Open Source, Freie Software und das liebe Geld

Hallo,

Wir alle dürften uns wohl über kostenlose Software freuen - als Alternative zu käuflichen Betriebssystemen á la Windows und dessen Systemtools und Anwendungen wie Word, Excel usw.

Wir versprechen uns von Open-Source-Software, daß sie schneller fehlerbereinigt oder überhaupt aktualisiert wird, keine Lizenzprobleme mit sich bringt, gut dokumentiert ist, und vieles mehr.

Aber wenn sich diese Art der Software immer weiter durchsetzt - wie kann man sich dann überhaupt noch seinen Lebensunterhalt mit Softwareprodukten verdienen? Letztlich bleibt doch nur, Distributionen zusammenzustellen, zu vertreiben und Support dafür anzubieten. Das eigentliche Softwareentwickeln wird immer stärker zu „brotloser Kunst“.

Selbst auf eher kleineren Nischenplattformen sind Linux u. Co. mittlerweile lauffähig.

Also, was tun als Softwareentwickler?

Viele Grüße,
Snubbelfoot.

Hallo Snubbelfoot,

ich denke, Du bist eingetragener w-w-w-User und kommst Montag in den Chat „Linux vs. Microsoft“ - oder?

Die eigentl. Problematik mit der Lizenz-Software entstand IMHO daraus, dass alleweil Upgrates für „unausgereifte“ Software nachgekauft werden müssen. Verstehe das „unausgereift“ jetzt x wie folgt: Das Software-Design wird von den Programm-Möglichkeiten von vornherein so ausgelegt, dass notwendigerweise User (als auch Entwickler!) die künftige Version nachkaufen müssen. M$ macht das sehr geschickt und verdient wahrscheinl. horrend gerade an den Software-Entwicklern.
Und die immense Verbreitung von Windows wurde erst dadurch ermöglicht, dass das System (von Install-Disketten/-CDs) früher problemlos raubkopiert werden konnte. Darauf folgte dann die Rache auf den Fuss: die Kosten fürs Betriebssystem alleine stiegen um mehr als 100-200%. (Ich kann mich erinnern, dass PCs von Händlern früher inkl. BS ausgeliefert wurden; die Pauschalpreise fürs BS lagen bei 10 bis 15 Euro bzw. 10 bis 25 D-Mark.)

…sich diese Art der [freien] Software immer weiter durchsetzt

  • wie kann man sich dann überhaupt noch seinen Lebensunterhalt
    mit Softwareprodukten verdienen? Letztlich bleibt doch nur,
    Distributionen zusammenzustellen, zu vertreiben und Support
    dafür anzubieten. Das eigentliche Softwareentwickeln wird
    immer stärker zu „brotloser Kunst“.

In Folge davon sind heute auch die Software-Entwickler die Gelackmeierten. Und Du hast damit Recht: Distribution & Support (die Dienstleistung oder das „Zur-Verfügungung-Stellen“ von Dienstlst. ist das Produkt) werden künftig - immer mehr - für das Einkommen sorgen.

Das ist sehr nachteilhaft für Einzelentwickler ohne Anbindung oder aber mit Spezialprodukten, die mangels Bekanntheit oder mangels sofortigem Verstehen des Zwecks, keinen Markt oder keinen guten Distributor finden.

Selbst auf eher kleineren Nischenplattformen sind Linux u. Co.
mittlerweile lauffähig.

Also, was tun als Softwareentwickler?

Das Zusammenschliessen zu Interessengemeinschaften ist IMHO zur Zeit die einzige Möglichkeit, die Power, die nötig ist, um Geld mit Software zu verdienen, auch wirklich zu entfalten.

Viele Grüße,
Snubbelfoot.

Grüsse zurück – aber unbedingt noch ein Hinweis wegen Deiner #5-@spamgourmet-Adresse: Ich bin seit Januar 2003 wer-weiss-was-Mitglied. Ich habe noch nie unerwünschte Mail von w-w-w bekommen. Allerdings könntest Du Dir mit „dieser“ Spamgourmet-Mail-Adresse die Anbindung zu machen… (x drüber nachdenken).

CU & Have Fun!
DannyFox64 :smile:

Die eigentl. Problematik mit der Lizenz-Software entstand IMHO
daraus, dass alleweil Upgrates für „unausgereifte“ Software
nachgekauft werden müssen. Verstehe das „unausgereift“ jetzt x
wie folgt: Das Software-Design wird von den
Programm-Möglichkeiten von vornherein so ausgelegt, dass
notwendigerweise User (als auch Entwickler!) die künftige
Version nachkaufen müssen. M$ macht das sehr geschickt und
verdient wahrscheinl. horrend gerade an den
Software-Entwicklern.

Ja. Es entsteht die Haltung: Software ist eigentlich schlecht funktionierender Mist. Bezahlung wird quasi durch Marktmacht erzwungen…

Selbst auf eher kleineren Nischenplattformen sind Linux u. Co.
mittlerweile lauffähig.

Also, was tun als Softwareentwickler?

Wie wäre es damit, Software zu schreiben?

Es gibt keinen wirklichen Grund, der verhindert, kostenpflichtige Closed Source Software für Linux zu schreiben.

Außer vielleicht: es gibt schon ein freies Projekt, was die Aufgabe perfekt beherrscht. Das ist dann halt Pech (und ist halt auch mal so in der „Wirtschaft“.

BTW: Man kann auch mit OpenSource Geld verdienen. Die Entwickler ann großen Projekten werden bezahlt, SuSE läßt für XFree und ReiserFS erkleckliche Sümmchen springen, andere Distributoren halt für andere Dinge.

Achja: die Entwicklungen sind dann offen und stehen allen zur Verfügung.

Sebastian

Hi, Sebastian,

>Die eigentl. Problematik mit der Lizenz-Software entstand IMHO
>daraus, dass alleweil Upgrates für „unausgereifte“ Software
>nachgekauft werden müssen. Verstehe das „unausgereift“ jetzt x
>wie folgt: Das Software-Design wird von den
&gt:stuck_out_tongue_winking_eye:rogramm-Möglichkeiten von vornherein so ausgelegt, dass
>notwendigerweise User (als auch Entwickler!) die künftige
>Version nachkaufen müssen. M$ macht das sehr geschickt und
>verdient wahrscheinl. horrend gerade an den
>Software-Entwicklern.

Ja. Es entsteht die Haltung: Software ist eigentlich schlecht
funktionierender Mist. Bezahlung wird quasi durch Marktmacht
erzwungen…

Da gehen mir jetzt (merk- und denkwürdige und) viele Gedanken durch den Kopf.

Einerseits ist es so, dass vieles an Softwär’ „schlecht“ ist, andererseits handelt es sich auch um eine, ich sag mal, riesige kollektive Projektions-Sache.

Das fängt ja schon bei der Einstellung zum Geld an sich an: dieses Moraldenken, dass jemand viel Geld nur für etwas nehmen kann, was an sich schlecht sei; und diese Moral entsteht auch wiederum nur aus dem Umkehrschluss „Wer Gutes tut, sollte dafür kein Geld nehmen“.
Eine sehr dumme Auswirkung z.B.: unsere Schullehrer, die die Aufgabe haben, Kindern Wissen beizubringen und Weisheit zu vermitteln, sind schlecht bezahlt; währenddessen verdienen sich Rennfahrer, Fussballer und manche ganz wenige Künstler/Sänger (mit irgendeinem Seich) dumm und dämlich.
Eine Beobachtung/Feststellung, die ich i.d. Zus.hang vor kurzem machte: Mit Sachen zur Unterhaltung (z.B. im Fernsehen) wird wahnsinnig viel Geld gemacht…

Und genau dieses System (der Denke) erstreckt sich dann auch auf Software. Für irgendwelchen Unterhaltungsscheiss geben die Leute sehr viel Geld aus, aber so was wie MS-Office Prof. muss schwarz gebrannt werden. - Das ist doch irgendwie krank, oder?!

>>Selbst auf eher kleineren Nischenplattformen sind Linux u. Co.
>>mittlerweile lauffähig.
>>
>>Also, was tun als Softwareentwickler?

Wie wäre es damit, Software zu schreiben?

(Und dazu noch eine schöne Homepage, die gut indiziert ist und anständige Treffer-Quoten erzielt.)

Es gibt keinen wirklichen Grund, der verhindert,
kostenpflichtige Closed Source Software für Linux zu
schreiben.

Stimmt! - So ich das richtig sehe, wird das ja auch in grösseren Firmen usw. praktiziert (die Stadt München stellte kürzlich ja auf Linux um). Aber das ist ja nurmehr intern.
Ich denke (hoffe), dass aber das essenziell Wichtige weiterhin OpenSource bleibt.

Außer vielleicht: es gibt schon ein freies Projekt, was die
Aufgabe perfekt beherrscht. Das ist dann halt Pech (und ist
halt auch mal so in der „Wirtschaft“.

BTW: Man kann auch mit OpenSource Geld verdienen. Die
Entwickler ann großen Projekten werden bezahlt, SuSE läßt für
XFree und ReiserFS erkleckliche Sümmchen springen, andere
Distributoren halt für andere Dinge.

Achja: die Entwicklungen sind dann offen und stehen allen zur
Verfügung.

Sebastian

Grüsse, DannyFox64

Hallo,

Die eigentl. Problematik mit der Lizenz-Software entstand IMHO
daraus, dass alleweil Upgrates für „unausgereifte“ Software
nachgekauft werden müssen. Verstehe das „unausgereift“ jetzt x
wie folgt: Das Software-Design wird von den
Programm-Möglichkeiten von vornherein so ausgelegt, dass
notwendigerweise User (als auch Entwickler!) die künftige
Version nachkaufen müssen. M$ macht das sehr geschickt und
verdient wahrscheinl. horrend gerade an den
Software-Entwicklern.

Ja. Es entsteht die Haltung: Software ist eigentlich schlecht
funktionierender Mist. Bezahlung wird quasi durch Marktmacht
erzwungen…

Da gehen mir jetzt (merk- und denkwürdige und) viele Gedanken
durch den Kopf.

Einerseits ist es so, dass vieles an Softwär’ „schlecht“
ist, andererseits handelt es sich auch um eine, ich sag mal,
riesige kollektive Projektions-Sache.

Es gibt viele schlechte Software, nur wird das leider nicht mehr
wahrgenommen. „Sie haben ein Problem? - Starten Sie dem Rechner neu
und versuchen Sie es nocheinmal“.

Vermutlich ist es ein Marketingerfolg: Ich bin immer grantig, wenn ich
auf Arbeit neu starten muß (seitdem ich weiß, daß es besser geht),
meine Kollegen nehmen das leichter („Das ist doch logisch: wenn man
viele Fenster offen hat und eine Zeit gearbeitet hat ist doch klar,
daß der Speicher zugemüllt ist und man neu starten muß“)

Das fängt ja schon bei der Einstellung zum Geld an sich an:
dieses Moraldenken, dass jemand viel Geld nur für etwas nehmen
kann, was an sich schlecht sei; und diese Moral entsteht auch
wiederum nur aus dem Umkehrschluss „Wer Gutes tut, sollte dafür
kein Geld nehmen“.

So absolut würde ich es wirklich nicht sehen (hey, ich verdiene
schließlich auch Geld…)

Eine sehr dumme Auswirkung z.B.: unsere Schullehrer, die die
Aufgabe haben, Kindern Wissen beizubringen und Weisheit zu
vermitteln, sind schlecht bezahlt; währenddessen verdienen sich
Rennfahrer, Fussballer und manche ganz wenige Künstler/Sänger
(mit irgendeinem Seich) dumm und dämlich.
Eine Beobachtung/Feststellung, die ich i.d. Zus.hang vor kurzem
machte: Mit Sachen zur Unterhaltung (z.B. im Fernsehen) wird
wahnsinnig viel Geld gemacht…

… und Erziehung soll kostengünstig von der Schule fabriziert
werden. *seufz*

Und genau dieses System (der Denke) erstreckt sich dann auch auf
Software. Für irgendwelchen Unterhaltungsscheiss geben die Leute
sehr viel Geld aus, aber so was wie MS-Office Prof. muss schwarz
gebrannt werden. - Das ist doch irgendwie krank, oder?!

Ja, wobei ich Office auch eher in die Rubrik „Unterhaltungsscheiß“
einordnen würde, die Programme sind für mein dafürhalten nahezu
unbrauchbar (und hoffnungslos überteuert). Das ist aber kein Grund,
das schwarz zu brennen (weil es das Geld ja offensichtlich nicht
annähernd wert ist) sondern die Konsequenz muß sein, es einfach
garnicht zu benutzen.

Selbst auf eher kleineren Nischenplattformen sind Linux u. Co.
mittlerweile lauffähig.

Also, was tun als Softwareentwickler?

Wie wäre es damit, Software zu schreiben?

(Und dazu noch eine schöne Homepage, die gut indiziert ist und
anständige Treffer-Quoten erzielt.)

Meinetwegen…

Es gibt keinen wirklichen Grund, der verhindert,
kostenpflichtige Closed Source Software für Linux zu
schreiben.

Stimmt! - So ich das richtig sehe, wird das ja auch in grösseren
Firmen usw. praktiziert (die Stadt München stellte kürzlich ja
auf Linux um).

Mal sehen: Ich könnte mir durchaus vorstellen, daß da durchaus Code
für die „Community“ abfällt.

Aber das ist ja nurmehr intern. Ich denke (hoffe), dass aber das
essenziell Wichtige weiterhin Open Source bleibt.

Da bin ich mir sehr sicher. Bei verschiedenen
öffentlichen/behördlichen Projekten ist schon gut was
herübergewachsen. Weiter so!

Gruß,

Sebastian

Hallo Sebastian,

musste eben wirklich lachen, so wie Du schreibst: klasse! Macht Spass, zu lesen! :smile:

Einerseits ist es so, dass vieles an Softwär’ „schlecht“
ist, andererseits …

Es gibt viele schlechte Software, nur wird das leider nicht
mehr wahrgenommen. „Sie haben ein Problem? - Starten Sie dem
Rechner neu und versuchen Sie es nocheinmal“.

Vermutlich ist es ein Marketingerfolg: Ich bin immer grantig,
wenn ich auf Arbeit neu starten muß (seitdem ich weiß, daß es
besser geht), meine Kollegen nehmen das leichter („Das ist
doch logisch: wenn man viele Fenster offen hat und eine Zeit
gearbeitet hat ist doch klar, daß der Speicher zugemüllt ist
und man neu starten muß“)

Ja, im Grunde sehe ich das auch so. (Hoffe, dass sich Deine Kollegen keine eMail-Würmer reinziehen.)
Verursacht wurde der ganze Mist eigentl. durch das Einführen von PCs in Verbindung mit DOS, so wie es kontruiert ist. (Hallo Gates! Schon zum Geburtztach gratuliert!?)

Nun bin ich zwar PC-Benutzer, und mit all diesen „Standard“-Anwendungen vertraut; doch ich bin mir sicher, dass das nächste primäre System auf dem nächsten Rechner „Linux“ heisst.

Das fängt ja schon bei der Einstellung zum Geld an sich an:
dieses Moraldenken, dass jemand viel Geld nur für etwas nehmen
kann, was an sich schlecht sei; und diese Moral entsteht auch
wiederum nur aus dem Umkehrschluss „Wer Gutes tut, sollte dafür
kein Geld nehmen“.

So absolut würde ich es wirklich nicht sehen (hey, ich
verdiene schließlich auch Geld…)

War ja nur das Spiegeln des Denkens, das in unserer Gesellschaft heute noch vorherrscht. (Aber es ist schon in Bewegung in die richtige Richtung geraten; es wachen immer mehr Menschen auf!)

Eine sehr dumme Auswirkung z.B.: unsere Schullehrer, die die
Aufgabe haben, Kindern Wissen beizubringen und Weisheit zu
vermitteln, sind schlecht bezahlt; währenddessen verdienen…

… und Erziehung soll kostengünstig von der Schule fabriziert
werden. *seufz*

Und genau dieses System (der Denke) erstreckt sich dann auch auf
Software. Für irgendwelchen Unterhaltungsscheiss geben die Leute
sehr viel Geld aus, aber so was wie MS-Office Prof. muss schwarz
gebrannt werden. - Das ist doch irgendwie krank, oder?!

Ja, wobei ich Office auch eher in die Rubrik
„Unterhaltungsscheiß“ einordnen würde, die Programme sind für
mein dafürhalten nahezu unbrauchbar (und hoffnungslos überteuert).
Das ist aber kein Grund, das schwarz zu brennen (weil es das
Geld ja offensichtlich nicht annähernd wert ist) sondern die
Konsequenz muß sein, es einfach garnicht zu benutzen.

Yep!

Bis man Wörd x so konfiguriert hat, dass es brauchbar ist, hat man 'ne Stunde locker rum. Mal ganz abgesehen von dem Schnick-schnack!

Aber das ist ja nurmehr intern. Ich denke (hoffe), dass aber das
essenziell Wichtige weiterhin Open Source bleibt.

Da bin ich mir sehr sicher. Bei verschiedenen
öffentlichen/behördlichen Projekten ist schon gut was
herübergewachsen. Weiter so!

Aha! :smile:

Grüsse
CU Monday…

DannyFox64 :smile:

‚Ergonomie‘ ist, wenns rappelt und blinkt?
Hallo,

Ja, im Grunde sehe ich das auch so. (Hoffe, dass sich Deine
Kollegen keine eMail-Würmer reinziehen.)

Das wäre wirklich schlecht, die Daten sind teilweise wirklich
erschreckend sensibel. „Wir haben aber doch einen Virenscanner und
eine Firewall“.

Ich habe leider zu wenig Ahnung von (Windows-)Programmierung, um einen
an unsere Verhältnisse angepassten Virus zu schreiben, aber das wäre
schon lustig. (Immerhin, mein Chef hat technisch gesehen kaum Ahnung
[ist auch nicht sein Job], hält mir aber den Rücken für „Spaß im
internen Netzwerk“ frei…).

Verursacht wurde der ganze Mist eigentl. durch das Einführen von
PCs in Verbindung mit DOS, so wie es kontruiert ist. (Hallo
Gates! Schon zum Geburtztach gratuliert!?)

DOS ist vielleicht nichteinmal das Problem, schlimmer ist nur das
monopolartige Auftreten von MS. Daß Monopole schlecht für den
Verbraucher sind ist quasi Stoff für die Aufnahmeprüfung im
Kapitalismuskindergarten, aber wenn die Firma genug (Wirtschafts)Macht
angehäuft hat, wird diese Einsicht eben mal vom Markt weggekauft ubnd
steht offensichtlich kaum jemandem noch zur Verfügung.

Nun bin ich zwar PC-Benutzer, und mit all diesen
„Standard“-Anwendungen vertraut; doch ich bin mir sicher, dass
das nächste primäre System auf dem nächsten Rechner „Linux“
heisst.

Das halte ich für eine gute Idee (wobei ich es für zweitrangig halte,
ob es nun wirklich Linux oder irgendein BSD ist). Empfehlenswert ist
nur, sich genügend Zeit für den Umstieg zu nehmen: Rechne damit, bei
Null anzufangen, wirf alle Konzepte aus der Windows-Welt über
Bord. Und (falls ich es noch nicht erwähnt hatte): nimm Dir Zeit und
mache den Umstieg ohne jede Form von Druck.

[…]

Ja, wobei ich Office auch eher in die Rubrik
„Unterhaltungsscheiß“ einordnen würde,

[…]

Mal ganz abgesehen von dem Schnick-schnack!

Mein persönliches Haßobjekt Nummer eins sind diese hampelnden
Assistenten. Ich habe keine Idee, wer auf so einen ergonomischen
Schwachsinn kommt, dieses Geblinke ist ein Tod für konzentriertes
Arbeiten. Die Lufthansa-Piloten sehen ja auch nicht MTV im Landeanflug
und während einer Operation will ja auch kein verantwortungsvoller
Operateur billige Striptänzerinnen um sich herum wirbeln haben.

Word ist mehr ein Computerspiel denn ein ernsthaftes Programm, ich
wäre zu dem Zugeständnis bereit, es noch als „Text-Adventure“
durchgehen zu lassen, aber das war es dann auch schon…

Gruß,

Sebastian

Hallo,

Ja, im Grunde sehe ich das auch so. (Hoffe, dass sich Deine
Kollegen keine eMail-Würmer reinziehen.)

Das wäre wirklich schlecht, die Daten sind teilweise wirklich
erschreckend sensibel. „Wir haben aber doch einen Virenscanner
und eine Firewall“.

Ich habe leider zu wenig Ahnung von (Windows-)Programmierung,
um einen an unsere Verhältnisse angepassten Virus zu schreiben,
aber das wäre schon lustig. (Immerhin, mein Chef hat technisch
gesehen kaum Ahnung [ist auch nicht sein Job], hält mir aber
den Rücken für „Spaß im internen Netzwerk“ frei…).

Vielleicht könntest Du ja den EICAR-Test anpassen, und vorausgesetzt, der AV-Scanner ist abgeschaltet… http://www.eicar.org/anti_virus_test_file.htm (es lassen sich individuelle Meldungen einbauen)

Aber mir ist etwas viel lustigeres eingefallen: http://marthinfranz.gmxhome.de/download/
Schäfchen zählen; IMHO max. 10 Instanzen ladbar. (Steht nur kurze Zeit zum DnLd.)

Verursacht wurde der ganze Mist eigentl. durch das Einführen von
PCs in Verbindung mit DOS, so wie es kontruiert ist. (Hallo
Gates! Schon zum Geburtztach gratuliert!?)

DOS ist vielleicht nichteinmal das Problem…

Der Hintergrund mit dem DOS/Windows ist, dass die Daten- und die Programmdateien nur durch ihr Suffix, nicht aber durch ihre Inhalte unterschieden werden. Möglich machte das die damals neuartige Architektur des PC.

…schlimmer ist nur
das monopolartige Auftreten von MS. Daß Monopole schlecht für
den Verbraucher sind ist quasi Stoff für die Aufnahmeprüfung
im Kapitalismuskindergarten, aber wenn die Firma genug
(Wirtschafts)Macht angehäuft hat, wird diese Einsicht eben mal
vom Markt weggekauft ubnd
steht offensichtlich kaum jemandem noch zur Verfügung.

Das ist Fakt in fast allen Branchen.
Ich möchte da (jetzt + hier) nicht näher drauf eingehen. Einerseits gehörte das dann in ein anderes Brett, andererseits ist’s ein Fast-Endlos-Thema, in das auch noch ein paar andere reinschnuppern dürften, um aufzuwachen…

Nun bin ich zwar PC-Benutzer, und mit all diesen
„Standard“-Anwendungen vertraut; doch ich bin mir sicher, dass
das nächste primäre System auf dem nächsten Rechner „Linux“
heisst.

Das halte ich für eine gute Idee (wobei ich es für zweitrangig
halte, ob es nun wirklich Linux oder irgendein BSD ist).
Empfehlenswert ist nur, sich genügend Zeit für den Umstieg
zu nehmen: Rechne damit, bei
Null anzufangen, wirf alle Konzepte aus der Windows-Welt über
Bord. Und (falls ich es noch nicht erwähnt hatte): nimm Dir
Zeit und mache den Umstieg ohne jede Form von Druck.

Stimmt, stimmt.
Aber BTW: Was ist eigentl. „BSD“? Wodurch zeichnet sich das aus?(*ichnixahnung*)

[…]

Ja, wobei ich Office auch eher in die Rubrik
„Unterhaltungsscheiß“ einordnen würde,

[…]

Mal ganz abgesehen von dem Schnick-schnack!

Mein persönliches Haßobjekt Nummer eins sind diese hampelnden
Assistenten. Ich habe keine Idee, wer auf so einen

Da geht mir auch immer einer ab. :frowning:

…ergonomischen
Schwachsinn kommt, dieses Geblinke ist ein Tod für
konzentriertes Arbeiten. Die Lufthansa-Piloten sehen ja
auch nicht MTV im Landeanflug und während einer Operation
will ja auch kein verantwortungsvoller Operateur billige
Striptänzerinnen um sich herum wirbeln haben.

Word ist mehr ein Computerspiel denn ein ernsthaftes Programm,
ich wäre zu dem Zugeständnis bereit, es noch als
„Text-Adventure“ durchgehen zu lassen, aber das war es dann
auch schon…

Nun, ja, irgendwann finde ich den Registry-Schlüssel, um diesen Zappel-Assistenten das endgültige Aus zu machen. :smile:

[Ich glaube jedenfalls, ich muss mir den Thread einmal speichern.
Du machst ja wirklich gute, druckreife Aussagen. *g*]
Ich kenne nur Win/dos, mal abgesehen von den Systemen, die ich bisher im Beruf als Benutzer kennengelernt habe. Am schönsten war da die Zeit am Mac.

So, genug für heute morgen.

CU DannyFox64

Hallo,

Vielleicht könntest Du ja den EICAR-Test anpassen, und
vorausgesetzt, der AV-Scanner ist abgeschaltet…
http://www.eicar.org/anti_virus_test_file.htm (es lassen sich
individuelle Meldungen einbauen)

Das ist öde. Wann muß es knallen. Interne Daten nach außen schicken
oder so.

Aber mir ist etwas viel lustigeres eingefallen:
http://marthinfranz.gmxhome.de/download/
Schäfchen zählen; IMHO max. 10 Instanzen ladbar. (Steht nur
kurze Zeit zum DnLd.)

Neinnein, zu Hause kann ich das mangels Windows nicht testen, auf
Arbeit werde ich soetwas nicht herunterladen.

[…]

Aber BTW: Was ist eigentl. „BSD“? Wodurch zeichnet sich das
aus?(*ichnixahnung*)

BSD (FreeBSD, OpenBSD, NetBSD) sind quelloffene Betriebssysteme, die
sich „Unix“ nennen dürfen, während Linux kein echtes Unix ist (aber
mit Recht ein unixoides Betriebssystem).

Das ist zum einen ein historischer Unterschied und auch ein
Unterschied in der Lizensierung (kostenlose Nutzung ist aber ebenso
möglich…)

Für den Anwender ist es ziemlich egal, ob er sein Briefe mit Linux
oder FreeBSD tippt, für den Administrator sind die Unterschiede etwas
größer.

Aber wer sich auf einem Linux-System zurechtfindet, wird auch auf BSD
keine Probleme haben (und umgekehrt).

Ob ich meine Mailserver auf Linux, Open- oder FreeBSD laufen habe: das
ist ziemlich egal.

[…]

Ich kenne nur Win/dos, mal abgesehen von den Systemen, die ich
bisher im Beruf als Benutzer kennengelernt habe. Am schönsten
war da die Zeit am Mac.

Von Mac höre ich ja viel Gutes. Mir ist es allerdings etwas teuer. Und
meine kurzen waren nicht wirklich überzeugend…

Sebastian

Hallo,

Vielleicht könntest Du ja den EICAR-Test anpassen, und
vorausgesetzt, der AV-Scanner ist abgeschaltet…
http://www.eicar.org/anti_virus_test_file.htm (es lassen sich
individuelle Meldungen einbauen)

Das ist öde. Wann muß es knallen. Interne Daten nach außen
schicken oder so.

Aha, so einer bist Du! :o)

Aber mir ist etwas viel lustigeres eingefallen:
http://marthinfranz.gmxhome.de/download/
Schäfchen zählen; IMHO max. 10 Instanzen ladbar. (Steht nur
kurze Zeit zum DnLd.)

Neinnein, zu Hause kann ich das mangels Windows nicht testen,
auf Arbeit werde ich soetwas nicht herunterladen.

Das ist eindeutig, hat eine klare Grenze.

[…]

Aber BTW: Was ist eigentl. „BSD“? Wodurch zeichnet sich das
aus?(*ichnixahnung*)

BSD (FreeBSD, OpenBSD, NetBSD) sind quelloffene
Betriebssysteme, die
sich „Unix“ nennen dürfen, während Linux kein echtes Unix ist
[…]

Vielen, vielen Dank für die Erklärung und Details!
(Nehme das gleich x zu den Files.)

Ich kenne nur Win/dos, mal abgesehen von den Systemen, die ich
bisher im Beruf als Benutzer kennengelernt habe. Am schönsten
war da die Zeit am Mac.

Von Mac höre ich ja viel Gutes. Mir ist es allerdings etwas
teuer. Und meine kurzen waren nicht wirklich überzeugend…

In der Tat, Apple war M$ weit in der Technik voraus. Die Hardware ist 1-A-Qualität (oder war es zumindest vor der Vermischung mit dem PC). So habe ich bisher keine bessere Tastatur mehr unter die Finger gekriegt, als die vom Mac. - Die Handhabung des Systems ist vielleicht zwar gewöhnungsbedürftig, aber hat mir als Oberfläche wirklich gefallen. Nur sind die Preise HW/SW summa summarum jenseits des normalen Wirtschaftlichen (abgesehen von den typischen Reprobetrieben und Werbeagenturen).

Um noch mal BTW auf das Thema Marktmacht zu kommen: B.G. hat sich bei Apple mit „nur“ 100 Mio. Aktienanteilen (ob nominal oder wie auch immer) eingekauft. Das ist echt ein fieser Trick, um den Wert dieser Aktien und damit der Firma zu kontrollieren.

Jetzt sag ich aber mal „Gutes Nächtle“,

CU DannyFox64

Das ist öde. Wann muß es knallen. Interne Daten nach außen
schicken oder so.

Aha, so einer bist Du! :o)

Ja. Das ist eine schöne Methode, Adminstratoren mit mangelhaftem Sicherheitsbewußtsein auf ihre Lücken aufmerksam zu machen. Habe ich schon mit bestem Erfolg in abgewandelter Version praktiziert :smile:

Aber BTW: Was ist eigentl. „BSD“? Wodurch zeichnet sich das
aus?(*ichnixahnung*)

http://sites.inka.de/mips/unix/bsdlinux.html
http://people.freebsd.org/~hm/de.comp.os.unix.bsd-mi…
Und das Ceren-Argument für BSD lautet http://www.xs4all.nl/~marcone/bsdversuslinux.html

Gruß,

Sebastian