Re^4: Stabilisierende Wirkung des Mondes
jetzt ist es aber meines
Wissens so, dass die Mondbahnachse bereits gegenüber der
Erdachse geneigt ist (sie schwankt sogar periodisch)
Eigentlich schwankt nicht die Achse der Mondbahn, sondern die
Erdachse. Diese Trudelbewegung ist die von mir erwähnte
Präzesion.
Nein. Die Mondbahnachse schwankt:
"Die Schnittpunkte der Mondbahn mit der Ekliptik nennt man Knoten; den vom Mond in nördliche Richtung durchwanderte Knoten aufsteigenden, den anderen absteigenden Knoten. Die Verbindungslinie der beiden Konten, die Knotenline, dreht sich 18.6 Jahren einmal rückwärts, d.h. entgegen dem Mond, um die Erde (19.4 Grad/Jahr). Dies wird verursacht durch die asymmetrische gravitative Wechselwirkung mit der Sonne: ist der Mond der Sonne näher, zieht sie stärker am Mond, als wenn der Mond der Sonne ferner ist. "
(Seite der Uni Freiburg)
Wenn sich die Erdachse alle 18.6 Jahre um 5° ändern würde, würde das Klima ja verrückt spielen.
nach deiner Erklärung müsste aber der Erdäquator STÄNDIG
in der Ebene der Mondbahn liegen
Nein. Ich schrieb, daß das Rückstellmoment zunächst zu einer
Präzesionsbewegung führt, welche erst durch Reibung gedämpft
werden muß, damit der Equator wieder in die Mondbahnebene
zurückkehren kann. Dieser Prozeß verläuft sehr langsam und
kommt in der Realität nie zum Stillstand, weil die Erdachse
lange vor der Rükkehr in die Ruhelage (z.B. durch die
Gravitation anderer Planeten) wieder aus dem Gleichgewicht
gebracht wird.
Immerhin ist die Mondbahn 5° geneigt und die Erdachse 23,5°. Diese von dir beschriebene stabiliesierende Wirkung kann dann ja wohl nicht so effektiv sein, wenn der Mond während seiner gesamten Lebenszeit den Erdäquator noch nicht mal in die Nähe der Monbahn gebracht hat!
Davon abgesehen, kannst du vielleich noch erklären wie dieses Bremsen der Trudelbewegung zustande kommt? Ich dachte immer die Gezeitenreibung würde die Geschwidigkeit der Erddrehung ändern, aber wie kann sie die Richtung ändern?
Oliver