Re^7: Ergonomie von Multimedia Playern
Hallo,
Spezielle Richtlinien für Freeware und Shareware ???
Kann es nicht geben. Jeder macht was er will.
nun ja, ganz so ist es ja doch nicht. Eine Webseite ist ja
auch gewissermaßen "Free"-ware, und trotzdem gibt es
Richtlinien. Horizontales Text-Scrolling vermeiden, Goldene
Regeln, etc.
Das habe ich ja genannt. Natürlich gibt es allg. Richtlinien
zur Softwaregestaltung und natürlich unterliegt Software
den ganz normelen Bedingungen eines Nutzerinterfaces.
Bloß muß sich bei Freeware und Shareware doch niemand
dran halten und oft genug wird gegen die Richtlinien
verstoßen (aus Unkenntnis oder aus Spaß am anders machen
oder sonstwas). Falls der Programmierer Kenntnis darüber
hat oder zumindest ein Gespür für das Thema entw., dann
klappt das auch halbwegs. Falls der Programmierer aber nur
ein Spielmatz ist oder absolut Betriebsblind (was sehr häufig
vorkommt), dann wird oft auch grausig. Oder es war keine
Zeit und dann wird's einfach lieblos hingeworfen.
Software aus richtigen Softwareschmieden - sieht eben
nach Corporate Identity aus, falls die Leute sich einen
Kopf drum gemacht haben und es nicht einfach zugekauft
wurde.
GNOME wäre eine Richtlinie, in die auch Softwareschmieden mal
einen Blick hineinwerfen, und die genannten "Apple Human
Interface Guidelines" sind konkret formuliert, und auch
sinnstiftend erklärt, also keine reine Corporate Identity.
Ist natürlich falsch rum definiert.
Natürlich müssen die Richtlinien in die Werksnormen und
das Corp. Ident. überführt werden und nicht anders rum. Allerdings wird oft genug so Verfahren, daß ein Monopolist
einen Quasistandard vorgibt, auch wenn's nicht optimal ist
(->, MS, IBM, Intel usw.)
Dann sezte das eben in Konkretes um :-)
Das Rad neu erfinden? Aber nur wenn's zwingend nötig ist.
Dann suche was gutes raus und nimm wie es ist.
Tja, normelerweise bestimmt der Auftraggeber, wie etwas
aussehen soll. Ansonsten muß es in das Gesamtkonzept passen.
Wenn der Mediaplayer ganz anders aussieht, als der Rest ....
... was mit Usability wiederum recht wenig zu tun hat, und
gerade vermieden werden soll. Nur schick aussehen reicht
eben nicht.
Konkretes Beispiel meinerseits: Mittlerweile habe ich ein
Forum gefunden, wo sich über Player-Gestaltung anhand der
aktuellen GNOME Human Interface Guidelines 2.0 Gedanken zur
Playergestaltung gemacht wurde. Streitpunkt: Wie sinnvoll ist
es, den Play-Button im aktiven Zustand zu einem Pause-Button
umzuzeichnen... Die aktuellen GNOME verbieten das nämlich....
Kann ich auch nachvollziehen. Alles was sein Aussehen einfach
so zur Laufzeit ändert, verwirrt den normalen Nutzer
(ist also nicht transparent). Zumindet primäre
Bedienfunktionen sollte man statisch darstellen.
Gerade bei dieser Sache ist das natürliche Vorbild (der
uralte Kassettenplayer) ein nettes Vorbild".
Ein ordentliches Gerät hatt eben eine separate Pausetaste.
Trotzdem kann es Sinn machen, wenn man Platz sparen will
oder die Bedienoberfläche nicht überfrachtet mit Buttons.
ähnlicher Streitpunkt: wie werden die forward und reward
Funktionen implementiert? Je eine Taste für 2x, 4x, 8x ?
Eine Taste für Forward, und bei jedem Klick erhöht sich die
Geschwindigkeit?
Je eine Taste wird zu viel des guten. Das ist keine
primäre Bedienfunktion. Da kann/muß man zusammenfassen.
Wichtig ist, daß der Nutzer dieser Taste eine Anzeige
(auf der Taste und darüber oder im Steuerungsdisplay)
eindeutig zugeordnen kann, die eine leicht erkennbare
Anzeige des gegenwärtigen Zustandes ermöglicht.
Anderer Aspekt: "Weniger ist mehr". Natürlich hat jeder
Entwickler den Anreiz möglichst viel zu können und viele
Funktionen anzubieten. aber dann muß mal jemand mit der
sense durch Unkraut gehen.
Konkret: nicht 3 und mehr stufen, sondern nur 2!
z.B. 3x und 8x . das kann man dann auch mit 2 eng zusammen
liegenden Tasten machen ( >> und >>> ) .
Damit der Komfort nicht zu kurz kommt, könnte nun in den
Einstellungen der Nutzer sich selber def. welche Geschw.
die jeweiligen Tasten bekommen sollen (z.B. >> = 2/3/4
und >>> = 4/6/8 ).
Über die Einstellungen kann man überhaupt viel machen,
um den Spieltrieb der jüngeren Nutzer zu unterstützen
und andererseits für ältere Leute konservative Defaults
festlegen. Ich glaube, das ist auch modern.
Und dann? weiterer Klick zurück zu PLay, oder
kein weiterer Klick mehr möglich und Rückkehr zu PLay
über den:Play-Button? etc. etc.
Eindeutige Meinung von mir: Solche virtuellen Schleifen
sind ein Greul. Kein Mensch denkt in dieser Art, daß
nach Max. plötzlich wieder normal kommt.
Eine solche Steurung würde ich also immer gegen Anschlag
fahren lassen. Auch in der Bedienung wäre es futzelig,
wenn man für einen schnellen Vorlauf einfach paar mal die
Taste >> drückt und dann ist man gleich wieder einen
zu weit .....
weitere Hinweise werden gerne angenommen.
Ich weiß zu wenig über das konkrete Thema. Aber ich
zerpflücke intensiv neue Software meiner Programmierer.
Wenn andere Kollegen 2...3 Fehler finden, habe ich
meist schon 20 Macken und Bugs gefunden.
Man muß sich bei testen nur mal schön dumm stellen,
eben wie ein DAU :-)
Gruß Uwi