Die Bahn setzt ihre Werbekampagne fort

Von: , Frage gestellt am Do, 30. Okt 2008

Hallo,
nicht genug damit, dass Tausende von Bahnkunden für Mehdorns Börsenpläne das Leben in vollen Zügen kennenlernen dürfen, jetzt noch die Fortsetzung der Image-Kampagne der DB auf dem platten Lande:
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,585698,00.html

So richtig will einem dazu nichts mehr einfallen.

Gruß
Eckard

27 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden hilfreich
    Re: Die Bahn setzt ihre Werbekampagne fort

    Hallo,
    So richtig will einem dazu nichts mehr einfallen.
    Gesegnet sei Dein Feindbild. Die Frau ist vom Dienst suspendiert worden. Die Bahn hat sich entschuldigt. Und wenn publik wird, dass Kinder bis zu einem bestimmten Alter (ich glaube, 14 Jahre gelesen zu haben) selbst ohne Fahrkarte nicht der Bahn verwiesen werden dürfen, warum sollte dann noch ein Kind eine Bahnfahrkarte kaufen?

    Du hättest mehr Erfolg gehabt, wenn Du auf die Bonuszahlungen für Bankmanager eingegangen wärst, wenn sie die Bahn an die Börse bringen. Aber so bist Du nicht mehr als ein Abbild des "neuen investigativen Journalismus", die Einzelfälle heran ziehen um generelle Urteile zu fällen.

    Gruß

    ALex

    • Antwort von nach 11 Stunden hilfreich
      Re^2: Die Bahn setzt ihre Werbekampagne fort

      Moin, Alex, wenn publik wird, dass Kinder bis zu einem bestimmten Alter (ich
      glaube, 14 Jahre gelesen zu haben) selbst ohne Fahrkarte nicht
      der Bahn verwiesen werden dürfen, warum sollte dann noch ein
      Kind eine Bahnfahrkarte kaufen?
      da steht ein alter Herr daneben, erklärt sich bereit, die Karte zu bezahlen, die Frau DeutscheBahn schmeißt das Kind dennoch raus und Du schwätzt hier von Generalprävention? Ist das Dein Verständnis von Erziehung? Mir scheint, Dir hat's das Maß verrissen.

      Ich nehme an, Du ließest Dich auch rausschmeißen, wenn Du mal die Karte vergessen hättest. Oder etwa nicht? Dann gesteh dem Kind zu, was dem Erwachsenen gewährt wird: Feststellung der Personalien, Kassieren (gleich oder später) der Gebühr fürs Schwarzfahren.

      Gruß Ralf

      • Antwort von nach 13 Stunden hilfreich
        Die Bahn hat doch bereits gehandelt

        Hi! Feststellung der
        Personalien, Kassieren (gleich oder später) der Gebühr fürs
        Schwarzfahren.
        DAS ist die Sache, die ich nicht verstanden habe.
        Ich vergesse gelegentlich auch mal mein Ticket.
        Wenn ich dann erwischt werde, bekomme ich den Schrieb mit der Aufforderung, das erhöhte BEFÖRDERUNGSENTGELT zu zahlen (in dem Wort steckt doch drin, dass man befördert wird) - woraufhin ich dann innerhalb von 2 Wochen (oder war es eine?) mit meinem Ticket und dem Schreiben zum Servicecenter gehe, die Bearbeitungsgebühr von 2,50€ latze, und damit die Sache vom Tisch ist.

        Bei keiner der mir bislang aufgefallenen Kontrollen (und das sind sehr viele) wurde jemals anders gehandelt, auch nicht bei Kids.
        Warum diese Person das nicht derart gehandhabt hat, begreife ich enfach mal nicht.

        Ich will aber ausdrücklich der Bahn (ausnahmsweise) mal keinen Vorwurf machen. Miserable Mitarbeiter gibt es nun mal überall, und hier wurde ja sogar gegen eine ausdrückliche Diensanweisung verstoßen.


        VG
        Guido

        • Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
          Re: Die Bahn hat doch bereits gehandelt

          Hi, DAS ist die Sache, die ich nicht verstanden habe.
          Ich vergesse gelegentlich auch mal mein Ticket.
          Wenn ich dann erwischt werde, bekomme ich den Schrieb mit der
          Aufforderung, das erhöhte BEFÖRDERUNGSENTGELT zu zahlen (in
          dem Wort steckt doch drin, dass man befördert wird) -
          woraufhin ich dann innerhalb von 2 Wochen (oder war es eine?)
          mit meinem Ticket und dem Schreiben zum Servicecenter gehe,
          die Bearbeitungsgebühr von 2,50€ latze, und damit die Sache
          vom Tisch ist.
          mir ist ein Fall aus dem Jahr 2006 bekannt, wo das erhöhte Beförderungsentgelt auch bezahlt wurde und dieser Tage eine Strafanzeige wegen "Erschleichung von Leistungen" der Person ins Haus flatterte.
          So viel zu dem Thema: "damit ist die Sache vom Tisch".
          Und nein, dabei geht es nicht um mich. ;-)

          Gruß

          Christian

          • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
            Re^2: Die Bahn hat doch bereits gehandelt

            Hi, mir ist ein Fall aus dem Jahr 2006 bekannt, wo das erhöhte
            Beförderungsentgelt auch bezahlt wurde und dieser Tage eine
            Strafanzeige wegen "Erschleichung von Leistungen" der Person
            ins Haus flatterte.
            So viel zu dem Thema: "damit ist die Sache vom Tisch".
            Nee - wenn man ein gültiges Ticket besitzt (wie hier ja der Fall), dann zahlt man nicht die 40€. Man erschleicht ja auch nix, da man vorher ein Ticket erworben hat - nur halt nicht mitgeführt (klappt natürlich nur bei personengebundenen Tickets). Und nein, dabei geht es nicht um mich. ;-)
            *g*


            VG
            Guido

            P.S. Ich oute mich mal als jemand, der (früher mal!!!) das ein oder andere Mal einer der Leistungserschleicher war (2 x erwischt worden)

            • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
              Re^3: Die Bahn hat doch bereits gehandelt

              Hi, mir ist ein Fall aus dem Jahr 2006 bekannt, wo das erhöhte
              Beförderungsentgelt auch bezahlt wurde und dieser Tage eine
              Strafanzeige wegen "Erschleichung von Leistungen" der Person
              ins Haus flatterte.
              So viel zu dem Thema: "damit ist die Sache vom Tisch".
              Nee - wenn man ein gültiges Ticket besitzt (wie hier ja der
              Fall), dann zahlt man nicht die 40€. Man erschleicht ja auch
              nix, da man vorher ein Ticket erworben hat - nur halt nicht
              mitgeführt (klappt natürlich nur bei personengebundenen
              Tickets).
              es mag ja sein, dass da kein Strick draus zu stricken ist.
              Aber wenn jemand das erhöhte Beförderungsentgelt bezahlt, rechnet die Person doch 2 Jahre später nicht mehr mit einer Strafanzeige.
              Der Ärger ist nun da und die Person fühlt sich mehr als ein wenig veräppelt von der DB.

              Gruß

              Christian

      • Antwort von nach 20 Stunden hilfreich
        Re^3: Die Bahn setzt ihre Werbekampagne fort

        da steht ein alter Herr daneben, erklärt sich bereit, die
        Karte zu bezahlen, die Frau DeutscheBahn schmeißt das Kind
        dennoch raus und Du schwätzt hier von Generalprävention? Ist
        das Dein Verständnis von Erziehung? Mir scheint, Dir hat's das
        Maß verrissen.
        Es gilt eben einmal auch als Schwarzfahren, wenn man, nachdem man ertappt wird, noch zu zahlen bereit ist. Vor Jahren wurde meines Wissens dann im Zug zu erhöhtem Preis die Fahrkarte ausgestellt, seit einigen Jahren aber nicht mehr, wenn ich recht weiß. Ich nehme an, Du ließest Dich auch rausschmeißen, wenn Du mal
        die Karte vergessen hättest. Oder etwa nicht? Dann gesteh dem
        Kind zu, was dem Erwachsenen gewährt wird: Feststellung der
        Personalien, Kassieren (gleich oder später) der Gebühr fürs
        Schwarzfahren.
        Das wäre sicher die beste Lösung. Eine Zwölfjährige, die noch keinen Ausweis mit sich führtm zu identifizieren, kann jedoch mit Schwiergkeiten verbunden sein.
        Sie auf irgendeinem Haltepunkt an der Strecke auszusetzen, wie in diesem Fall, verbietet sich selbstverständlich. Es ist wohl anzunehmen, daß sie regelmäßig mit diesem Zug fährt und diesen nicht täglich Millionen verschiedene Fahrgäste nutzen. Erfahrungsgemäß werden Zugbegleiter auf Nebenstrecken auch öfters in denselben Zügen eingestetzt, so daß die Fahrkarte bei der nächsten Kontrolle hätte vorgezeigt werden können.


        Grüße,
        Ostlandreiter

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Die Bahn setzt ihre Werbekampagne fort

        Moin, Alex, wenn publik wird, dass Kinder bis zu einem bestimmten Alter (ich
        glaube, 14 Jahre gelesen zu haben) selbst ohne Fahrkarte nicht
        der Bahn verwiesen werden dürfen, warum sollte dann noch ein
        Kind eine Bahnfahrkarte kaufen?
        da steht ein alter Herr daneben, erklärt sich bereit, die
        Karte zu bezahlen, die Frau DeutscheBahn schmeißt das Kind
        dennoch raus und Du schwätzt hier von Generalprävention? Ist
        das Dein Verständnis von Erziehung? Mir scheint, Dir hat's das
        Maß verrissen.
        Ganz ruhig; dass die Frau falsch gehandelt hat, ist mittlerweile allen Beteiligten klar. Es ging mir eher darum, dass die Bahn mit dem Hinweis, dass sie eigentlich und insbesondere Kinder per Arbeitsanweisung nicht rauswirft, nicht so offensiv umgeht, weil es sonst von Eltern wie auch immer verstärkt genutzt werden könnte (ganz dickes Konjunktiv).
        Ich nehme an, Du ließest Dich auch rausschmeißen, wenn Du mal
        die Karte vergessen hättest.
        Naja, ich hab einmal eine Konzertkarte vergessen und stand dann vor der Halle. Ich hab mich nicht gewundert, dass die mich nicht rein gelassen haben, obwohl sie mir doch hätten glauben können, dass die Karte zuhause liegt. Oder etwa nicht? Dann gesteh dem
        Kind zu, was dem Erwachsenen gewährt wird: Feststellung der
        Personalien, Kassieren (gleich oder später) der Gebühr fürs
        Schwarzfahren.
        Nochmal, die Frau hat falsch gehandelt, das ist jedem klar. Feststellung der Personalien ist ohne Polizei bei einer 12-jährigen schwer möglich. Und heutzutage traue ich einer 12-jährigen auch eher zu, dass sie ein Handy zum Anruf der Eltern hat als Bargeld für die Gebühr. Aber das ist eigentlich alles egal.

        Was mich halt gestört hat, ist die Tatsache, dass hier ein Unternehmen grundsätzlich verurteilt wird für einen Fehler einer Mitarbeiterin. Es gibt sicherlich viele Punkte, die Bahn zu kritisieren, dieser gehört sicher nicht dazu (wer einen sucht, sollte gerade heute Nachrichten und Zeitung lesen).

        Und was deren Mitarbeiter mitmachen, habe ich selbst mal erlebt, als ein Schaffner (oder eben Zugbegleiter), der Jugendliche dazu auffordern wollte, ihre Zigaretten im Zug zu löschen, dermaßen bedrängt wurde, dass er in Panik das Weite suchte. Ich will nicht entschuldigen, was die Frau gemacht hat, aber vielleicht ist sie auch ein Opfer ihrer Erlebnisse.

        Gruß

        ALex

    • Antwort von nach 18 Stunden hilfreich
      Re^2: Die Bahn setzt ihre Werbekampagne fort

      Du hättest mehr Erfolg gehabt, wenn Du auf die Bonuszahlungen
      für Bankmanager eingegangen wärst, wenn sie die Bahn an die
      Börse bringen.
      Gesegnet sei Dein Feindbild.
      bzw. Aber so bist Du nicht mehr als ein Abbild des
      "neuen investigativen Journalismus", die Einzelfälle heran
      ziehen um generelle Urteile zu fällen.
      Genau.

      C.



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