Veritas Backup Exec 8.6 und Disaster Recovery

Habe richtige Probleme mit einem Backup System

Ich möchte Ihnen beschreiben wie sich die Testumgebung verhalten hat.

Testumgebung:

Backup Server:
Scenic Pro M7, 350 MHZ, 128 MB RAM, minimal Windows 2000 Advanced Server

Datenbank Server
Scenic Pro D7, 350 MHZ, 256 MB RAM, minimal WinNT 4.0 Serv.Pack 6a

Netzwerk:
Ethernet 100 Mbit, über Hub, Half Duplex

Getestet wurde…

Veritas Backup Exec 8.6 unter Windows 2000 Advanced Server
Installierte Optionen am Backup Server waren Remote Accelerator Agent,
Oracle Agent, IDR
Installierte Option am zu sichernden Server Remote Accelerator Agent,
Oracle Agent,
Gesichert wurde das Filesystem des Backup Server, File System des Oracle
Server (OS = NT 4.0 Serv.Pack 6), Datenbank Oracle 8.1.7 Standard
Edition
Die Datenbamk wurde wie Handbuch beschrieben (mit Ausnahme des Backup
Users) installiert und konfiguriert

Zum Vorgang:

Backup

Mehrfache komplett Sicherung des Backup Server > OK.
Mehrfache komplett Sicherung des Oracle Server (Filesystem) > OK
Mehrfache komplett Sicherung des Oracle Server (Datenbank) > OK

Restore

Restore Funktion unter Backup Exec > OK (alle gesicherten Daten konnten
manuell oder per zeitauftrag restored werden)

IDR

Nach dem Backup des Datenbank Server (Filesystem und DB) wurden die IDR
Disketten erstellt. Es wurde sehr darauf wert gelegt, das die IDR Diskette
(Disk 5/5) die derzeit aktuelle ist.

Nachdem alle Disketten erzeugt wurden, haben wir den Datenbank Server
runtergefahren und mit eben diesen Disketten neu gestartet. Die Routine
schien zu beginn auch sauber zu laufen, jedoch zeigte uns das System nach
dem einlegen der Disk 3 einen fehlenden Atapi.sys Treiber an. An dieser
Stelle ist das Disaster Recovery für einen durchschnittlich informierten
Anwender vorbei. Wir haben an der Stelle per Hand den Treiber von dem I386
Verzeichnis der Winnt 4.0 Server CD auf die Diskette kopiert, jetzt lief
auch die Routine komplett durch.

Am Punkt „Rücksichern mit oder ohne IDR Diskette“, wählten wir zuerst „mit
IDR Diskette“ aus. In der darauf folgenden Auswahl wurde uns vom System die
Partition C:\ und die D:\ angeboten. Leider hatte der zuvor gesicherte
Server nicht nur C:\ und D:\ sondern auch F:\ (auf diesem LW befinden sich
z.B alle Oracle Informationen). Auch das erzeugen einer neuen „IDR Datei“
führte nicht zum Erfolg.

Um ganz sicher zu gehen, machten wir nochmal ein weiteres komplett Backup
des DB Servers und generierten die IDR Diskette ein weiteres mal.
Auch hier bekamen wir nur LW C:\ und D:\ angeboten.

Da wir an dieser Stelle nicht weiter kamen, wir aber dringend eine Lösung
für die Schwierigkeiten beim Kunden brauchen, versuchten wir ein Restore
„ohne IDR Datei“. Bei diesem Vorgang meldet sich das zu recovernde System
am Sicherungsystem über das Netzwerk an, und bekommt dann von diesem die
gesammten Daten zugesendet. Dieser Vorgang wurde auch iniziiert und lief am
Anfang auch gut. Im ersten drittel des Vorgangs bricht das System den
Vorgang ab, mit der Bemerkung das man den Vorgang nochmal wiederholen kann.

Was uns generell aufgefallen ist, alle Vorgänge sind extrem
zeitintensiv,schlecht dokumentiert und undurchsichtig. Wir haben hier das
ganze mit minimal Konfiguration betrieben, was ist wenn der Kunde einen
„Ernstfall“ hat ? Da geht es um Datenmengen von 5- 280 GB und auch mehr.

Bisher wurde ein IDR vom Sicherungsserver noch nicht durchgeführt, doch das
haben wir schon sehr oft beim Kunden ohne Probleme durchgeführt und da
besteht im Moment noch kein Anlass. Nur das Remote Recovern macht uns
Probleme.

Kann mir da jemand helfen ?

Vielen Dank schon jetzt !

Dennis Rodekurth

Leidensgenosse
Hi Dennis,

ähnlich ging es mir auch in einer Testumgebung. In einem Ernstfall habe ich gleich den Weg einer Neuinstallation beschritten und nur die Daten restauriert.

Wer Witz: Wenn Du bei Vertas anrufst und um Rat fragst, kostet Dich das um die 90 Euro, EGAL OB DIE FRAGE BEANTWORTET WERDEN KANN ODER NICHT!!! Eine bittere Erfahrung habe ich da gemacht.
Du bekommst dann auf intensive und mehrfache Nachfrage eine Rechnung, die sich auf einen Vertrag und die AGB bezieht. Beides habe ich bis heute nicht gesehen, 7 Monate danach und ständigem nerven.

Bei Computer 2000 werden Lehrgänge zu diesem Them angeboten, kosten 720 Euro.
Spricht doch für sich, oder? Wenn man für ein Backup-Prog einen Lehrgang für 720 Euro besuchen muß… :frowning:
Ich werde ihn sicher am 3.9.01 besuchen.
Das war mein Rat: Lehrgang besuchen.

bye
Micha