undönig

Von: , Frage gestellt am Mo, 25. Feb 2002

Hallo,

ich habe mich schon mit den verschiedensten regional unterschiedlichen Sprachen auseinandersetzen muessen und natürlich auch immer wieder einen Ausdruck in meinen persönlichen Sprachgebrauch übernommen, so auch den Ausdruck "undönig".
jetzt frage mich jemand,, wo dieser Ausdruck eigentlich herkäme. Kennt jemand das Wort oder weiss wo es beheimatet ist???

viele Gruesse
Selina

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Untugendhaft

    Hallo Selina,

    bedeutet das soviel wie "unartig", "moralisch schlecht" oder "taugt nichts"?

    Dann käme es von "untugendhaft", siehe mein Posting weiter unten zum Thema "unducht".

    Westfälische Wörterbuch von Friedrich Woeste aus Hemer in Westfalen (1882) kennt das Wort als "undüenig" und "undönig" mit der Bedeutung "unartig, ungezogen", aber auch "ausgelassen, übermütig". "undüenig geld" ist "Falschgeld".

    Herzlich grüßt
    Burkhard aus Westfalen

    • Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
      Re: Untugendhaft

      Hallo Burkhard,
      ich benutze das wort immer, wenn ich nicht genau weiß was ich will, ob ich Männchen oder Weibchen bin, nicht gut drauf, aber auch nicht schlecht drauf bin.Eben einfach nur undönig.

      Würde das bedeuten, dass ich nicht nur weiss wo der Ausdruck herkommt, sondern ihn auch nicht richtig verwende????

      viele Gruesse
      Selina

      • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
        Keine Ahnung

        Hi Selina,

        kann sein, dass du das Wort genau richtig benutzt, falls es in dem Kulturkreis, in dem du es aufgeschnappt hast, diese Bedeutung hat.

        Ansonsten bist du halt wortschöpferisch (oder vielmehr bdeutungsschöpferisch)) tätig gewesen.

        Herzlichst!

        Burkhard

  2. Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
    Re: undönig

    Hallo, Selina,
    ich kenne den Ausdruck hier aus meiner näheren Umgebung (Solingen, Bergisches Land)
    Bedeutung: schlecht aufgelegt, mißmutig, übel gelaunt,
    auch: widersetzlich, aggressiv, rastlos, unfriedfertig (dies besonders bei Kindern)

    Herkunft(Vermutung): wohl aus der Wurzel "tun", etwas nicht tun wollend, nicht verwendbar, oder aus "taugen": untauglich.

    Gruß Eckard

    • Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: undönig

      Hallo Eckhard,
      das käme meiner Verwendung ja schon sehr nahe, außerdem wuesste ich dann auch woher ich diesen Ausdruck habe. Wuppertal.

      vielen Dank und Gruesse

      Selina

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