Stabilisierende Wirkung des Mondes

Von: , Frage gestellt am Di, 25. Dez 2001

Hallo,

ich hab diese Frage schon kürzlich im Brett Mathematik/Physik gestellt, aber mir ist die Sache immer noch nicht klar, also:

Wieso hat der Mond eine stabilisierende Wirkung auf die Erdachse?

Gruß
Oliver

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
    Re: Stabilisierende Wirkung des Mondes

    Wieso hat der Mond eine stabilisierende Wirkung auf die
    Erdachse?
    Eigentlich wurde es schon vollständig erklärt:

    Die Stabilisierung kommt durch die Gezeitenkräfte des Mondes zustande. Diese ziehen die dem Mond zugewandte Seite der Erde zum Mond und die abgewandte Seite in die entgegengesetzte Richtung. Wenn sich die Erdachse nun gegenüber der Achse der Mondbahn neigt, dann ensteht durch die Abplattung der Erde ein Drehmoment, welches zunächst zu einer Präzesionsbewegung führt. Wenn diese Trudelbewegung durch die Gezeitenreibung gedämpft wird, dann kehrt der Erdäquator wieder in die Ebene der Mondbahn zurück.

    • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Stabilisierende Wirkung des Mondes

      Soweit habe ich es auch verstanden, jetzt ist es aber meines Wissens so, dass die Mondbahnachse bereits gegenüber der Erdachse geneigt ist (sie schwankt sogar periodisch) ... nach deiner Erklärung müsste aber der Erdäquator STÄNDIG in der Ebene der Mondbahn liegen... woher kommt das dann? [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Stabilisierende Wirkung des Mondes

        jetzt ist es aber meines
        Wissens so, dass die Mondbahnachse bereits gegenüber der
        Erdachse geneigt ist (sie schwankt sogar periodisch)
        Eigentlich schwankt nicht die Achse der Mondbahn, sondern die Erdachse. Diese Trudelbewegung ist die von mir erwähnte Präzesion. nach deiner Erklärung müsste aber der Erdäquator STÄNDIG
        in der Ebene der Mondbahn liegen
        Nein. Ich schrieb, daß das Rückstellmoment zunächst zu einer Präzesionsbewegung führt, welche erst durch Reibung gedämpft werden muß, damit der Equator wieder in die Mondbahnebene zurückkehren kann. Dieser Prozeß verläuft sehr langsam und kommt in der Realität nie zum Stillstand, weil die Erdachse lange vor der Rükkehr in die Ruhelage (z.B. durch die Gravitation anderer Planeten) wieder aus dem Gleichgewicht gebracht wird.

        • Antwort von nach 7 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Stabilisierende Wirkung des Mondes

          jetzt ist es aber meines
          Wissens so, dass die Mondbahnachse bereits gegenüber der
          Erdachse geneigt ist (sie schwankt sogar periodisch)
          Eigentlich schwankt nicht die Achse der Mondbahn, sondern die
          Erdachse. Diese Trudelbewegung ist die von mir erwähnte
          Präzesion.
          Nein. Die Mondbahnachse schwankt:
          "Die Schnittpunkte der Mondbahn mit der Ekliptik nennt man Knoten; den vom Mond in nördliche Richtung durchwanderte Knoten aufsteigenden, den anderen absteigenden Knoten. Die Verbindungslinie der beiden Konten, die Knotenline, dreht sich 18.6 Jahren einmal rückwärts, d.h. entgegen dem Mond, um die Erde (19.4 Grad/Jahr). Dies wird verursacht durch die asymmetrische gravitative Wechselwirkung mit der Sonne: ist der Mond der Sonne näher, zieht sie stärker am Mond, als wenn der Mond der Sonne ferner ist. "
          (Seite der Uni Freiburg)

          Wenn sich die Erdachse alle 18.6 Jahre um 5° ändern würde, würde das Klima ja verrückt spielen. nach deiner Erklärung müsste aber der Erdäquator STÄNDIG
          in der Ebene der Mondbahn liegen
          Nein. Ich schrieb, daß das Rückstellmoment zunächst zu einer
          Präzesionsbewegung führt, welche erst durch Reibung gedämpft
          werden muß, damit der Equator wieder in die Mondbahnebene
          zurückkehren kann. Dieser Prozeß verläuft sehr langsam und
          kommt in der Realität nie zum Stillstand, weil die Erdachse
          lange vor der Rükkehr in die Ruhelage (z.B. durch die
          Gravitation anderer Planeten) wieder aus dem Gleichgewicht
          gebracht wird.
          Immerhin ist die Mondbahn 5° geneigt und die Erdachse 23,5°. Diese von dir beschriebene stabiliesierende Wirkung kann dann ja wohl nicht so effektiv sein, wenn der Mond während seiner gesamten Lebenszeit den Erdäquator noch nicht mal in die Nähe der Monbahn gebracht hat!

          Davon abgesehen, kannst du vielleich noch erklären wie dieses Bremsen der Trudelbewegung zustande kommt? Ich dachte immer die Gezeitenreibung würde die Geschwidigkeit der Erddrehung ändern, aber wie kann sie die Richtung ändern?

          Oliver

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