu bezeichnen, habe ich nie begriffen.
Wer Furcht hat, seine Stimme bei der Wahl einer kleinen Partei zu verlieren - oder gar der Teufel an die Wand gemalt wird, es käme zu einer Zersplitterung des Parlaments -, der hat nicht verstanden, daß er schon immer demokratisch-heiser war. Wie wir jetzt in Frankreich und den Niederlanden sehen, können die Menschen wenigstens hin und wieder das Gefühl haben, etwas zu entscheiden. (Selbstverständlich wird man, siehe Irland, sie so lange befragen, bis das Wahlergebnis der gewünschten Meinung der Politiker entspricht.) Hierzulande fragte man uns erst gar nicht nach Euro oder EU-Verfassung.
Das ist sehr bezeichnend, was man vom angeblich mündigen Bürger hält, der auf anderen Gebieten doch stets so flexibel und mobil und selbstverantwortlich sein soll. Wem sollte man da also einen „Denkzettel“ geben!?
Marco
Vielleicht konnte der italienische Minister seine Schmiergelder damals einfacher waschen, eine Waschmaschine mit Lire war ja ruckzuck voll, beim Euro dauert es jetzt eben erheblich länger? Vielleicht einfach ein wirtschaftlicher Aspekt von dem guten Mann? LOL
Roland
Der war gut!
owT
Du hast es erfasst!
Gruß,
Rudy