Nachrichtenverfälschung

Von: , Frage gestellt am Fr, 22. Dez 2000

Hallo MitleserInnen,

heute fiel mir wieder einmal mehr der kleine, feine Unterschied in den Nachrichtensendungen auf:
In arte Info wurde heute kurz vor acht Uhr erwähnt, dass das bayerischen Gesundheitsministerium bereits 1998 durch ein EU-Papier darüber informiert wurde - zudem soll das Bundesgesundheitsministerium auch schon seit geraumer Zeit davon gewusst haben -, dass trotz des Verbotes von 1994 Tiermehl im Tierfutter gefunden wurde, jedoch das (bayerische) Ministerium nicht gehandelt hätte. Also wusste man seit mindestens zwei Jahren davon, opferte allerdings willkürlich die Gesundheit der Bevölkerung dem Profit der Tierverwertungsunternehmen.
In der Tagesschau um acht Uhr hingegen wurde zwar auch dieses EU-Papier genannt, doch man liess die Jahresangabe - also 1998 - weg, wodurch dem Publikum den Eindruck und Einblick verwehrt blieb, dass Behörden schon wesentlich früher hätten reagieren müssen.

In meinen Augen zeigen die üblichen Sendungen à la Tagesschau nichts anders als eine Art Mainstream-Nachrichten. Man sieht vorfahrende schwarze Wagen, aussteigende und händeschüttelnde Politiker, dann ein Schwenk auf die Kameraleute und Fotografen, damit Bilder und Off-Kommentare zeitlich passen, lässt zum Beispiel einen Schröder sagen, dass die Gespräche in freundlicher Atmosphäre stattfanden und dass Chirac das beste Eisbein seines Lebens gegessen hätte, aber Nachrichten und wirkliche Informationen findet man selten. Statt dessen erfahren wir aber immer häufiger von Dingen wie Madonna-Hochzeit, Becker-Trennung und Feldbusch-Platzwunde. Machen wir unsere Kreuzchen in der Wahlkabine überwiegend aufgrund dieser "Informationen"!?

Marco

12 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 8 Stunden hilfreich
    Re: Nachrichtenverfälschung

    ... aber Nachrichten und wirkliche Informationen findet man :selten.
    Machen wir unsere Kreuzchen in der Wahlkabine überwiegend
    aufgrund dieser "Informationen"!?
    Guten Morgen, Marco!

    Mehr als einen groben Überblick über das Geschehen kann eine 15 Minuten-Sendung kaum bringen. Für Hintergründe und Details gibt's dann ja noch den Fußballteil der Bild-Zeitung.
    Nee, mal im Ernst, ich habe den Eindruck, daß die von Dir kritisierte Tagesschau besser geworden ist. Vor einiger Zeit liefen am späten Abend Wiederholungen der Tagesschau von vor 20 Jahren und diverse Sendungen aus der Anfangszeit der Bundesrepublik. Das war nach meinem Eindruck damals brave und handzahme Hofberichterstattung aus Bonn.

    Wem der kurze unvollständige Überblick nicht reicht, dem stehen ausreichende Informationsmöglichkeiten in fast beliebiger Tiefe zur Verfügung, Zeitungen, Magazine, Phoenix, das Internet...
    Aber ganz sicher wird dieses Informationsangebot mehrheitlich nicht oder nur wenig genutzt. Mit einer umfassend informierten Bevölkerung könnten sich die Parteien ihren Wahlkampf schenken, weil dann mit sauber frisierten Köpfen auf bunten Plakaten ohne die kleinste Aussage nichts zu bewegen wäre.

    Die Menschen sind eben unterschiedlich in ihren Möglichkeiten, Informationen aufzunehmen. Nur ein paar Beispiele:
    Hier bei w-w-w würde sich ein beträchtlicher Teil aller Fragen erledigen, wenn die Fragesteller eine Suchmaschine bedienen würden. Es ist aber nicht jedermanns Sache, die Information selbst in der Fülle des Angebots zu erkennen und es ist eben einfacher, Vorgefiltertes und passend Aufbereitetes abzufragen.

    Oder: 70er Jahre, ich war Student und während jedes Semesters gab's 'ne Demo gegen den Leistungsdruck. Einer der Profs machte sich unbeliebt, indem er behauptete, die Demonstranten wären nicht nur faul, sondern auch noch unfähig, zu hören und zu lesen. Er kündigte deshalb an, die nächste Mathe-Klausur vorher komplett einschließlich aller Lösungswege ans Schwarze Brett zu nageln - und tat es auch. Das schier Unglaubliche geschah; die Klausur fiel wie immer katastrophal aus.

    Die Menschen sind eben unterschiedlich. Einigen Zugpferden muß man nicht viel sagen, die machen und informieren sich wie auch immer. Der überwiegenden Mehrheit aber kann man die Informationen in den Hintern brennen und die wissen immer noch von nichts.

    Die Mehrheit aller Menschen braucht nach meiner Erfahrung die einfache vorgefilterte Information und schaltet ab, sobald es um Hintergründe, Kompliziertes und Vernetztes geht. Und was die Kreuze auf dem Wahlzettel betrifft: Das passende Krawattenmuster auf dem Plakat wird ein viel wichtigeres Kriterium sein als ein Parteiprogramm. Wer das nicht glaubt, führe sich vor Augen, daß schon Leute erfolgreich auf Stimmenfang gegangen sind, die ohne Programm antraten, aber Straßenzüge nur mit ihrem Konterfei und ihrem Namen schmückten. Noch nie aber hat jemand nur mit einem Programm Erfolg gehabt.

    Desillusionierte Grüße
    Wolfgang

    • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
      Re^2: Nachrichtenverfälschung - stimme voll zu!


      Wem der kurze unvollständige Überblick nicht reicht, dem
      stehen ausreichende Informationsmöglichkeiten in fast
      beliebiger Tiefe zur Verfügung, Zeitungen, Magazine, Phoenix,
      das Internet...
      Bös formuliert, wenn die Leute nur die Magazine auch lesen würden. Ich habe den Spiegel abonniert. Damit bin ich preislich auf dem gleichen Niveau wie die BILD, aber sicherlich etwas besser informiert, oder? Aber ganz sicher wird dieses Informationsangebot mehrheitlich
      nicht oder nur wenig genutzt. Mit einer umfassend informierten
      Bevölkerung könnten sich die Parteien ihren Wahlkampf
      schenken, weil dann mit sauber frisierten Köpfen auf bunten
      Plakaten ohne die kleinste Aussage nichts zu bewegen wäre.
      Ob auch bei uns, im w-w-w der angesprochene Personenkreis das liest?
      Die Menschen sind eben unterschiedlich in ihren Möglichkeiten,
      Informationen aufzunehmen. Nur ein paar Beispiele:
      Hier bei w-w-w würde sich ein beträchtlicher Teil aller Fragen
      erledigen, wenn die Fragesteller eine Suchmaschine bedienen
      würden. Es ist aber nicht jedermanns Sache, die Information
      selbst in der Fülle des Angebots zu erkennen und es ist eben
      einfacher, Vorgefiltertes und passend Aufbereitetes
      abzufragen.
      Naja, man will auch kein Spielverderber sein. Wenn wir alte Hasen die Fragen beantworten, steigt automatisch unsere Peputation. So sind wir doch noch nützliche Mitglieder der Gesellschaft. Alles können wir doch nicht den Maschinen überlassen?
      Oder: 70er Jahre, ich war Student und während jedes Semesters
      gab's 'ne Demo gegen den Leistungsdruck. Einer der Profs
      machte sich unbeliebt, indem er behauptete, die Demonstranten
      wären nicht nur faul, sondern auch noch unfähig, zu hören und
      zu lesen. Er kündigte deshalb an, die nächste Mathe-Klausur
      vorher komplett einschließlich aller Lösungswege ans Schwarze
      Brett zu nageln - und tat es auch. Das schier Unglaubliche
      geschah; die Klausur fiel wie immer katastrophal aus.
      das wäre mir nicht passiert! Gerade bei Mathe (und physikalische Chemie).
      Die Menschen sind eben unterschiedlich. Einigen Zugpferden muß
      man nicht viel sagen, die machen und informieren sich wie auch
      immer. Der überwiegenden Mehrheit aber kann man die
      Informationen in den Hintern brennen und die wissen immer noch
      von nichts.
      jo mei, da kannst nix macha. Mancha lerns nie, andere irgendwann und wenn es an den eigenen Geldbeutel geht, dann lernt es fast jeder. Was? Nachdenken und vernünftig handeln.
      Die Mehrheit aller Menschen braucht nach meiner Erfahrung die
      einfache vorgefilterte Information und schaltet ab, sobald es
      um Hintergründe, Kompliziertes und Vernetztes geht. Und was
      die Kreuze auf dem Wahlzettel betrifft: Das passende
      Krawattenmuster auf dem Plakat wird ein viel wichtigeres
      Kriterium sein als ein Parteiprogramm. Wer das nicht glaubt,
      führe sich vor Augen, daß schon Leute erfolgreich auf
      Stimmenfang gegangen sind, die ohne Programm antraten, aber
      Straßenzüge nur mit ihrem Konterfei und ihrem Namen
      schmückten. Noch nie aber hat jemand nur mit einem Programm
      Erfolg gehabt.
      Da brauchst bloß an die Einschaltquoten zu big brother denken. Mir wird Angst und Bang, wenn ich mir überlege, daß diese Leute mal regieren sollen, müssen, weil wir Oldies irgendwann mal nicht mehr können oder wegen BSE ausfallen.
      Desillusionierte Grüße
      Meine Illusionen sind längst den Bach runter. Wolfgang

    • Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
      Klasse formuliert und belegt(O.T)

      ..

    • Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
      Re^2: Nachrichtenverfälschung

      Hallo Wolfgang! ich habe den Eindruck, daß die von Dir
      kritisierte Tagesschau besser geworden ist. Vor einiger Zeit
      liefen am späten Abend Wiederholungen der Tagesschau von vor
      20 Jahren und diverse Sendungen aus der Anfangszeit der
      Bundesrepublik. Das war nach meinem Eindruck damals brave und
      handzahme Hofberichterstattung aus Bonn.
      Diesen Eindruck habe ich nicht, auch nicht bei den Tagesthemen. Mir fällt das besonders dann auf, wenn ich mich zuvor schon anderweitig infomiert habe. Zum Beispiel denke ich mir, dass viele Filmbeiträge sich in einer einfachen Nachricht zusammenfassen liessen. Dazu muss man nicht die sowieso kurze Zeit dazu ver(sch)wenden, um Politiker Worthülsen verlautbaren zu lassen. Vielleicht wirken die zwanzig Jahre alte Sendungen auch bloss etwas altbacken gegenüber der heutigen Zeit.
      Es ist ein seltsames Phänomen, dass ich kaum in Worte kleiden kann. Als Beispiel diene mir "Aktenzeichen XY... ungelöst". Gegenüber alten Sendungen sind nach meinem Eindruck die heutigen Filmfälle zu aufgeplustert und mit so vielen nebensächlichen Dingen bepackt, statt nur das Wesentliche festzuhalten. Wem der kurze unvollständige Überblick nicht reicht, dem
      stehen ausreichende Informationsmöglichkeiten in fast
      beliebiger Tiefe zur Verfügung, Zeitungen, Magazine, Phoenix,
      das Internet...
      Die stehen jeden zur Verfügung, doch wer hat die Zeit und Lust, dies permanent zu tun? Nun ja, zynisch angehaucht könnte man sagen: Immer mehr Menschen werden arbeitslos, und immer mehr Menschen können sich deshalb einen Wissensvorsprung gegenüber der noch arbeitenden Bevölkerung verschaffen. Hier bei w-w-w würde sich ein beträchtlicher Teil aller Fragen
      erledigen, wenn die Fragesteller eine Suchmaschine bedienen
      würden. Es ist aber nicht jedermanns Sache, die Information
      selbst in der Fülle des Angebots zu erkennen und es ist eben
      einfacher, Vorgefiltertes und passend Aufbereitetes
      abzufragen.
      Stimmt, das ist mir auch schon aufgefallen. Dies bedeutet aber auch, nicht mehr selbständig zu denken. Das erachte ich als sehr fatal. Schwarze Brett
      und die wissen immer noch von nichts.
      die ohne Programm antraten
      Schönes Beispiel, diese Sache mit dem Schwarzen Brett!
      Zu den anderen Dingen will ich Dir einfach nur zustimmen. Ein Bekannter meinte mal zu mir, ihn würden weniger die korrupten Politiker ärgern, sondern die Menschen, die sich nicht darüber informieren und im Grunde gleichgültig ist. Es gibt da ein schönes Zitat:

      "Eine Gesellschaft von Schafen
      muß mit der Zeit
      eine Regierung von Wölfen
      hervorbringen."
      (Bertrand de Jouvenel)

      Marco

  2. Antwort von nach 16 Stunden hilfreich
    Re: noch schlimmer!

    hallo, Marco,

    in den RTL-Nachrichten (12:00) brachten sie davon: die Warnung kam sogar schon 1996 und zwar an die Bundesregierung.
    Also hat die CDU (und später die Grünen und die SPD) wissentlich die Wahrheit verschwiegen! Es wäre damals schon eine Eingrenzung der Krankheit möglich gewesen.
    Hat derjenige (ich weiß nicht mehr, wer das war) doch recht, der vorraussagte, dass gegen BSE und den Folgen AIDS ein kleiner Schnupfen sein wird?
    Grüße
    Raimund

    • Antwort von nach 19 Stunden hilfreich
      Re^2: Keine Skrupel?

      in den RTL-Nachrichten (12:00) brachten sie davon: die Warnung
      kam sogar schon 1996 und zwar an die Bundesregierung.
      Also hat die CDU (und später die Grünen und die SPD)
      wissentlich die Wahrheit verschwiegen! Es wäre damals schon
      eine Eingrenzung der Krankheit möglich gewesen.
      Hallo Raimund,

      das kann ich leider bestätigen. Habe um die Mittagsstunden mit einer Bekannten telefoniert und ihr die Jahreszahl 1998 genannt, woraufhin sie entgegnete, dass sie auch schon irgend etwas von 1996 gehört hätte.
      Das macht die Sache natürlich noch ein bisschen drastischer, denn unsere Volksvertreter haben definitiv unser Leben - oder zumindest unsere Gesundheit - aufs Spiel gesetzt. Meine Bekannte meinte weiterhin, dass nun versucht wird, den Bauern den Schwarzen Peter zuzuschieben, obwohl diese nicht unbedingt erkennen konnten, was sich im Kraft- oder Winterfutter verbarg, zumal Tiermehl seit '94 verboten war. Dies würde auch darlegen, weshalb sich zum einen die jetzt betroffenen Bauern in Bayern unschuldig fühlen, zum anderen die Rätselei, ob die Tiere sich auf irgendeine unbekannte Weise angesteckt haben könnten, eine simple Erklärung fände.
      Aber irgendwohin mussten die Tierkadaver ja, also könnte es eine Kungelei zwischen Politikern und Tiermehlverarbeitern gegeben haben. Möglicherweise wollte man auch eine gewisse Panik vermeiden, was in meinen Augen aber Unsinn ist, wenn es die Gesundheit aller betrifft.
      "Seltsamerweise" ist man in dieser Hinsicht stets zurückhaltend mit Aussagen, aber man ist sich nicht zu schade, schnellstens medienwirksam Rindergulaschsuppen zu löffeln oder ein Rumpsteak als Abendessen zu präsentieren, wie ich schon in einer Nachricht im Brett "Innenpolitik" schrieb. Stellt man diese beiden Dinge gegenüber, dann wird für mich klar ersichtlich, dass Unternehmensgeschäfte wichtiger sind als die Bevölkerungsgesundheit. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die Politiker dies allein für einen feuchten Händedruck der Wirtschaft tun.

      Erschreckt hat auch noch, als ich von diesen fünfprozentigen Zusätzen hörte, die nicht deklariert mit anderem Fleisch (Konserven) vermischt werden dürfen. Diese fünf Prozent können letzendlich jeder erdenkliche Mist sein.
      Da fragt man sich doch als ein Verbraucher, der nicht selbst jeder Sache auf den tiefsten Grund geht, weshalb dies nicht genau aufgezeigt werden muss, was drin ist, wenn es nicht etwas zu verbergen gilt! Aber leider weiss man auch, dass 'chlorfrei gebleicht' nicht gleichbedeutend mit '100% chlorfrei' sein muss, und dass sich hinter dem häufigen Begriff "Aroma" gesundheitsschädliche Stoffe verbergen können; bis heute müssen die Hersteller dies ja nicht aufschlüsseln. Warum wohl?! Hat derjenige (ich weiß nicht mehr, wer das war) doch recht,
      der vorraussagte, dass gegen BSE und den Folgen AIDS ein
      kleiner Schnupfen sein wird?
      Solange es solche Aussagen gibt, wie ich sie vorgestern bei einer Umfrage vernehmen musste, zweifle ich noch daran. Zum Beispiel sagte jemand, dass er trotzdem weiter Rindfleisch essen würde, denn er könnte ja inzwischen schon längst BSE haben. Und eine ältere Dame meinte, das würde doch in ihrem Alter keine Rolle mehr spielen.

      Marco

      • Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
        Re^3: Geld regiert die Welt

        Hallo, Marco,
        es geht leider nur noch ums Geschäft. Sieh Dir die Verordnungen der EG an. Kein Fortschritt zum besseren, sondern fast ausschließlich zum besseren Geschäft. Denk nur an das Biergesetz. Das Reinheitsgebot in Deutschland war ein Gesetz, mit dem Brauereien leben konnten. Jetzt dürfen sie alles mögliche reinpantschen. Ich seh´ es ja noch ein, dass man Reisbier brauen darf. doch dann bitte auch als Reisbier deklarieren. Doch mit dem Wort Bier verbindet sich zumindest hier in Deutschland "Reinheit". Bei anderen Artikeln ist es genauso. Unsere Wurst, so fehlerhaft sie ist, gegen englische, dänische... ist sie die Reinheit schlechthin: dort dürfen Sojamehl und Farbe vermischt werden (inzwischen bei uns auch). Als ich mal in Kopenhagen war, sah ich mal grün gefärbte Wurst. Statt dass man versucht, die Wurst noch besser und gesünder zu machen, wird das Niveau herabgesenkt.
        Die alten Leute sagen immer: unterm Adolf wurden solche Leute ins KZ gesteckt. Das ist zwar richtig. Doch wenn es im Sinne der Partei oder des Staates war, wurde auch hier gegen die Bevölkerung bestimmt. Wo ist da der Unterschied?
        Da gibt es Weltreligionen, die uns zur Nächstenliebe erziehen wollen... Es hat sich nichts geändert: Geld regiert die Welt!
        Grüße
        Raimund

        • Antwort von nach 21 Stunden hilfreich
          Re^4: Geld regiert die Welt

          Hallo Raimund! es geht leider nur noch ums Geschäft.
          Genau das macht mich ja äusserst wütend. Wohin soll dies führen, ausser bis zur finalen Verteilung von unten nach oben? Doch es scheint kaum jemanden zu interessieren.
          Ja, wenn eine Brent Spar versenkt werden soll und wir unseren Protest dadurch äussern, dass wir noch einmal das Gaspedal durchtreten und statt bei Shell bei Aral tanken; ja, wenn der Liter Benzin mal über zwo Mark geht, dann wird die Ökosteuer schnell zur K.O.-Steuer; ja, wenn man wieder einmal einen kleinen Sozialschmarotzer aufgetrieben hat - dann erleben wir einen neuen Volkssturm. Doch ansonsten ziehen die Themen gleich eines Niederschlägchen an uns vorbei. Sturm kommt nicht auf, vielleicht mal ein laues Lüftchen. Die alten Leute sagen immer: unterm Adolf wurden solche Leute
          ins KZ gesteckt. Das ist zwar richtig. Doch wenn es im Sinne
          der Partei oder des Staates war, wurde auch hier gegen die
          Bevölkerung bestimmt. Wo ist da der Unterschied?
          Da gibt es Weltreligionen, die uns zur Nächstenliebe erziehen
          wollen... Es hat sich nichts geändert: Geld regiert die Welt!
          Natürlich hat sich nichts geändert. Je besser es uns geht, desto grösser wird das Jammern der Wirtschaft, während die Gedanken der Menschen seit Menschengedenken über die Rente kreisen und über die Arbeitlosigkeit in den Wirtschaften jammern. Es wird Zeit für das Aufräumen und Ausfegen der freiheitlich-demokratischen Unordnung...

          Marco

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: noch schlimmer!

        die landwirtschafts verbände sagten das sie bei einem tiermehlverbot garkeine futtermittel haben um ihre tiere zu füttern, das ferfüttern von tiermehl war aber schon seit 94 verboten,
        versteht das noch jemand???????
        cu
        und guten apetitt [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]



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