Hallo Finus!
Hab ichs doch gespürt, dass hier mein Name fiel.
Die Verwandtschaft von "cradle" und "Kratte" hat Helene schon bestätigt. Hallo, Helene:-)
Und wie ist die Verbindung zu dem Angeber, der einen "schweren
Kaddl"
richtiger: Grattel!
Stammen die Begriffe vom selben Wortstamm ab?
nein!
Dazu dieses aus: H. Fischer, Schwäbisches Handwörterbuch:
r Kratte, auch r Kratt:
Es kann bedeuten:
1. ein Armkorb, meist aus Weiden geflochten, Diminutiv: s Krättle
2. ein kleines Kind, eine kleine Person, aber auch: ein alter Kratt: ein alter Mann, ein altes wunderliches Weib.
Der Krattenmacher ist einmal
- die Berufsbezeichnung,
- kann aber auch ein Spottwort für charakter- und willenlose Leute sein.
- Auch der Wegerich Plantago media L wird so genannt.
Davon ist zu unterscheiden:
der Grattel,
- was eine Gabelung von Ästen bedeutet,
- aber auch die gespreizten Beine meinen kann.
- Die Anschwellung zwischen Daumen und Zeigefinger, die einen Fingerkrampf verursacht, kann auch gemeint sein.
- Wegen des gespreizten Ganges eingebildeter Leute, kann Grattel auch: Stolz, Hochmut Gespreitzheit bedeuten
Daher die Redewendung: Der hat aber einen mächtigen Grattel!
Es gibt noch:
krattle, besser grattle geschrieben bedeutet
- mit gespreizten Beinen gehen,
- entweder weil jemand alt oder krank oder müde ist,
- oder weil jemand eingebildet ist,
und grattlig ist das dazugehörige Adjektiv,
und der alte Grattler ist eben einer, der nur noch grattlig gratteln kann
Gruß Fritz