Transrapid München
Von: , Frage gestellt am Sa, 29. Dez 2007
Hey!
Mich intressiert mal eure ansicht zum Thema transrapid in München.
Das ist besonders an die Bayern hier gerichtet.
MfG
Nico
Hey!
Mich intressiert mal eure ansicht zum Thema transrapid in München.
Das ist besonders an die Bayern hier gerichtet.
MfG
Nico
Guten Abend,
da ich in Bayern lebe und mit einem Bayern verheiratet bin fühle ich mich mal angesprochen ;-)
Also ich bin für den Transrapid auch auf die Gefahr hin, dass un wieder viele kommen und mich angreifen. Grund:
Eine tolle technik die endlich bei uns gebaut werden soll.Auch dem Argument dagegen, dass die strecke viel zu kurz sei, kann man widersprechen, da nun auch die Chinesen den (in Kopie gebauten) eigenen Transrapid auf Kurzstrecken einsetzen wollen und ihn eher Geeignet dafür sehen. Unser OB ist zwar dagegen, aber wenn man mal ein paar Jahre zurückschaut, ist er immer gegen alles und wenn es dann Eingeführt wird gegen seine Meinung steht er in erster Reihe und grinst blöd in die Kamera. Siehe Tunnelbau Mittlerer Ring, Fußballstadion, usw usw.
Auch das Argument gegen den Transrapid und führ die Expressbahn kann nur einen Überzeugen der sich nicht informiert woher das Geld kommt.
Denn rest heb ich mir auf für die gegenpostings.
Gruß Katie
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...und wer bezahlt???
...und wer bezahlt???
Und wer bezahlt die vollkommen sinnlose Winterolympiade??
Fragt hier jemand?
Die kostet mehr als 4 Mrd. Euro und bringt weniger als der Transrapid.
Also dann...
ich hab einiges gehört und denke etz bezieh ich auch mal stellung und beginne des ganze mit ein paar Fakten...
1. es stehen ca. 200 mio. € noch auf der kippe...
2. Die kosten könnten wie in Japan explodieren...
3. Die "saubere Technologie" ist ersten unglaublich Laut (im Abstand von 30 metern müsste man noch lärmschutz tragen) und erschüttert gebäude!)
4. In der Innenstadt(!!!) müssten mehrere Kilometer Tunnel gebaut werden (=>Jahrelange Großbaustelle)
5. 3Milliarden Adieu!
6. Wer würde damit fahren? (Fahrschein soll mittlerweile 19€ kosten) monatskarten gelten nicht
Viele Grüße,
Nico
GJ - Erlangen
Lest euch doch mal meinen Beitrag ein wenig weiter oben durch. Hier wird allein auf Grund von Gerüchten, Theorien argumentiert.
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...und wer bezahlt???
Wäre nicht die Express S-Bahn für die Stadt und den Freistaat sogar teurer...?
Gruss,
M.
Hallo!
Mich intressiert mal eure ansicht zum Thema transrapid in
München.
Das ist besonders an die Bayern hier gerichtet.
Na dann...
Ich als Münchner bin für den Transrapid, da ich dann nicht mehr mit dem Auto zum Flughafen fahren werde. Aktuell mit der S-Bahn dauert mir das zu lange.
Außerdem ist eine reell genutzte Versuchsstrecke in einer vernünftigen Stadt ein besseres Marketinginstrument, um die Transrapidtechnik international an den Mann zu bringen, als die aktuell existierende kurze Teststrecke in der Pampa.
Eigentlich meine ich, hätte man direkt zwei Linien als europäisches Gemeinschaftsprojekt bauen sollen: eine von Paris nach Moskau und eine von Rom nach Berlin. Jeweils mit entsprechenden Zwischenstops in großen Städten.
Nun fängt man mal mit der Münchner Flughafenverbindung an. Auch gut.
Die generelle Diskussion zu Sinn und Unsinn würde ich dabei gar nicht so ernst nehmen. Wie Katie ja schon schrieb, sind Kritiker wie Christian Ude zumeist einfach nur kurzsichtig und stellen dann erst im Nachhinein fest, dass Erweiterungsmassnahmen bzgl. der Verkehrsinfrastruktur in den meisten deutschen Städten schon seit mindestens 20 Jahren überfällig sind/waren und man auch mit der rotesten Welle die Leute nicht aufs Fahrrad zwingen kann.
Den Transrapidbeu in München als Marketingmassnahme für ein deutsches High-Tech-Produkt zu sehen, ist für die meisten Ökospinner dann ohnehin zu hoch. Manche Leute im Land benötigen jedoch noch einen Arbeitsplatz in der reell existierenden Marktwirtschaft, daher sind solche Projekte essentiell wichtig für den Standort.
Grüße,
M.
Hallo Mathias,
Außerdem ist eine reell genutzte Versuchsstrecke in einer
vernünftigen Stadt ein besseres Marketinginstrument, um die
Transrapidtechnik international an den Mann zu bringen, als
die aktuell existierende kurze Teststrecke in der Pampa.
Da hast du sicherlich recht.
Eigentlich meine ich, hätte man direkt zwei Linien als
europäisches Gemeinschaftsprojekt bauen sollen: eine von Paris
nach Moskau und eine von Rom nach Berlin. Jeweils mit
entsprechenden Zwischenstops in großen Städten.
Nuja, das liefe wohl definitiv in die Region unbezahlbar. Allerdings frage ich mich, warum man lieber 12 Milliarden in den Neubau des Berliner Flughafens steckt anstatt den Flughafen Halle-Leipzig auszubauen und einen Transrapid nach Berlin baut. Das sind ca. 120 km ohne Berge, ohne Hügel, ohne Dörfer dazwischen (naja, fast keine), und damit die billigste Strecke in D die man finden kann. Wenn die Vorhersage über die Passagierzahlen von Schönefeld zutreffen, braucht man sich auch über die TR-Auslastung keine Sorgen machen. Aber hier war wohl das Prestige mal wieder wichtiger.
Nun fängt man mal mit der Münchner Flughafenverbindung an.
Auch gut.
Eigentlich ist die Strecke zu kurz, aber sicherlich besser als nichts.
Ralph
Ich möchte hier ein wenig ausholen zu diesem Thema.
Es ist nicht eindeutig eine klare Stellung zu beziehen. Vielmehr ist die mangelnde Unkenntnis für die Meisten entscheidend eine Stellung aus dem Bauch heraus zu treffen.
Hier einige Informationen:
Zunächst einmal ist das Konzept des Transrapids gut 20 Jahre alt. Es ist in der aktuellen Form nicht mehr ganz zeitgemäß und hätte allein aus diesem Grunde viel früher umgesetzt werden müssen.
Auch der Energieverbrauch ist recht hoch.
Auf der anderen Seite habe ich an einer Infoveranstaltung der des Flughafens teilgenommen. Dieser sagt, im Gegensatz zu manchen Äusserungen von Herrn Ude, daß man sich prinzipiell neutral verhält, es dem Flughafen egal ist, was kommt. ABER:
Man benötigt möglichst gestern statt morgen eine schnelle Verbindung. So wurden alle Zahlen vorgegelgt welche Ströme wie von wo ob direkt oder als Umsteiger zum Flughafen kommen. Auch die Steigerungen usw. wurden aufgezeigt. Eine schnelle Anbindung ist notwendig.
Nun das Dilemma: Die Planfeststellungsverfahren usw. für den Transrapid sind weitestgehend abgeschlossen. Der Transrapid wäre schnell realisierbar. Die Express S-Bahn von Ude existiert auf einem gerade einmal ein paar Seiten umfassenden Papier. Eine Realisierung würde mind. 8-12 Jahre dauern. Eine andere Zugverbindung existiert garnicht mal in der Planung, würde ca. 10-15 Jahre dauern. Ergo wäre in diesem Punkt der Transrapid die einzige Lösung.
Weiter im Text:
Die Kosten des Transrapids könnten entgleisen, was somit dagegen spricht. Die Express S-Bahn bedingt die 2.Stammstrecke, welche wiederum 2 Milliarden kostet (keine EU Förderung usw.). Das sagt Ude nicht, da er ja die zweite Stammstrecke eh will. Diese ist aber nach neuen Analysen nicht unbedingt notwendig. Und zwar aus folgenden Gründen: So sind nach Berechnungen durch Umstrukturierungen noch ca. 10% Kapazitäten frei, durch die Erweiterungen des Netzses ausserhalb der Stammstrecke wird darüber hinaus die Stammstrecke in den nächsten 10 Jahren mehr und mehr eh entlastet.
Die Kosten einer Fahrt:
Die Fahrt mit dem Transrapid wäre mit ca. 10-15% Aufschlag zur S-Bahn und dem derzeitigen Aufkommen an Fahrgästen rentabel.
Der Flughafen wiederum expandiert. Auch hier haben Berechnungen gezeigt das die Steigerungen des Flughafens bereits jedes Jahr übertroffen wurden. Die prognostizierte Steigerung für 07 wurde bereits im September erreicht. Man kalkuliert sogar mit weiter deutlich steigenden Kerosinpreisen und es deutet trotzdem alles darauf hin das die nächsten Jahre die Steigerungen die Prognosen und Ziele deutlich übertreffen.
Für die Münchner selber ist der Transrapid grundsätzlich nicht unbedingt notwendig. Allerdings gibt es sehr viele reisende Umsteiger.
Auch habe ich mir angeschaut in wie weit z.B. das Passagieraufkommen im Verhältnis zum Frachtaufkommen am Flughafen steht und somit überhaupt für die Entwicklung relevant ist.
Hierzu musste ich dann wiederum feststellen, daß gut 70% aller Fracht, also auch die Statistiken des Frachtaufkommens, durch ebend Passagiere und deren Reisegepäck entsteht.
Als Fazit nun bin ich für den Transrapid, obwohl ich die Lösung auf Grund oben genannter Punkte nicht für gut befinden kann. Jedoch dürfte der Betrieb wirtschaftlich sein und man sollte sich die zweite Stammstrecke sparen. Der Flughafen ist der größte Arbeitgeber und benötigt ihn.
Das populistische politische Geschwätz dagegen hilft keinem. Leider eskaliert dieses im Rahmen der Komunalwahl etwas.
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